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Prignitz Meyenburg will Zahlen sehen
Lokales Prignitz Meyenburg will Zahlen sehen
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02:15 11.07.2015
Offen und luftig: So könnte das Wohnviertel in Meyenburg gestaltet werden. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Im Herbst 2015 hoffen die Initiatoren des Wohnprojektes „Generationengerechtes Quartier Meyenburg“ auf stichhaltige Informationen darüber, ob sich das geplante Wohnviertel rechnen würde. „Die Machbarkeitsstudie zum Quartier ist auf den Weg gebracht“, so Hartmut Watschke, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, der sich zusammen mit dem anderen Träger, der Stephanus Wohnen und Pflege, für das Projekt starkmacht. „2016 sollte der ’Pflock’ hineingeschlagen werden, 2017 wäre dann vielleicht sogar Baubeginn“, meinte Watschke.

Zusammen mit der BTU Cottbus hatten das Amt Meyenburg und die beiden sozialen Dienstleister in Workshops eine Projektbeschreibung erarbeitet, die in einem sehr konkreten Konzept gipfelte. Dieses beschreibt ein Wohnviertel, in dem sich junge und alte Menschen wohlfühlen können. Geplant ist es auf einer Brachfläche direkt gegenüber dem Meyenburger Amtsgebäude. Dort könnten moderne, verschieden große Wohneinheiten errichtet werden, die von Single-Wohnungen über Mehrraumwohnungen bis zu größeren Wohngemeinschaften reichen.

Sozialministerin ist Schirmherrin

Die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze, die im März dieses Jahres die Schirmherrschaft für das Projekt „Generationengerechtes Quartier Meyenburg“ übernahm, bezeichnet es dabei als besonders wichtig, „dass unterschiedliche Formen des Wohnens im Alter angeboten werden“. Sie hatte angeregt, den ambulanten Charakter stärker herauszuarbeiten. Eine finanzielle Unterstützung des Projektes ist indessen noch völlig offen.

Das Ziel ist, dass ältere Bürger von der Selbstständigkeit bis hin zur Intensivpflege in dem selben Quartier wohnen bleiben können. Mit dem benachbarten Clubhaus der Vereine ist auch an Freizeitangebote gedacht.

Die Machbarkeitsstudie, die die finanziellen Aspekte zum einen der Investition und zum anderen des späteren Betriebes beleuchten soll, wurde nun ausgeschrieben. „Wir haben verschiedene Beratungsfirmen angeschrieben und um ein Angebot gebeten“, erklärte Uta Nebert, Bauamtsleiterin im federführenden Amt Meyenburg. Mit diesen wollen sich die Beteiligten dann befassen. Bislang sei kein Geld geflossen, aber auch die Studie müsse bezahlt werden. „Wie, das wissen wir noch nicht“, räumte Nebert ein. Allerdings war es ja auch gelungen, den konzeptionellen Entwurf der BTU Cottbus über ein kooperatives Verfahren mit der Universität auf professionelle Füße zu stellen. „Was uns jetzt fehlt, ist eine Aussage dazu, wie das geplante Projekt später auch finanziell funktionieren kann, erläuterte die Bauamtsleiterin, „eine betriebswirtschaftlich-rechtlich-organisatorische Betrachtung.“ Wie sind die Verantwortlichkeiten, wo sind Fördermittel nötig, wie lässt sich die Betriebsführung organisieren und wer kommt für die Investition auf? „Es wird sicher Teile des Projektes geben, die sich allein rechnen, aber eben auch solche, die vielleicht einen Fördermittelbedarf haben“, meinte Nebert.

Dem jetzigen Schritt war nicht nur die Projektarbeit vorangegangen. Das Amt und die beiden sozialen Träger hatten sich mit dem brandenburgischen Ministerium für Bildung und Soziales verständigt, woraufhin zunächst Sozialminister Günter Baaske und später auch seine Nachfolgerin Diana Golze die Schirmherrschaft übernommen hatten. Nebert: „Das Ministerium hat uns seine Unterstützung fest zugesagt. Aber wie die aussieht, ist offen.“

Wenn hoffentlich im Herbst Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen, ist auch klar, welches die nächsten Schritte sein können. „Es kann auch sein, dass sich das Projekt in Luft auflöst“, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Dietrich Döring. Dann müsse sich zumindest das DRK Gedanken über einen neuen Standort in Meyenburg machen – und über die Organisation der Tagespflege.

Von Beate Vogel

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