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Marc Marshall begeistert im Kulturhaus

Wittenberge Marc Marshall begeistert im Kulturhaus

Der Sänger Marc Marshall trat am Sonnabend vor 200 begeisterten Zuhörern im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus auf. Er präsentierte dort sein neues Album „Herzschlag”. Marc Marshall berichtete von seinen persönlichen Herzschlagmomenten. Einen hatte er in Argentinien, wo er auf den Spuren eines Tangosängers wandelte.

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Marc Marshall sang im Wittenberger Kulturhaus. Am Piano begleitete ihn René Krömer.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Mit reichlich Applaus begrüßten rund 200 Zuschauer am Sonnabend Marc Marshall, als er die Bühne des Wittenberger Kultur- und Festspielhauses betrat. Zwei Jahre nach seinem letzten Solo-Projekt ist der Sänger dieses Jahr wieder auf Tournee und besuchte am Wochenende die Elbestadt.

Im musikalischen Gepäck hatte er sein Album „Herzschlag”. Begleitet wurde er vom Pianisten René Krömer. Ohne Mikrofon und elektrischer Verstärkung seiner Stimme sang Marc Marshall zweieinhalb Stunden lang ohne Pause Lieder aus der eigenen Feder und der von Freunden. „You never walk alone” bot er als erstes Lied a-capella dar, danach begrüßte er das Publikum.

„Ich freute mich, mit meinem Herzschlag heute hier sein zu dürfen”, sagte er. „Ich weiß nicht, wann Sie das letzte Mal mit Ihrem Herzschlag kommuniziert haben. Ich habe mich in den vergangenen zweieinhalb Jahren damit beschäftigt”, erzählte er. Der Herzschlag sei wichtig, denn wenn er aufhöre, sei sein irdisches Leben zu Ende, sinnierte Marc Marshall.

„Mach mir dein Herz auf” – der Titel war Programm

„Mach mir dein Herz auf” lautete sein zweiter gesungener Titel, der sich auch auf der aktuellen CD befindet. „Dieser Titel könnte heute Programm sein, ebenso wie mein erste Lied: Niemals alleine gehen.” Nach jedem seiner Stücke erntete er begeisterten Applaus.

„Wir alle haben Herzschlagmomente. Ich hatte einen vor fünf Jahren in Argentinien”, berichtete er aus einem Leben. Er wandelte auf den Spuren des Tango-Komponisten und -Sängers Carlos Gardel. Dieser gilt als einer der wichtigsten Persönlichkeiten des Tangos. Die Argentinier verehren ihn. „Ich war in einem Café und besuchte abends ein Konzert mit einer tollen Sängerin und wunderbaren Musikern”, schwärmte Marc Marshall. „Wer das nächste Lied mitsingt, bekommt eine CD geschenkt”, kündigte die Sängerin an. „Ich konnten bis dahin nur ein einziges spanisches Lied singen. Ich bekam die CD”, erzählte er stolz dem Publikum.

Einprägsames Treffen mit Stevie Woods

Den ganzen Abend lang, versprach Marc Marshall, werde er seine Herzschlagmomente präsentieren, damit die Gäste mehr über das Sängerleben erführen. Er sang Stücke aus seinem Album, die ihm sehr am Herzen liegen, wie „Das Lachen der Kinder”, denn er selbst engagiere sich im Verein Kinderlachen, oder „Wie geht Liebe”, eine Perle auf der CD, wie er sagte, das vom Pianisten René Krömer geschrieben sei.

Die Gäste erfuhren von seinen Begegnungen mit Künstlern wie Roger Cicero oder Stevie Woods, die beide nicht mehr leben. Das Treffen mit Stevie Woods veranlasste Marc Marshall als 18-Jähriger bei einem Besuch in New York zu bleiben und dort ein Musikstudium aufzunehmen.

Von Jens Wegner

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