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Meister im Matsch

Kammermark Meister im Matsch

Geschick und Präzision waren gefragt beim 4x4-Trial in Kammermark (Prignitz). Fahrer wie Udo Herbert mit seinem Eigenbau waren die Publikumslieblinge des Parcours.

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Udo Herbert mit seinem Eigenbau-Protototypen

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Wie ein Schaufelbagger wühlen sich die Räder immer tiefer ins Erdreich. Für laienhafte Beobachter sieht es einen Moment lang so aus, als habe sich der schwere Geländewagen von Jens Spiess und Mandy Zentner festgefahren. Doch einige Sekunden heftigen Schaukelns später ist der Wagen frei und prescht mit ungestümer Kraft aus der Senke hinaus und den Hügel empor. Solche rasanten Szenen sind eher die Ausnahme beim 4x4-Trial in Kammermark.

Beim Trial geht es nicht um Tempo, sondern um Geschicklichkeit. Die Herausforderung, einen schwierigen Parcours in hügeligem Gelände zu absolvieren, übt eine erhebliche Anziehungskraft auf die Aktiven aus. Die Veranstaltung am Wochenende in Kammermark ist allerdings längst nicht so gut besucht, wie die Organisatoren vom MC Pritz­walker 4x4 Club 1989 es erhofft hatten. Ganze fünf Starter wagen sich beim Trial auf den Kurs über das hügelige Gelände. Sollten Marcus Busche, Nicole Arndt, Gabriele Prehn, Gerd-Ulrich und die anderen Mitglieder des Vereins davon enttäuscht sein, so lassen sie es sich nicht anmerken. „Ist zwar schade, aber nicht zu ändern“, sagt Marcus Busche. „An diesem Wochenende sind viele andere Veranstaltungen, und auch die Jugendweihe hält manche davon ab zu kommen.“

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Nicht um Geschwindigkeit, sondern um fahrerisches Geschick ging es beim 4x4-Trial in Kammermark bei Pritzwalk. Die Teilnehmer des Wettbewerbs mussten einen schwierigen Parcours überwinden, möglicht ohne Fahrfehler.

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Dennoch wird jedem Teilnehmer ermöglicht, das zu absolvieren, was er gern möchte. Zur vormittäglichen Orientierungsfahrt durch verschiedene Dörfer der Umgebung brechen beispielsweise nur zwei Fahrer auf. „Wir brauchen den Trial nicht, um als Verein überleben zu können“, sagt Marcus Busche. „Aber wenn wir unsere Anlagen und das Vereinsheim erhalten und erneuern wollen, sind die Einnahmen schon wichtig.“

Diejenigen, die es auf das Vereinsgelände geschafft haben, sind jedoch begeistert. „Jens und Mandy, Jens und Mandy“ feuern mehrere Kinder die beiden Starter aus Warin in Mecklenburg-Vorpommern an. Beim Trial kommt es darauf an, die Sektionen möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Eine Sektion ist eine Gruppe von fünf Toren, die jeweils aus zwei Pfosten bestehen, auf denen je eine Schraubenmutter liegt. Die Fahrer müssen so vorsichtig durch die Tore fahren, dass die Pfosten möglichst unberührt und die Muttern daher oben bleiben. Das klingt leichter, als es ist. Einige Tore stehen sehr eng in fast rechtem Winkel zueinander, andere müssen nach extremen Steigungen oder steilem Gefälle bewältigt werden. Manche Hügel haben eine Neigung von mehr als 75 Grad und sind eigentlich nur mit Anlauf und Vollgas zu schaffen. Aussteigen dürfen Fahrer und Beifahrer nur vor Beginn einer Sektion, Rückwärtsfahren kostet weniger Strafpunkte als Muttern herunter werfen, eine umgefahrene Stange schlägt richtig ins Kontor. Zum späten Nachmittag hin kommen mehr Schaulustige – die Schlammlochdurchfahrt lockt.

Am Ende gewinnen den Tagtrial Robert Hinze aus Pritzwalk und Paul Mußfeldt aus Silmersdorf mit kurzem Radstand. Bei den Fahrzeugen mit normalem Radstand setzen sich „Blechi“ Eisenhut aus Lenzke vor Jens Spiess durch. Die Kategorie Prototypen dominiert Udo Herbert aus Warin mit seinem Unimog-Ford-Eigenbau.

Von Andreas König

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