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Meyenburg Sechstklässler bedanken sich bei der Stadt
Lokales Prignitz Meyenburg Sechstklässler bedanken sich bei der Stadt
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15:51 27.06.2018
Johanna Sudrow (l.) freut sich über den Vormittag mit Niclas Flan, Joleen Krogmann und Leandro Görs. Sie spielen zusammen mit einer Freundin Uno. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Wo die Sechstklässler sind?, will jemand wissen. „Die beziehen die Betten“, sagt Doreen Trost, Leiterin der Evangelischen Kita „Luisenhaus“ in Meyenburg. Jacqueline Arndt, Leon Voß und Fabian Franz ziehen in dem kleinen Raum, in dem die Betten für die Kitakinder aufbewahrt werden, frische blaue Bezüge über die Zudecken.

Die drei Grundschüler nehmen mit den anderen Kindern aus ihrem Jahrgang an der Dankeschön-Aktion der Geschwister-Scholl-Grundschule in Meyenburg teil. Überall in der Stadt helfen sie oder sind für andere Menschen da. Jacqueline, Fabian und Leon haben sich für die Kita „Luisenhaus“ entschieden. Andere sind in der städtischen Kita „Eichhörnchen“, arbeiten im Schlosspark in den Grünanlagen, verbringen Zeit mit den Seniorinnen im DRK-Bürgerhaus oder malern in der Schule.

Die zweite Aktion dieser Art

„Mein Traumberuf wäre Kindergärtnerin“, erklärt Jacqueline. „Der Morgenkreis war sehr interessant“, berichtet Leon. Er fand es cool, dass einige der Vorschulkinder Fragen über die Schule gestellt haben und sie diese beantworten konnten. Fabian: „Ich finde es gut, dass wir kurz vor der 7. Klasse noch in der Stadt helfen können.“

Seit dem vergangenen Jahr veranstaltet die Schule die Dankeschön-Aktion. Sie wollen den Meyenburgern etwas zurückgeben für die sechs vergangenen Schuljahre. Im nächsten Schuljahr werden sie an weiterführenden Einrichtungen unterrichtet. Es ist ein Abschied.

Im Kellergeschoss der Schule im Raum vor den Schultoiletten wird gemalt. Nele Neumann, Natalie Schiewe und Lena Kohls verschönern mit anderen Mädchen die Wände mit fröhlichen Motiven. Fische und Boote sind da zu sehen. „Das machen wir, weil die kleineren Schüler immer Angst hatten, auf die Toilette zu gehen“, erklärt Nele. Der Vorraum sei dunkel gewesen und von den Wänden hätten gruslige Figuren geblickt, erklärt Natalie.

Die Kleinen hatten immer Angst

Nachdem Hausmeister Roger Kuschinski die Wände geweißt hatte, wurde eine helle Lampe angebracht, auf der Glitzersteine funkeln. „Ich hoffe, die Kinder haben jetzt keine Angst vor den Fischen“, meint Lena. Nele freut sich, dass sie gemeinsam helfen können. Schon finden sich ein paar Neugierige aus den unteren Klassen, die gleich ganz oft vorbeigehen und staunen.

Im DRK-Bürgerhaus wird Karten gespielt oder gebastelt. „Ich habe mir das ausgesucht, weil ich gerne Karten spiele“, sagt Niclas Flau. Uno ist angesagt. Leandro Görs hat sich für den Besuch bei den Seniorinnen entschieden, weil er gut mit Menschen umgehen kann, sagt er. Joleen Krogmann, die aufpasst, dass keiner schummelt, findet es interessant, auch mal mit älteren Menschen Kontakt zu haben.

Umgekehrt geht das auch Johanna Sudrow so: „Wir freuen uns, mit den Kindern zu spielen, das ist eine tolle Abwechslung.“ Jetzt fällt die „4+“-Karte. Der nächste muss ziehen. Alle kichern. Der Dankeschön-Tag ist für alle ein Gewinn.

Von Beate Vogel

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