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Prignitz Meyenburg erhält zwei Schenkungen
Lokales Prignitz Meyenburg erhält zwei Schenkungen
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00:27 13.12.2015
Pelze wie diesen schenkte von Krepl jetzt der Stadt. Quelle: Gerd-Rüdiger Zettel
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Meyenburg, Restaurierung in den nächsten zwei Jahren

Zwei Schenkungen stimmten die Stadtverordneten von Meyenburg in ihrer letzten Sitzung dieses Jahres zu: Zum einen ging es um etliche Stücke aus der Sammlung Josefine Edle von Krepls, die diese der Stadt überlassen möchte. Zum anderen sollen zwei Gemälde im Schlossmuseum, die bisher Leihgaben waren, in den Besitz der Stadt übergehen.

Josefine von Krepl hatte bekanntlich Ende Februar einen Teil ihrer privaten Sammlung an die Stadt Meyenburg verkauft. Mit den vielen Kleidern, Hüten, Schuhen und Accessoires soll es möglich sein, die Ausstellung im Modemuseum weiter zu betreiben. Ende Mai wurden der Kommune mit einem Schenkungsvertrag weitere Gegenstände übergeben. Mitte März hatte sich der Trägerverein Modemuseum Schloss Meyenburg gegründet, der den Museumsbetrieb dann im Sommer übernahm.

Die beiden Porträts in der Mitte sollen bald restauriert werden. Quelle: Beate Vogel

Der Schenkungsvertrag enthält unter anderem eine detaillierte Liste der Gegenstände, die in den Besitz der Stadt übergegangen sind. „Es handelt sich um insgesamt 108 Positionen, vom Kurzmantel über diverse Capes bis hin zum Nerzmantel“, erläuterte Meyenburgs Bürgermeister Falko Krassowski. Dazu gehören zum Beispiel Kleidungsstücke aus einer längst vergangenen Zeit, als die Damen noch echte Pelze trugen. Die Modelle waren im Vorfeld nicht nur aufgelistet, sondern auch bewertet worden. Die Stadt leiht die Stücke nun dem Trägerverein, der damit den Betrieb des Museums weiterführen soll. „Im März 2016 soll es dann eine Modenschau unter der Leitung von Frau von Krepl geben, in der ein Gesamteindruck von den nun übernommenen historischen Stücken vermittelt wird“, informierte der Bürgermeister in der Beratung. Die Stadtverordneten stimmten dem Schenkungsvertrag einstimmig zu.

Ebenso fiel das Ergebnis bei der Abstimmung über den zweiten Schenkungsvertrag aus: Georg von Rohr Wahlen Jürgaß überlässt damit der Stadt Meyenburg zwei Gemälde, die seine Vorfahren zeigen. Die Bilder hängen seit geraumer Zeit als Leihgabe im Schlossmuseum, das der Freundeskreis Schloss Meyenburg betreibt. Dieser hat sie in der „Rohr’schen Stube“ platziert, der in Auszügen die Geschichte der Familie von Rohr behandelt, die einst die Herren auf Schloss Meyenburg waren. Es handelt sich um zwei Porträts von der Größe 69 mal 59 Zentimeter: Eines zeigt Franz-Karl von Wahlen Jürgaß, das andere Christiane von Wahlen Jürgaß.

Voraussetzung für die Schenkung der beiden Gemälde ist, dass diese innerhalb der nächsten zwei Jahre restauriert werden. Dazu hatte die Stadt bereits Kostenvoranschläge eingeholt, erklärte Bürgermeister Krassowski in der Stadtverordnetenversammlung, weil ein Bürger nachgefragt hatte. Demnach liegen die geschätzten Kosten je nach Voranschlag bei 2000 bis 5000 Euro. Zweite Bedingung ist, dass die Bilder, sollte es kein Museum mehr im Schloss geben, an das Schlossmuseum in Wolfshagen übergeben werden sollen. Die Kosten für den notariellen Schenkungsvertrag teilen sich die beiden Parteien, so dass für jeden 200 Euro anfallen. Der Freundeskreis betrachtet die Bilder als wichtige Ausstellungsstücke im Schlossmuseum.

Die Ausstellung in der Rohr’schen Stube, in der die Bilder hängen, besteht zu großen Teilen aus Leihgaben oder Schenkungen aus dem Nachlass der Familie von Rohr: das silberne Familienbesteck, Urkunden, Ahnentafeln, Gemälde und vieles mehr.

Von Beate Vogel

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