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Meyenburg Sadenbecker Stausee bleibt erhalten
Lokales Prignitz Meyenburg Sadenbecker Stausee bleibt erhalten
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00:20 04.08.2018
Vor der Tagung im Meyenburger Amtshaus übergaben Bürger aus der Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf dem CDU-Landtagsabgeordneten eine Liste mit 535 Unterschriften für den Erhalt des Sadenbecker Speichers. Quelle: Bernd Atzenroth
Meyenburg/Sadenbeck

Zumindest für die nächsten fünf Jahre bleibt am Sadenbecker Stausee alles, wie es ist. Das sagten die Staatssekretärinnen Daniela Trochowski und Carolin Schilde als Ergebnis eines Arbeitsgesprächs zur Zukunft des Gewässers zu. Für diesen Zeitraum gewährleiste das Land die Instandhaltung, erklärte Schilde. Zudem einigte sich die Runde darauf, dass man anstrebt die Staumauer umzubauen, und zwar so, dass sie nicht mehr als Talsperre gilt. Ziel ist es, dabei die Wasserfläche möglichst in der jetzigen Größe zu erhalten. Auch die ökologische Durchlässigkeit solle erhalten werden. Zur Vorbereitung der entsprchenden Maßnahmen soll nun eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

Daniela Trochowski machte aber auch folgendes klar: „Für uns als Land ist es wichtig, dass wir nach dem Umbau des Staudamms das Gewässer an einen anderen Eigentümer übergeben.“ Wer das sein wird steht zwar noch nicht fest. Nur soviel gab Trochowski preis: „Es wird ein öffentlich-rechtlicher Träger sein – hier aus der Region.“ Der Linken-Landtagsabgeordnete Thomas Domres ergänzte: „Eine Privatisierung ist nicht vorgesehen.“

Bundes- und Landtagsabgeordnete verschiedener Parteien, Staatssekretärinnen und Vertreter von Kreis und Kommunen saßen alle im Versammlungsraum des Amtes Meyenburg an einem Tisch, um eine Lösung zu finden. Wie bereits berichtet, gab es von Seiten des Landes Diskussionen darüber, den See rückzubauen. Das hatte in der Region zu Protesten geführt. Seitdem wird darüber gesprochen, welchen Ausweg es aus der Situation geben könnte.

Bevor es in der Meyenburger Amtsverwaltung richtig zur Sache gehen sollte, machten Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf vor dem Amtshaus mobil. „Der Stausee muss bleiben“, bekundeten die Bürger aus den fünf Dörfern der Gemeinde auf einem Transparent und übergaben zudem dem CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann eine Liste mit 535 Unterschriften von Bürgern aus der ganzen Region, die sich ebenfalls für den Erhalt des Wasserspeichers einsetzen. Redmann nahm die Listen mit in die Sitzung. „Der See betrifft uns alle“, sagte eine Bürgerin, „wie kann man bei so einer Dürreperiode den Stöpsel für den See ziehen?“ Redmann versprach, sich für eine „vernünftige Lösung, mit der alle leben können“, einzusetzen.

Wird aktualisiert.

Von Bernd Atzenroth

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