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Prignitz Meyenburg gewann Pokal der Bürgermeister
Lokales Prignitz Meyenburg gewann Pokal der Bürgermeister
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00:23 30.08.2018
Heiße Wettkämpfe: Insbesondere auf dem Wasser ging am Sonntag beim Brandenburg-Tag einiges ab. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Erstmal sacken lassen – das ist jetzt in Wittenberge bei den glücklichen Organisatoren des Brandenburg-Tags angesagt. Denn nach Wochen permanenter Anspannung und langen Monaten der intensiven Vorbereitung können sie jetzt durchatmen und den Erfolg genießen, mit dem sie in dieser Dimension niemals gerechnet haben. Fast 80 000 Besucher wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen – das ist in etwa so, als wäre jeder einzelne Bewohner des Landkreises da gewesen.

Heiße Wettkämpfe, ungewöhnliche Wasserfahrzeuge und viele, viele Besucher: Der Brandenburg-Tag war in Wittenberge nah am Wasser gebaut. Hier noch ein paar Eindrücke, insbesondere vom Sonntagnachmittag am Nedwighafen.

Am Sonntagnachmittag war es nach dem fast schon triumphalen Prignitz-Umzug noch einmal auf dem Wasser hoch hergegangen. Denn beim Pokal der Bürgermeister und Landräte aus der Prignitz, aber auch aus dem ganzen Land, wagten sich die Amtsinhaber in einen Wettbewerb, allerdings alle unterstützt von einem Kanusportler vom Kanu Club Potsdam, der als Trainer schon viele Weltklasse-Kanuten hervorgebracht hat.

Es wurde ein richtig heißes Rennen am Nedwighafen, und am Ende lagen auch hier Teilnehmer aus der Prignitz ganz vorne: Meyenburg machte am Ende das Rennen. Aber auch die anderen heißen Anwärter aus der Region dürften nicht traurig gewesen sein.

Heimatgefühl auf Wänden aus Wasserfontänen

Der ganze Brandenburg-Tag stand ja im Zeichen des Umstands, dass Wittenberge nah am Wasser gebaut ist. Und so sahen die vielen tausend Besucher an beiden Tagen eine unglaubliche Vielfalt an Wasserfahrzeugen, die zwischen Ölmühle und Nedwighafen entlang schipperten.

Ganz besonders beeindruckend natürlich das Riesenkanu, mit dem sich die Wittenberger ins Guinness-Buch der Rekorde fahren wollten. Aber es gab auch anderes: Sehr beliebt ein Amphibienfahrzeug, aber auch der schwimmfähige Trabi. Und ohnehin die beeindruckende Armada an ganz unterschiedliche Formen der Boote, die gemeinsam auf dem Wasser unterwegs war.

Insgesamt lässt sich aber sagen: Der Sieger war die Prignitz, nicht nur beim Pokal der Bürgermeister. Beim „Elbauen-Zauber“ wurde Prignitzer Heimatgefühl auf Wände aus Wasserfontänen projiziert, was die Wittenberger richtig begeisterte. „Dass ich das noch erleben darf“, war ein typischer Kommentar an diesem Samstagabend am Nedwighafen.

„Ein riesengroßer Erfolg für die Region“

Zurück zum Sonntag: Parallel zum Geschehen am Nedwighafen sorgten die Shantychöre auf der Elblandbühne für einen weiteren Höhepunkt, dem der Abschluss des Landesfestes folgte.

Noch am Montag stand Landrat Torsten Uhe noch ganz unter dem Eindruck der beiden Tage: „Der Brandenburg-Tag war ein riesengroßer Erfolg für die Region“, betonte er, und auch das Landeskabinett hat sich hier sehr wohl gefühlt.“ Das bestätigen auch die Mitglieder der Landesregierung, mit denen man ins Gespräch gekommen ist.

Albrecht Gerber etwa, der Wirtschaftsminister: „Wittenberge hat sich das Landesfest verdient. Die ganze Region hat wirklich hart an sich gearbeitet.“ Natürlich mit Unterstützung der Landesregierung: Gerber nannte Industrieansiedlungen wie Austrotherm und MV Pipe in Wittenberge, die Stabilisierung des Bahnwerks, aber auch die Rettung des Pritz­walker Zahnradwerks. „Das, was man jetzt sieht, ist der Lohn für all die Kraftanstrengungen“, findet Gerber.

Von Bernd Atzenroth

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