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Marienfließ beschloss soliden Haushalt

Krempendorf Marienfließ beschloss soliden Haushalt

Einen ausgeglichenen und sehr soliden Haushalt verabschiedeten die Gemeindevertreter von Marienfließ (Amt Meyenburg). Hohe Kosten verursachen Instandhaltungsmaßnahmen etwa am gemeindeeigenen Wohnblock und alte Nachtspeicheröfen in den Gemeindehäusern und Feuerwehrgerätehausern der Ortsteile.

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Gewerbesteuereinnahmen werfen die großen Solarparks – hier Krempendorf – noch nicht ab.

Quelle: Parabel

Krempendorf. Einstimmig haben die Gemeindevertreter von Marienfließ (Amt Meyenburg) am Dienstagabend ihren Haushalt für 2017 beschlossen. Groß diskutiert haben sie nicht mehr darüber – obwohl Gemeindevertreter Wolfgang Handke moniert hatte, dass man sich im Vorfeld nicht noch einmal zur Haushaltsberatung getroffen hatte.

Bürgermeister Ralf Knacke wies darauf hin, dass die Fachämter im Amt Meyenburg die Protokolle aus den Ortsbeiratssitzungen erhalten und die jeweils für sie relevanten Dinge einarbeiten sollten. Der Etat ist ausgeglichen, die Gemeinde verfügt zum Jahresende voraussichtlich über eine ordentliche Rücklage in Höhe von 464 000 Euro. Dank dieses Polsters ist der Ausgleich eines planmäßigen Fehlbetrages im ordentlichen Ergebnis in Höhe von 71 500 Euro möglich, erläuterte Amtskämmerin Sigrun Kern im Vorbericht für den Haushaltsplanentwurf.

Gewerbesteuern schwer abzuschätzen

Da die Gemeinde im Jahr 2015 im Ergebnishaushalt Steuereinnahmen über 205 000 Euro ausgewiesen hat, fallen laut Kern die Schlüsselzuweisungen in diesem Jahr niedriger aus. Für das laufende Jahr rechnet die Kämmerin für Marienfließ mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 90 000 Euro. Das sorgte in der Beratung für Verwunderung, da doch im Gemeindegebiet nicht nur etliche Windräder, sondern auch zwei riesige Solarparks (Jännersdorf und Krempendorf) stehen. Es könne aber nicht abgeschätzt werden, wann dafür Gewerbesteuern anfallen. Die Kämmerei hat deshalb auch für die kommenden Jahre jeweils nur 90 000 Euro Gewerbesteuern geplant.

Investieren wollen die Marienfließer dieses Jahr 814 300 Euro. Das größte Projekt ist die Sanierung des Frehner Weges zwischen Stepenitz und Frehne. Die kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von 790 000 Euro werden mit 553 500 Euro aus dem Programm Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)/Leader gefördert, den Rest trägt die Gemeinde. Anliegerbeiträge in Höhe von 82 000 Euro sollen erst im nächsten Jahr erhoben werden.

Hohe Kosten wegen alter Heizungen

Bei den Instandhaltungsmaßnahmen sorgte die geplante Dacheindeckung am Wohngebäude Frehner Allee 1 für 50 000 Euro für Diskussion. „Wohnt in dem Neubaublock überhaupt noch jemand?“, wollte Wolfgang Handke wissen. Laut Frehnes Ortsbürgermeister Burkhard Freese sind mehrere Wohnungen im Block belegt. Der Schaden müsse unbedingt behoben werden, betonte er: „Da wurden Schornsteinköpfe zurückgebaut und dann hat man das Dach nicht richtig dicht bekommen.“ Teilweise laufe das Wasser bis in die Wohnungen. In Feuerwehrhäusern Frehne und Stepenitz fallen Instandhaltungsarbeiten an Heizungen und Malerarbeiten an, letztere auch in Gemeindehäusern. Zudem müssen Gemeindestraßen repariert werden.

Hohe Kosten verursachen im Haushalt wie in anderen Gemeinden auch in den Ortsteilen Marienfließ die alten Nachtspeicheröfen, so Kämmerin Kern. Teure Elektroheizungen gebe es zum Beispiel im Feuerwehrgerätehaus in Stepenitz oder in Frehne. „Es gibt ja kleine Vergünstigungen mehr für Nachtstrom wie vor 25 Jahren, deshalb ist das sehr teuer.“ Zudem seien diese Heizungen nicht so gut für das Gebäudeklima: „Es gibt Feuchtigkeit.“

Von Beate Vogel

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