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Marathon in Frankfurt endete mit einem „Ja“

Meyenburg/Frankfurt (Main) Marathon in Frankfurt endete mit einem „Ja“

Der Meyenburger Marathonläufer Andreas Kramer hat zwar in Frankfurt für die 42 Kilometer knapp fünf Stunden gebraucht, aber das war am letzten Oktober-Wochenende eher nebensächlich für ihn: Am Ziel machte er seiner langjährigen Lebensgefährtin einen Heiratsantrag. Weitere Läufer aus der Region holten gute Plätze.

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Andreas Kramer, Klaus-Dieter Schulz und Gerd Böcker (v.l.) zeigen sich vor dem Start in Frankfurt (Main) noch ausgeruht.

Quelle: Privat

Meyenburg/Frankfurt (Main). Es war sein letzter Marathon. Da ist sich der Wahl-Meyenburger Andreas Kramer sicher. Der 48-Jährige lief beim Frankfurt Marathon am letzten Oktoberwochenende am Main mit 4:55:33 Stunden ins Ziel. Die Zeit war allerdings für ihn wohl fast nebensächlich, denn er hatte etwas viel Wichtigeres vor: Nach dem Zieleinlauf im Festzelt machte er seiner langjährigen Lebensgefährtin Beate Hoppenhöft einen Heiratsantrag. „Und sie hat ’Ja’ gesagt“, freut sich Andreas Kramer.

Lange hat sich der stellvertretende Bürgermeister von Meyenburg auf den 42-Kilometer-Lauf vorbereitet. In Pritzwalk ist Andreas Kramer über den Pritzwalker Lauftreff 04 organisiert. Trainiert habe er aber eher für sich allein: „Ich bin dreimal in der Woche gelaufen, von Meyenburg in Richtung Penzlin, Schmolde oder am Möbelwerk vorbei“, erzählt er. An den Wochenenden habe er sich dann längere Strecken vorgenommen: 25 oder 30 Kilometer nach Stepenitz oder Halenbeck und wieder zurück, nach Rohlsdorf oder Altenhof in Mecklenburg.

Ziel erreicht – künftig nur noch Mittelstrecken

Kaum zu glauben, dass Andreas Kramer mit 30 Jahren um die 100 Kilogramm wog. „Damals habe ich mir gesagt, jetzt muss ich was machen.“ Zunächst habe er beim Sportverein Wacker Meyenburg im Fußball probiert. Auf den Platz sei er aber nicht so oft geholt worden, erzählt der 48-Jährige und schmunzelt: „Mit 100 Kilogramm kann man nicht viel reißen.“ Ganz langsam habe er sein Körpergewicht heruntertrainiert. „Irgendwann habe ich auch ganz gut Fußball gespielt.“ Mit Ende 30 sei das aber vorbei gewesen – wie bei den meisten Spielern. „Und da hat sich das mit dem Laufen ergeben.“ Gleich beim ersten Wettkampf, dem Prignitz-Cup oder Herbstlauf Garsedow, habe Andreas Kramer den zweiten Platz belegt. Das habe ihn beflügelt. „Mit 35 Jahren habe ich angefangen, über den Marathon nachzudenken.“ Die 42 Kilometer seien eben die Herausforderung, findet er.

Der Lauf in Frankfurt war dieses Jahr nicht der erste Wettkampf für den Meyenburger: Im Mai hatte er bereits am Rennsteig-Marathon teilgenommen, bei dem mehrere 100 Meter Höhenunterschied bewältigt werden müssen. Nach Frankfurt begleiteten ihn weitere Teilnehmer aus der Region: unter anderem der Pritzwalker Zahnarzt Gerd Böcker (4:02 Stunden), Bauingenieur Klaus-Dieter Schulz aus Wittstock (4:31), der Breeser Jörg Toppel (4:04) und MAZ-Redakteur Dirk Klauke aus Wittstock (4:35). Die beste Prignitzer Zeit lief der gebürtige Perleberger Stephan Krakow mit 2:46:45 Stunden.

Andreas Kramer will in Zukunft nur noch Mittelstrecken laufen, sagt er. Denn sein Ziel habe er erreicht: „Das Endergebnis war ein ’Ja’“.

Von Beate Vogel

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