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Maßnahmen gegen den Zerfall

Mansfeld Maßnahmen gegen den Zerfall

Gleich an drei Kirchen im Pfarrsprengel Putlitz stehen derzeit Baugerüste. Insbesondere in Mansfeld und Triglitz ist die Grundsanierung der Gotteshäuser dringend nötig. Die hat die Putlitzer Nikolaikirche schon hinter sich – jetzt steht hier Teil zwei der Fugensanierung an.

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Eingerüstet: Für die Kirche in Mansfeld steht derzeit eine Grundsanierung an.

Quelle: Bernd Atzenroth

Mansfeld. Im Pfarrsprengel Putlitz wird gebaut, restauriert und saniert, was das Zeug hält. An drei Kirchenstandorten finden gleichzeitig Baumaßnahmen statt, wie Rilana Gericke, Referentin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Prignitz, informiert. Außer in Putlitz selbst wird auch in Mansfeld und Triglitz gearbeitet. Die Kirchen sollen vor einem Zerfall geschützt und somit die geschichtliche Besonderheit der Stätten bewahrt werden.

Nach den Stadtbränden im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Stadtpfarrkirche Sankt Nikolai in Putlitz im Jahr 1666 wieder neu aufgebaut. Seit etwa zwei Monaten ist die mehrere Jahrhunderte alte Kirche nun schon wegen Fugensanierungen eingerüstet. Nachdem bereits im vergangenen Jahr derartige Arbeiten an der südlichen Seite stattfanden, ist in diesem Jahr die Nordseite an der Reihe, berichtet Ute Ölke, die zuständige Gemeindebüromitarbeiterin des Kirchenkreises. „Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, so Ute Ölke. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt über 200 000 Euro, die durch eigene Mittel und Spenden finanziert werden. Eine Förderung gab es nicht.

Umfangreiche Arbeiten in Mansfeld und Triglitz

Viel umfangreicher gestalten sich die Arbeiten an den Kirchen in Mansfeld und Triglitz. „Im Unterschied zu Putlitz finden hier Grundsanierungen statt“, sagte Ute Ölke. „Dach, Fenster, Innenarbeiten. Hier wird fast alles saniert“, so die Mitarbeiterin in der Gemeinde. In Putlitz wurde eine derartige Maßnahme schon im Jahr 2015 durchgeführt, daher laufen zurzeit lediglich Ausbesserungsarbeiten im Außenbereich, hieß es weiter.

Auch in Triglitz laufen aufwändige Arbeiten zur Restaurierung der Kirche, einer der ältesten in der ganzen Prignitz

Auch in Triglitz laufen aufwändige Arbeiten zur Restaurierung der Kirche, einer der ältesten in der ganzen Prignitz.

Quelle: Bernd Atzenroth

Ein großes Augenmerk bilden die historischen Besonderheiten einiger Kirchenstandorte. In Triglitz steht eine der ältesten Kirchen in der Prignitz und in Mansfeld wurde der deutsche Dichter Gottfried Benn geboren. Die Kirche in Triglitz ist ein gotischer Feldsteinbau. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Ab 1966 fanden hier letzte Instandsetzungsarbeiten statt.

Freistehender, hölzerner Glockenstuhl

In Mansfeld hingegen ist die Kirche ein flachgedeckter, frühbarocker Fachwerkbau aus dem Jahre 1704. Vorhanden sind eine verbretterte Westwand und ein freistehender, hölzerner Glockenstuhl, wobei die Hölzer des Dachwerks zum Teil noch aus dem späten Mittelalter von einem Vorgängerbau stammen könnten. Diese Besonderheiten und das hohe Alter der Bauten waren unter anderem der Grund für eine Förderung mit so genannten Leader-Mitteln zur Entwicklung ländlicher Regionen. Dieses Förderprogramm soll es den Menschen vor Ort ermöglichen regionale Prozesse mitzugestalten und die Region gemeinsam weiterzuentwickeln. Zudem wird das Vorhaben mit eigenem Geld und mit Spenden finanziert. Wie in Putlitz sollen auch in Mansfeld und Triglitz die ­Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein. Zu beachten sei auch das Engagement vor Ort, sagt Ute Ölke. Es finden regelmäßig nicht nur Gottesdienste, sondern auch Veranstaltungen in den genannten Kirchen statt.

In der Prignitz gibt es noch viele weitere Gotteshäuser, die zum Teil stark sanierungsbedürftig sind. „Der Kirchenkreis schaut sich jede Kirche vor einer Sanierung an und entscheidet vor Ort, ob Maßnahmen richtig und sinnvoll wären“, so die Mitarbeiterin in der Gemeinde. In Mansfeld und Triglitz war das der Fall. „Für alle Kirchen reicht das Geld leider nicht“, weiß Ute Ölke. So muss für solche Maßnahmen immer stark selektiert werden.

Von Marcus J. Pfeiffer

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