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Malerischer Ort an der Dömnitz

Schönhagen Malerischer Ort an der Dömnitz

Die Schönhagener Mühle erstrahlt seit einigen Jahren in einem neuen Glanz – und jetzt wurde auch der alte Pferdestall zur Ferienunterkunft ausgebaut. Thomas Krummsdorf und seine Lebensgefährtin Ronny stecken viel Liebe und Energie in das historische Gebäude, das auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken kann.

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Schon seit einigen Jahren ist die Schönhagener Mühle ein Kleinod und Anlaufpunkt für Radtouristen und andere, die in diesem wunderschönen Ambiente mal Kaffee trinken oder etwas essen wollen.

Quelle: Fotos (4) Bernd Atzenroth

Schönhagen. Thomas Krummsdorf steckt viel Liebe in das Gebäude, in dem er schon seit vielen Jahren lebt. Eigentlich hat er eine Dachbegrünungsfirma, doch daneben widmet er sich im Sommer an den Wochenenden ganz dem Hofladen und Bistro in der Schönhagener Mühle. Korn wurde hier schon lange nicht mehr gemahlen, als Krummsdorf die Mühle 2005 übernahm. Fünf Jahrhunderte jedoch war dies ein Ort, an dem Korn gemahlen wurde. 1945 wurde der Betrieb schließlich eingestellt.

Das Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1848 und hat mittlerweile wieder ein freundliches Antlitz, vor allem, wenn man sich auch im Inneren umschaut. Geschmackvoll ist die Gaststätte eingerichtet, und Krummsdorf legt Wert auf die Qualität von Speisen und Getränken, die hier heute angeboten werden. Damit nicht genug: An das Gebäude schließt sich ein wunderbarer Garten entlang der Dömnitz an, und auf der Terrasse kann man sogar frei schwebend über dem malerischen Flüsschen sitzen.

Für Thomas Krummsdorf war es nie die Frage, dass Wohnen und Arbeiten an dieser Stelle miteinander einhergehen – so ist es sogar historisch gewachsen. Seine Lebensgefährtin Ronny teilt seine Begeisterung für die Mühle so sehr, dass sie selbst hier investiert hat: So ist der ehemalige Pferdestall auf der anderen Seite des Mühlenwegs mittlerweile runderneuert und zu einer Ferienunterkunft ausgebaut worden. Mit den schon vorhandenen Zimmern im Haupthaus der Mühle gibt es hier nun 14 Betten in sechs Einheiten. „Das kann man alles online buchen, es wird auch zunehmend angenommen. Gerade für Radtouristen ist dies ein schönes Angebot“ sagt Krummsdorf. „Wir können von der einfachen Radlerunterkunft bis zur Komfortausstattung alles bieten, das ist der Vorzug unseres Hauses.“ Die Historie des Pferdestalls ist im übrigen auch am vergangenen Mühlentag in der nahe gelegenen Kathfelder Mühle dokumentiert gewesen, wo auch noch historische Fotos zu sehen waren. Krummsdorf engagiert sich im übrigen auch für die Wiederherstellung der Orgel in der Schönhagener Kirche – schließlich hat der Müller schon traditionell seinen eigenen Stuhl in dem kleinen Gotteshaus.

Um Ideen für schöne Veranstaltungen ist der Mann auch nicht verlegen. In diesem Jahr ist das kulinarische Kino, das er in Kooperation mit dem Filmverband Brandenburg und dem Kulturverein Schönhagen anbietet, der Renner, das nächste Mal steht es wieder am 25. August an. Dennoch bleibt die Mühle für Krummsdorf und seine künftige Frau Ronny erst einmal nur Nebenerwerb. „In der Region finden unendlich viele Veranstaltungen statt“, sagt Krummdorf dazu, „sich da zu behaupten, ist nicht einfach.“ Doch er hat auch die Erfahrungen gemacht, dass gerade dann, wenn etwa in Pritzwalk Stadtfest ist, manche Leute bewusst den Weg zur Mühle suchen. Wichtig für ihn sind aber vor allem die Stammkunden aus der Umgebung, die immer wieder und vor allem sonntags kommen. Darüber hinaus kommen zunehmend Leute von weither, die die Schönhagener Mühle über das Internet gefunden haben.

Wie immer ist bis zum 3. Oktober Saison in der Mühle, danach ist Winterpause. Am ersten Septemberwochenende ist jedoch auch geschlossen – dann steht im Hause Krummsdorf die Hochzeit an.

Von Bernd Atzenroth

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