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Prignitz Menschen mit Handicap können abtauchen
Lokales Prignitz Menschen mit Handicap können abtauchen
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00:20 21.09.2017
Maik Körner und Dennis Wendt (2. und 3.vl.l.) sind die ersten Lebenshilfemitarbeiter, die am Tauchprojekt teilnehmen. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

„Dieses Gefühl, als Rollstuhlfahrer gemeinsam mit anderen im Wasser zu schweben, das ist schon unvergleichlich.“ Henning Ohlert, Sprecher des Departements Sport- und Gesundheitswissenschaft an der Universität Potsdam, hat Erfahrung in der sportlichen Arbeit mit gehandicapten Menschen. Künftig werden er und seine Kollegen öfter in der Alten Ölmühle in Wittenberge zu tun haben. Dort beginnt ab der kommenden Woche ein neue Projekt „Tauchen für Menschen mit Handicap“. Partner sind die Firma Genesis als Betreiber des Tauch- und Kletterturms, die Lebenshilfe Prignitz sowie die Universität Potsdam, die das Ganze wissenschaftlich begleiten wird.

Mitarbeiter sollen besser am Leben teilhaben können

„Es geht uns darum, die Teilhabemöglichkeiten unserer Mitarbeiter zu verbessern“, sagte Lebenshilfe-Geschäftsführer Tom Buchholz. Urlaubsfahrten an den Kyritzer Untersee gehören für die Mitarbeiter der Lebenshilfe mittlerweile zum Standard, aber auch Urlaubsreisen ins Ausland sind für viele der Lebenshilfe-Mitarbeiter möglich. „Wenn sie dann hier Erfahrungen sammeln können, ist es auch möglich, an Tauchkursen, beispielsweise im Roten Meer, teilzunehmen“, erklärt der Geschäftsführer. Lebenshilfe und die Firma Genesis arbeiten seit längerem zusammen.

Sport hilft Menschen mit Behinderung

„Der Sport hat für Menschen mit Handicap eine besondere Bedeutung“, sagt Henning Ohlert. Er hat bereits Tauchfahrten mit behinderten Menschen unternommen, beispielsweise mit Rollstuhlfahrern nach Ägypten. „Das ist für diese Menschen ein unbeschreibliches Gefühl, wenn sie praktisch schwerelos dahin schweben können“, berichtet der promovierte Sportwissenschaftler. Aber solche Projekte waren bislang nur einmalig möglich, so dass sich der nachhaltige Nutzen dann doch in Grenzen hielt.“

Auftakt ist in der Prignitzer Badewelt

Die Zusammenarbeit mit der Firma Genesis und der Lebenshilfe ist zunächst auf ein halbes Jahr angelegt. Lebenshilfe-Taucher der ersten Stunde sind Maik Körner und Dennis Wendt. „Beide sind gute Schwimmer“, versichert Betreuerin Manuela Milz. Der Auftakt wird übrigens noch nicht im zehn Meter tiefen Tauchturm auf dem Ölmühlgelände sein, sondern in der Prignitzer Badewelt, im 1,74 Meter tiefen Wasser. Für die Sicherheit sorgen Tauchlehrer Michael Schmidt, der weit über 20 000 Tauchgänge absolviert hat, und Sport- und Taucherarzt Christian Berndt.

Gedanken um Finanzierung folgen nach Pilotphase

„Für uns ist dieses Projekt ein Auftakt, um zu zeigen, dass auch Menschen mit Behinderungen bei uns Freizeitangebote nutzen können“, sagte Genesis-Geschäftsführer Lutz Lange. Nach der Pilotphase müsse man sich Gedanken über die Finanzierung machen.

Von Andreas König

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