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Prignitz Meyenburg: Kölbel wird ins Amt eingeführt
Lokales Prignitz Meyenburg: Kölbel wird ins Amt eingeführt
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00:18 08.04.2016
Johannes Kölbel wird am Sonntag ins Amt eingeführt. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Johannes Kölbel, Pfarrer für den Sprengel Meyenburg-Freyenstein, wird am kommenden Sonntag, 10. April, feierlich ins Amt eingeführt. Den Gottesdienst, der um 14 Uhr in der evangelischen Kirche in Meyenburg beginnt, leitet der amtierenden Superintendent Daniel Feldmann. Er ist für alle offen – nicht nur für Kirchengemeindemitglieder, betont der Pfarrer.

„Von der Kirchenleitung der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg bin ich nach einer Ausschreibung, der Krankheits-und Vakanzvertretung seit dem Herbst 2014 als Kandidat den Gemeinden präsentiert worden“, blickt Kölbel zurück. Ihm sei es dann sehr wichtig gewesen, dass nicht nur eventuelle Einwände in den Gemeindekirchenräten geltend gemacht werden können, sondern dass es zu einer tatsächlichen Wahl in den Gemeindekirchenräten kommt. „Mit einer Enthaltung und keiner Nein-Stimme bin ich dann mit großer Mehrheit gewählt worden“, so Kölbel.

Alle sollen sich wohlfühlen

Zu einer Amtseinführung gehören sogenannte Assistenten. Die wählt der Einzuführende selbst: Einer ist demnach Kölbels langjähriger Freund, Pfarrer Stephan Philipp aus Berlin, der andere Pfarrer Christian Gogoll aus Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow). Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet von Kölbels ehemaligem Bläserchor Oberkrämer unter der Leitung der Kantororganistin Sylvia Ohse sowie von Susanne Schaak aus Ketzin an der Orgel und Nico Lohmann, der den Pfarrer im Saxofonspielen unterrichtet. „Mir liegt sehr daran, dass alle sich wohlfühlen.“

Kölbel versteht die Amtseinführung sowohl als Amtsbeginn im Pfarrsprengel Meyenburg als auch als offiziellen Beginn als Beauftragter für Flucht, Migration und Integration im Evangelischen Kirchenkreis Prignitz, nunmehr zusammen mit dem Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. „Entsprechend gilt die Einladung den christlichen Gemeinden im Pfarrsprengel als auch den Geflüchteten in Meyenburg.“ Aber auch alle bei der Integration Engagierten, wie beispielsweise die Mitglieder in der Willkommensinitiative aus Meyenburg und anderen Orten des Kirchenkreises sowie Kommunalpolitikerinnen sind willkommen.

Über Konfessionsgrenzen hinaus

Auf Kölbels Wunsch hin wird der christliche Gottesdienst einen inklusiven Charakter haben. Deshalb sollen wichtige Texte – wenn alles klappt – auch mehrsprachig gelesen werden: in Englisch, Arabisch und Dari. Das „Agapemahl“ am Ende des Gottesdienstes ist kein sakramentales Abendmahl nur für getaufte Christen, sondern soll ein einander verbindendes Mahl mit Brot und Weintrauben über Religions-und Konfessionsgrenzen – auch für Muslime – sein. „Ich glaube, dass wir einen christlich-muslimischen Dialog mit den Geflüchteten nur führen können, wenn wir unseren eigenen Glauben, den Glauben der Anderen sowie uns Verbindendes kennen und einander besuchen“, so der Meyenburger Pfarrer. Nach dem Gottesdienst gibt es in der Kirche für alle Kaffee, Tee und Kuchen sowie Gespräche und Musik.

Von Beate Vogel

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