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Meyenburg Schloss Meyenburg ein teures Erbe für die Stadt
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16:59 14.03.2019
Der Weg zum Schloss Meyenburg bleibt ein schwieriges Pflaster für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator. Quelle: Stephanie Fedders
Meyenburg

Es ist ein schönes Erbe, das die Stadt Meyenburg mit dem Schloss und seinem Park übernommen hat. Der Anblick des historischen Gemäuers kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch ein kostspieliges Erbe ist, welches jedes Jahr aufs Neue unterhalten werden will.

Am Schloss regiert der Rotstift

Was getan werden kann, deckt sich dabei nicht immer mit dem, was getan werden müsste. Den Spielraum gibt der Haushalt der Stadt vor. Und da die Gelder in diesem Jahr knapp sind, musste die Verwaltung zum Rotstift greifen und die Maßnahmen zusammenstreichen.

Zukunftsmusik: Die Sanierung der Terrakotten am Mittelgiebel des Schlosses. Quelle: Stephanie Fedders

Bauamtsleiterin Uta Nebert erläuterte dem Meyenburger Bauausschuss, dass 2019 nur die Mauerkrone am Turm saniert werden kann. Das Zusammenspiel aus neuer Bausubstanz und einem Rest der alten Wehranlage, bekannt als Hungerturm, beherbergt heute das Schlossmuseum. Dort, wo die Feldsteine enden, muss neu verfugt werden. Dafür stehen im Haushalt 6000 Euro zur Verfügung.

Sanierung der Terrakotten muss warten

Ins nächste Jahr verschoben wird die Sanierung des Mittelgiebels über dem Haupteingang. Restauratorische Arbeiten an den Terrakotten sind notwendig, dafür müsste dieser Gebäudeteil eingerüstet werden. „Das ist dann echte Handarbeit“, sagt Uta Nebert und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass der geringe Etat für die bauliche Unterhaltung hier nicht weiter geholfen hätte. Für das Jahr 2021 plant die Stadt für diese Position 20 000 Euro im Haushalt ein.

Erneut verschoben wurde auch die barrierefreie Gestaltung eines Weges vom Parkplatz zum Schloss. „Das ist wirklich wünschenswert, muss aber erst mal wegfallen“, bedauert Uta Nebert.

Erstmalig aufgegriffen wurde die Idee 2017. 2018 sollten dann die Arbeiten beginnen und neben dem Kopfsteinpflaster ein zirka 1,20 Meter breiter Weg mit einer wassergebundenen Decke angelegt werden. Doch schon vergangenes Jahr fand das Projekt keine Berücksichtigung. Jetzt wird es frühestens 2020 etwas.

Schloss bei Hochzeiten beliebt

Auch der Schlosspark verlangt Pflege. Und das betrifft nicht nur Wege, Blumen und Bäume, sondern auch die Bänke und Brücken. Für Letztere stehen dieses Jahr 5000 Euro zur Verfügung, um sie in Schuss zu halten. Alle paar Jahre muss auch ihre Statik überprüft werden. 2021 ist das wieder der Fall. 6500 Euro sind in der Planung vorgesehen.

Im kommenden Jahr sollen dann auch Wege im Park saniert werden. Dafür hofft die Verwaltung auf finanzielle Unterstützung durch Fördermittel.

Einen geringen Teil der Kosten fürs Schloss können durch Mieteinnahmen gedeckt werden. Der Festsaal steht dafür zur Verfügung und wird für Veranstaltungen oder Trauungen gebucht. Die historischen Räumlichkeiten erfreuen sich bei Hochzeitspaaren zunehmender Beliebtheit.

Von Stephanie Fedders

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