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Malende Schwestern stellen in Gumtow aus

Neue Ausstellung Malende Schwestern stellen in Gumtow aus

Bilder von zwei malenden Schwestern, Beate Witt und Dana Doris Bellmann, sind ab sofort in der Galerie 5 in Gumtow zu sehen. Das Kuriose: Keine kannte bisher die künstlerischen Arbeiten der anderen. Jede ging in der Malerei ihren eigenen Weg. Doch es gibt überraschende Gemeinsamkeiten.

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Beate Witt (rechts) und Dana Doris Bellmann stellen in der Galerie 5 ihre Bilder aus.

Quelle: Renate Zunke

Gumtow. Wechsel in der Galerie 5 in Gumtow – nach den Fotos von Sebastian Ballenthin aus Krampfer ist jetzt Malerei von Dana Doris Bellmann aus Berlin und Beate Witt aus Ducherow bei Anklam zu sehen. Das Kuriose – die malenden Frauen sind Schwestern, aber keine kannte bisher die künstlerischen Arbeiten der anderen. Der Kontakt zur Galerie 5 kam durch die Eltern zustande. Sie, die drei weitere Töchter haben, lernten anlässlich eines Ehemaligentreffens der Abiturklasse des Vaters die Galerie 5 in Gumtow kennen und waren begeistert von diesem kreativen Ort. Karin und Eckhard Zempel waren dann auch gern bereit, ihr „Galerie-Wohnzimmer“ für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen – obwohl sie bisher keine Bilder der Schwestern gesehen hatten. „Wir haben uns einfach überraschen lassen“, sagt Eckhard Zempel. Und auch Ehefrau Karin hat sich voller Neugierde auf dieses Experiment eingelassen. Ausschlaggebend war, dass beide Frauen in der Prignitz geboren sind: Beate Witt, 1952 in Wüsten Vahrnow bei Karstädt, Dana Doris Bellmann 1953 in Perleberg. 1958 zog die Familie von Perleberg nach Rostock, weil der Vater an der dortigen Universität eine Lehrtätigkeit aufnahm.

Beate Witt war nach dem Studium in Greifswald als Lehrerin tätig, bis sie 1988 wegen einer schweren Erkrankung den Beruf aufgeben musste. Sie arbeitete ehrenamtlich in der Krebsnachsorge, war Honorarlehrerin an einer freien Schule nach Montessori, sie ist Reiki-Meisterin und seit 2004 begeisterte Kreativtänzerin. Mit dem Malen begann sie während einer Kur und besuchte zu Hause Seminare einer Berliner Künstlerin. Ihre Bilder hat sie im Kopf. Sie erklärt: „Mich draußen hinstellen und ein Motiv abmalen, das kann ich nicht so gut.“ Trotzdem sind die Bilder, die ihrem fotografischen Gedächtnis entstammen, der Natur entliehen, oft mit kleiner eingearbeiteter Symbolik.

Besichtigung bis zum 1. August möglich

Die Bilder von Beate Witt und Dana Doris Bellmann sind bis zum 1. August in der Galerie 5 in Gumtow, Berliner Straße 18 (alte Schmiede), zu besichtigen.

Interessierte Ausstellungsbesucher können an der Tür klingeln. Eckhard und Karin Zempel öffnen gern die Tür, auch für spontane Besucher.

Voranmeldungen für Besichtigungen sind sicherer und möglich unter Tel.  033977/12 99 20.

Im Kopf entstehen auch die Bilder ihrer Schwester Dana Doris Bellmann. Sie studierte Informatik, lebte und arbeitete nach dem Studium 25 Jahre in Dresden, heute in Berlin. Schon immer hat sie gern gemalt. In jungen Jahren experimentierte sie mit Vorliebe mit Bleistift und Kohle. 1990 kam dann sprichwörtlich Farbe ins Spiel: Dana Bellmann arbeitete nebenberuflich als Visagistin und Farbberaterin. Neben einer Tätigkeit als Maskenbildnerin an einer kleinen Bühne, Workshops an Volkshochschulen, persönlicher Beratung in Sachen Visagistik und Farbgestaltung blieb Zeit für das eigene Malen: „Es ist, als ob meine Hände und mein Kopf wie von selbst arbeiten, während mein Verstand mir sagt, das passt doch eigentlich gar nicht.“ Vom Ergebnis ist sie dann aber meistens überrascht und findet es schön. So kommt es vor, dass sie eigentlich ein rotes Bild malen wollte, doch dann dominiert die Farbe Gelb. Dana Bellmann malt abstrakt.

Spannend an der neuen Ausstellung in der Galerie 5: Jede der zwei Schwestern geht in der Malerei den eigenen Weg. Doch es gibt Gemeinsamkeiten. Manchmal kreuzen sich die Wege. Das stellten die beiden Frauen beim Aufbau der Ausstellung fest: Es gibt nämlich zwei Bilder, die sich sehr ähneln, obwohl jede der Schwestern eines der Bilder ohne das Wissen der anderen und an verschiedenen Orten malte.

Von Renate Zunke

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