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Prignitz Massenschlägerei um Mädchen im Jugendcamp
Lokales Prignitz Massenschlägerei um Mädchen im Jugendcamp
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15:33 01.09.2016
Quelle: dpa
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Wittenberge

Bei einer Massenschlägerei in Wittenberge wurden am Mittwoch vier Menschen verletzt. An der Auseinandersetzung, die sich gegen 11.10 Uhr im internationalen Jugendcamp am Friedensteich ereignete, waren etwa 20 Personen beteiligt.

Folgenreicher Flirt

Ausgangspunkt für den Streit war nach Angaben von Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion in Neuruppin ein Flirt eines 16-jährigen Afghanen mit einer 19-jährigen russischen Teilnehmerin des Camps. Das gefiel dem 19-jährigen tschetschenischen Freund der Russin nicht, worauf er dem flirtenden jungen Mann mit der flachen Hand ins Gesicht schlug.

Das wiederum veranlasste Freunde des Attackenopfers, ihm zur Seite zu springen. Doch auch der Schläger mobilisierte für sich Landsleute als Unterstützer. Es entwickelte sich eine Schlägerei zwischen mehreren afghanischen und tschetschenischen Jugendlichen.

Mindestens zwei Jugendliche ohnmächtig

Bei der nun folgenden Schlägerei, brach sich ein junger Mann das Jochbein, ein weiterer das Nasenbein, und zwei weitere Jugendliche trugen leichtere Verletzungen davon. Mindestens zwei Jugendliche waren zwischenzeitlich ohnmächtig geworden und mussten mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die anwesenden Betreuer konnten die Lage dann aber doch beruhigen. Als die Polizisten eintrafen, waren die Auseinandersetzungen bereits beendet. Bei allen Beteiligten handelt es sich um Personen mit festen Anschriften in Deutschland (Kriegsflüchtlinge/ Asylsuchende). Als verletzt sind von der Polizei zwei Afghanen im Alter von 16 und 18 Jahren und zwei Tschetschenen im Alter von 19 und 21 Jahren erfasst worden, darunter die beiden oben genannten Streithähne.

Polizei ermittelt

Die Gruppe der tschetschenischen Russen aus Potsdam reiste noch am Mittwochnachmittag ab, so dass sich die Lage beruhigte. Polizisten nahmen insgesamt drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung auf, zu denen die Ermittlungen noch andauern. Sie stellten auch eine Spitzhacke sicher, die aber nur in der Hand gehalten und nicht eingesetzt worden sein soll.

Von Bernd Atzenroth

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