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Meyenburg Geschunkelt und getanzt
Lokales Prignitz Meyenburg Geschunkelt und getanzt
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00:37 19.05.2018
„Tulpen aus Amsterdam“ – dem Entertainer Egbert Schröder gelingt es beim Maitanz in Meyenburg, sein Publikum mitzunehmen. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Alleinunterhalter Egbert Schröder aus Wittstock hat sein betagtes Publikum schon nach 40 Minuten im Griff. Zum alten Schlager „Tulpen aus Amsterdam“ schwenken sie zu Blüten gefaltete Papierservietten – immer im Wechsel gelb und rot. Dazwischen wird geschunkelt. Egbert Schröder singt alles selbst. Die Tische sind voll besetzt beim allerersten Maitanz im Bürgerhaus der des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Meyenburg.

Fleißige Helferinnen verteilen unter den fast 50 Gästen derweil Kaffee und Kuchen, etwas später auch Erdbeerbowle. Das erste Glas ist frei. Die Frauen schwitzen. Nur wenige Männer haben sich unter die Damen gemischt. In fast allen Gesichtern steht ein Lächeln.

Entertainer Schröder nimmt die Gäste mit

Als der Entertainer Egbert Schröder Verse von Heinz Erhardt vorträgt – „Die Made“ –, brandet lautes Lachen durch den kleinen Saal. Die Besucher machen fleißig jeden Spaß mit. Schröder reißt Witze, rutscht aber nie ins Respektlose ab. So manche Freudenträne kullert aus dem Augenwinkel. Zur Regionalhymne „Prignitzland“ stehen die Leute in den Tischreihen abwechselnd auf und setzen sich wieder hin. Bei „Adelheid“ haken sich viele ein und schunkeln fleißig mit.

Zwar heißt der lange Nachmittag mit Musik und Kaffeetafel, Gags und Abendessen „Maitanz“, doch richtig getanzt wird wenig. Den einen oder die andere plagen Altersbeschwerden: „Wir können nicht mehr tanzen“, sagt Ursula Giese augenzwinkernd. „Macht nichts, dann schunkeln wir eben.“ Sie hat sich mit ihren Freundinnen eingefunden und hat sichtlich Spaß in der Truppe.

Die Frauen unterhalten sich blendend

Die Damen nutzen die Angebote im DRK-Bürgerhaus schon lange. „Wir gehören zum Inventar“, erklärt Marie, die ihren Nachnamen nicht verraten will. Ursula Giese war vor vielen Jahren schon beim Roten Kreuz– zur Blutspende. Jetzt genießt sie die Seniorenangebote. „Die machen hier immer tolle Veranstaltungen“, findet auch Marie. Auch an diesem Nachmittag unterhalten sich die Frauen blendend.

Veronika Herbst gehört zu den Betreuerinnen, die sich zusammen an einen Tisch gesetzt haben. Alle singen fleißig die Schlager mit, die der Alleinunterhalter Schröder am Mikrofon vorgibt. Die Betreuerin findet es toll, wenn die Senioren bei solchen Veranstaltungen unter Menschen kommen: „Ist doch schön, wenn man solche Fröhlichkeit unter die Leute bringen kann.“

Auch Gäste aus Pritzwalk waren da

Im dritten Anlauf hat es erst mit dem Tanznachmittag geklappt, erzählt Marko Fischer. Er ist Leiter des Ambulanten DRK-Pflegedienstes „Am Schlosspark“ in Meyenburg, zu dem das Bürgerhaus gehört. In seiner Eröffnungsansprache, die er in Verse verpackt hatte, dankte Fischer nicht nur dem Personal für seinen Einsatz an diesem Nachmittag, sondern auch dem Vermieter Siegfried Kenzler, der mit einer finanziellen Unterstützung den Entertainer finanzierte.

Dass Egbert Schröder ein Garant für gute Stimmung ist, weiß Bürgerhausleiter Fischer: „Er war schon mehrmals bei uns und kann sich hervorragend seinem Publikum anpassen.“ Die ehrenamtlichen Helferinnen hatte Fischer auch eingeladen – als Dankeschön für ihre Unterstützung bei den täglichen Angeboten der Einrichtung. Zudem waren 15 Gäste vom Seniorenklub des DRK in Pritzwalk angereist.

Von Beate Vogel

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