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Prignitz Meyenburg: Jeder Imker kriegt einen Stich
Lokales Prignitz Meyenburg: Jeder Imker kriegt einen Stich
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17:48 29.02.2016
Die Teilenehmer des Imkerkurses in der Ade-Bar in Griffenhagen sahen sich interessiert eine Brutwabe an, die Marion Noack zeigte. Quelle: Andreas König
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Meyenburg

Die Bildergalerie wirkt auf den ersten Blick, als hätten Opfer einer Schlägerei gequält in die Kamera geblickt. In Wahrheit sind es Imker, die von ihren Bienen gestochen wurden, so dass die Augenlider anschwollen. Aber selbst solche derben Bilder konnten die elf Teilnehmer des Imkerseminars im Meyenburger Ortsteil Griffenhagen nicht davon abhalten, mehr von ihrem künftigen Hobby zu erfahren.

Als kompetente Vermittlerin von Grundwissen sowie Tipps und Tricks erwies sich Marion Noack aus Gerdshagen. Die zweite Vorsitzende des Imkervereins Meyenburg begrüßte Teilnehmer aus Prignitz sowie Ostprignitz-Ruppin. Selbst aus Berlin waren einige angereist. Doch das erstaunt nur auf den ersten Blick. Hat sich doch die Imkerei in der Hauptstadt zu einer Art Trendhobby entwickelt. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, denn „das wichtigste, was die Bienen für uns tun, ist die Bestäubungsleistung“, informierte Marion Noack. Dass der Lohn der bienenfleißigen Insekten für ihre Halter aus flüssigem Gold, also Honig, besteht, ist für viele Hobbyimker ein angenehmer Nebeneffekt.

„Wenn man einmal selbst geernteten Honig gegessen hat, schmeckt man den Unterschied zu den Produkten aus dem Discounter“, sagte Marion Noack. Ihr eigener Honig ist in einem örtlichen Supermarkt zu finden, was der Regionalität des Angebots zugute kommt. Doch auch andere Möglichkeiten der Vermarktung stehen den künftigen Imkern offen. „Die Nachfrage ist in jedem Fall da“, versicherte die Referentin. Das lasse sich an dem Verhältnis zwischen Angebot und Verbrauch ablesen. „Die in Deutschland erzeugte Honigmenge beträgt 15 000 Tonnen, der Verbrauch liegt bei 90 000 Tonnen im Jahr“, erfuhren die Teilnehmer.

Doch bevor es ans Honigernten geht, sollten die Interessenten prüfen, ob die Imkerei wirklich etwas für sie ist. „Unser Verein bietet Imkerpatenschaften für ein Jahr an“, berichtete Marion Noack. „In dieser Zeit brauchen Sie noch nichts weiter zu kaufen als Schutzbekleidung.“ Erst wenn die Hobbyimker in spe merken, dass sie mit der Arbeit des Imkers klarkommen, dass sie daran Freude haben, das wohl organisierte Leben im Bienenstaat zu erkunden, dann stelle sich die Frage nach der Grundausrüstung und dem ersten eigenen Volk. „Aber die allermeisten, die einmal damit angefangen haben, kommen von der Imkerei nicht mehr los“, sagte Marion Noack.

Allerdings ist die Imkerei bisweilen anstrengende körperliche Arbeit. Das Kontrollieren der „Beute“ wie der künstliche aus Holz bestehende Bienenstock heißt, verlangt einiges an Körperkraft ab. Auch der süße Honig ist bei der Ernte zunächst eine süße Last, denn die Honigkammern müssen getragen werden. Und schließlich trägt der Imker Verantwortung für die Gesundheit seiner Völker. Die Varroa-Milbe ist ein gefürchteter Feind, dem sich beikommen lässt. Gegen die amerikanische Faulbrut hilft oft nur das Verbrennen des befallenen Volkes und aller von ihm benutzten Gegenstände.

Von Andreas König

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