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Meyenburg Funker-Grüppchen sendet immer am 1. April aus international klingenden Orten in Deutschland
Lokales Prignitz Meyenburg Funker-Grüppchen sendet immer am 1. April aus international klingenden Orten in Deutschland
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01:15 04.04.2019
Rainer Lotsch von der Funker-Ortsgruppe aus Königs Wusterhausen funkte am 1. April aus Brügge in der Prignitz. Quelle: Bernd Atzenroth
Brügge

Immer zum 1. April bereisen die Funkamateure des Ortsverbandes Königs Wusterhausen im Deutschen Amateurradioclub (DARC) die ganze Welt. Oder besser: Sie bereisen Orte, die nach großer weiter Welt klingen, aber mitten in Deutschland liegen. Zum Beispiel Brügge in der Prignitz, wo es die Gruppe in diesem Jahr hin verschlug.

Auf der Wiese am Ortsausgang, wo sich die Wege Richtung Rohlsdorf und Richtung Rapshagen trennen, hatten die Funker bei bestem Wetter ihr Lager aufgeschlagen und ihre Antennen und Gerätschaften aufgebaut, in der Erwartung, dass sie im belgische Brügge verortet werden.

Ein „tolles Signal“ aus Neuseeland

Doch die Funkerszene kennt die Aktion der Ortsgruppe mit der Kennung DL0KWH schon. Sie hat sogar eine Fangemeinde, die sich natürlich bei der Gruppe aus Königs Wusterhausen meldete.

Früher konnte es schon sein, dass sich andere Funker über die tolle Verbindung nach „Neuseeland“ wunderten, wie Ortsgruppenchef Dieter Olm erzählte: „Da hat jemand aus Nordrhein-Westfalen gefunkt: ’Mann, das ist aber ein tolles Signal’.“

Martin Wienskowski aus Königs Wusterhausen funkte am 1. April morgens aus Königsberg (Gemeinde Heiligengrabe). Quelle: Bernd Atzenroth

Auf jeden Fall ist die Fahrt am 1. April eine gute Gelegenheit, um wirklich herumzukommen, ob nun nach Neu Boston, Kamerun, Philadelphia, Linz oder Troja – alles Orte, die sich in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt befinden.

Auch das Prignitzer Waterloo war schon dabei, Afrika ohnehin. Eine der interessantesten Erkenntnisse war, dass es im Spreewald auch einen Suezkanal gibt.

Eigene QSL-Karten zum 1. April

Einen Abstecher ins Prignitzer Königsberg zum Beispiel machte am Montag Vormittag dem Funker Martin Wienskowski, um es auch von dort zu versuchen.

Wichtig ist für alle Funker dabei, möglichst viele QSL-Karten zu sammeln. Rainer Lotsch präsentiert gleich eine ganze Reihe von ihnen stolz. „Die Karten werden als Ergebnis einer Funkverbindung ausgetauscht“, erklärt er. Es sind Karten in Postkartengröße, die die Daten der getätigten Funkverbindung schriftlich bestätigen. Sie werden an die beteiligten Funkamateure per Post verschickt. Für die Aktion am 1. April gibt es extra gedruckte Sonder-QSL-Karten.

Von der Prignitz hatte die Gruppe einen tollen Eindruck. Dieter Olm zeigte sich angetan von der Bereitschaft der Meyenburger Amtsverwaltung und der Halenbeck-Rohlsdorfer Bürgermeisterin Astrid Eckert, die Sache vor Ort möglich zu machen. Wegen der weiten Anreise waren die Königs Wusterhausener im nahen Hotel Falkenhagen untergekommen – auch dafür fand Rainer Lotsch nichts als Lob.

Von Bernd Atzenroth

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