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Meyenburg „Carmina Burana“ eint Kreismusikschulen
Lokales Prignitz Meyenburg „Carmina Burana“ eint Kreismusikschulen
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17:15 26.06.2018
Die Organisatoren und Unterstützer des gemeinsamen Konzertes „Carmina Burana" der Kreismusikschulen Prignitz und Ludwigslust-Parchim(v. l.): Falko Krassowski, Stephan Zunke, Volker Schubert, Axel Gliesche, Christoph Neumann und Alexander Giersch. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Ein Konzert wie dieses haben bisher weder die beiden Kreismusikschulen, noch die Stadt Meyenburg gesehen: Insgesamt 140 Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger aus der Prignitz und dem Landkreis Parchim-Ludwigslust werden am 1. September auf der Festbühne im Schlosspark „Carmina Burana“ aufführen.

„Wir haben zwei Aufführungen geplant“, erklärt Axel Gliesche von der Kreismusikschule Prignitz in Perleberg, der vor eineinhalb Jahren die Idee für das grenzübergreifende Gemeinschaftsprojekt hatte. Neben dem Open-Air-Konzert auf der Festbühne im Schlosspark Meyenburg ist demnach am 8. September eine Aufführung in der Stadthalle in Parchim vorgesehen. Beide Konzerte beginnen um 18 Uhr.

Sinfonieorchester und Chor

„Carmina Burana“ von Carl Orff ist eines der meistgespielten Stücke des 20. Jahrhunderts. Aufgeführt wird es instrumental vom Sinfonieorchester der Kreismusikschule Prignitz. Verstärkung erhält das Ensemble von einem Pianisten aus Parchim sowie einem großen Teil der Blechbläser. Volker Schubert, der das Projekt für die Kreismusikschule Parchim begleitet, spielt Cello, hinzu kommen einige Streicher.

Für die Leitung konnten die Organisatoren Steffen Tast gewinnen. Er dirigierte etliche angesehene Orchester und ist der musikalische Leiter von „Dorf macht Oper“ in Klein Leppin. „Es ist ein großer Gewinn, denn er wird den Chor und die Musiker als Dirigent auf eine professionelle Ebene holen“, glaubt Volker Schubert.

Schon lange viele Verbindungen

Der Bad Wilsnacker Chor Wilsnack Cantabile unter Leitung von Birgit Bockler begleitet die Instrumentalisten. Einige der Sängerinnen sind Lehrerinnen an allgemein bildenden Schulen und haben unter Leitung von Birgit Bockler den Kinderchor zusammengestellt.

„Wir haben schon lange sehr viele Verbindungen“, sagt Volker Schubert. So unterrichten Lehrkräfte beider Kreismusikschulen grenzübergreifend. Seit 2010 werden die „Musikalischen Grenzgänge“ angeboten, die im Skulpturenpark in Pampin entwickelt wurden. „Es entstand die Idee, im Niemandsland hinter den Ruhner Bergen gemeinsam zu musizieren“, erinnert der Cello-Lehrer.

Unterstützer in beiden Ländern

Axel Gliesche konnte seinen Schulleiter Alexander Giersch in der Prignitz und Volker Schubert seinen Chef Bernd Jagutzki gewinnen. Mit dem aktuellen Projekt „Carmina Burana“ bekommt die Zusammenarbeit eine ganz neue Dimension. Jede Musikschule bringt ein, was sie kann. „Ich habe einen Kollegen gefragt, einen professionellen Fagott-Spieler, ob er mitmachen würde“, erzählt Volker Schubert. Der habe gleich gesagt: „Für ’Carmina Burana’ sage ich alles ab.“

Zur finanziellen und praktischen Unterstützung gewannen die Organisatoren die Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz. „Wir waren uns schnell einig, dass wir das fördern, weil es Menschen zusammen bringt“, so Stephan Zunke von Vorstand der Stiftung. Auch die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz ist im Boot. „Das Projekt hat uns gleich begeistert“, sagt Ronny Löwe von der Regionalbank. Im Mecklenburgischen sind die VR-Bank Schwerin und Sparkasse Mecklenburg-Schwerin dabei. Hilfe kam auch vom Amt und der Stadt Meyenburg.

Auch Park- und Schlossführungen

Allein die Proben für ein solches Ensemble sind ein enormer organisatorischer und auch finanzieller Aufwand, sagen die beiden Projektbetreuer. Axel Gliesche: „Es sind für alle nur eine Handvoll Proben, die übers Jahr verteilt sind.“ Die nächste sei am Wochenende in Perleberg. Dann kommen das große Orchester und der Chor in Perleberg zusammen.

Rund um das Konzert in Meyenburg sind laut Axel Gliesche Schloss- und Parkführungen vorgesehen. Für die Schlossführungen gibt es ein Kombiticket für das Modemuseum und das Schlossmuseum. Die Parkführungen sollen um 15.30 und um 16.30 Uhr beginnen. Im Park gibt es Kaffee und Kuchen sowie einen Imbiss. Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos.

Von Beate Vogel

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