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Meyenburg Kirsten Tackmann geht auf Sommertour
Lokales Prignitz Meyenburg Kirsten Tackmann geht auf Sommertour
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17:09 31.07.2018
Kirsten Tackmann (r.), hier mit der Prignitzer Linken-Kreisgeschäftsführerin Sabine Ott, geht wieder auf Sommertour. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Perleberg

„Die Situation der Landwirtschaft berührt mich schon“, sagt Kirsten Tackmann. Die Linken-Bundestagsabgeordnete ist seit vielen Jahren als Fachfrau für im Landwirtschaftsausschuss des Bundestags mit dem Wohl und Wehe der Agrarwirtschaft vertraut. „Die Landwirtschaft hat jetzt mindestens die zweite Extremwetterlage nacheinander“,sagt sie und erinnert damit an die regelrechte Wasserflut des Vorjahres, der nun die extreme Trockenheit dieses Sommers folgte. Für Kirsten Tackmann ist es daher keine Frage: „Es muss jetzt sofort geholfen werden“, forderte sie dezidiert und versteht nicht, dass das Landwirtschaftsministerium immer noch prüfen will. Erst am Dienstag hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner moch einmal diese Haltung bekräftigt.

Kirsten Tackmann stellte am Dienstag im Perleberger Hotel Deutscher Kaiser das Programm für ihre diesjährige Sommertour vor, die die Belange des ländlichen Raums zu Thema hat. Dazu gehört natürlich die Lage der Bauern. Für die Parlamentarierin ist klar, dass es auf Bundesebene ein unverzügliches Sofort-Nothilfeprogramm geben muss. Außerdem sollte ihrer Auffassung nach in dieser Notlage die BVVG auf Pachtzahlungen verzichten. Gleichzeitig ist es ihr wichtig, über eine langfristige Strategie nachzudenken, nicht nur, weil die extremen Wetterlagen wohl noch zunehmen werden. Sie stellt die frage: „Wo wollen wir mit der Landwirtschaft hin?“ Für Tackmann ist es wichtig, dass die Aufgabe der Versorgung gemeinwohlorientiert wahrgenommen wird. Das gelte auch für erneuerbare Energien.

Man müsse aber auch darüber reden, welche Ursachen es habe, dass viele Landwirte schnell in eine Notsituation geraten. „Die Betriebe müssen auf Sicht fahren“, weiß sie. Den Grund dafür sieht sie unter anderem darin, dass der Lebensmittelhandel auf Kosten der Lebensmittelerzeuger Gewinne mache. Zudem möchte Tackmann Schutz vor landwirtschaftsfremden Investoren. „Wenn die Ortsansässigkeit der Landwirte nicht mehr gegeben ist, dann ist auch ihre Versorgungsfunktion nicht mehr gegeben.“

Das Motto ländlicher Raum hat aber noch andere Aspekte. Wichtig ist Kirsten Tackmann, dass Menschen wieder mehr miteinander als übereinander reden. So versteht sie sie ihre Sommertour auch als Plädoyer für eine vernünftige Gesprächskultur. „Ich rede auch mit jedem, der Sorgen hat“, sagt sie. Zum Beispiel besucht sie am Donnerstag, 16. August, die Schäferei Stockfisch in Porep. „Wir müssen über Schäferei reden“, sagt sie, und das einmal nicht nur im Zusammenhang mit Wolfsrissen. Dies sei nur ein „zusätzliches Problem“, das aber auch die ohnehin prekäre Lage der Schäfer deutlich mache.

Bereits am Mittwoch ist Kirsten Tackmann bei einer Beratung über die Zukunft des Flachlandspeichers Sadenbeck dabei. Am Dienstag, 14. August, besucht sie den Assistenzhundeverein in Sargleben und die Akademie für Suffizienz in Reckenthin. Sie wolle Potenziale der Region aufzeigen, erklärte sie dazu. Weitere Besuchsziele sind die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Pritzwalker Hainholz und die Lebenshilfe Wittenberge, beide am 15. August. Auch der Perleberger Tierpark und die Baumimkerei Zernikow gehören zu ihren Besuchszielen.

Von Bernd Atzenroth

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