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Meyenburg Vorentwürfe für Möbelwerk-Erweiterung diskutiert
Lokales Prignitz Meyenburg Vorentwürfe für Möbelwerk-Erweiterung diskutiert
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00:20 17.06.2018
Meyenburger Möbel ist einer der größten Arbeitgeber der Region und immer auf der Suche nach Nachwuchs –mit dem Infomobil. Quelle: Meyenburger Möbel
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Meyenburg

Das Berliner Planungsbüro Spok hat in der letzten Stadtverordnetenversammlung Meyenburgs vor der Sommerpause einen ersten Vorentwurf für die umfangreichen Planungen zur Erweiterung des Möbelwerks vorgestellt. So gibt es eine Karte und auch textliche Festsetzungen zum Bebauungsplan (B-Plan) für die „Erweiterung des Industriegebietes Möbelwerke an der Freyensteiner Straße“ und die Änderung des Teilflächennutzungsplanes (FNP) der Stadt.

„Die Arbeit an den beiden Planverfahren erfolgt gleichzeitig“, informierte Stadtplanerin Bettina Krause die Stadtverordneten. So könne wertvolle Zeit gespart werden. Sie schätzt ganz grob, dass die Verfahren noch ein knappes Jahr in Anspruch nehmen. „Ziel ist die frühzeitige Planreife im Frühjahr 2019.“ Wenn die Planverfahren abgeschlossen sind, kann gebaut werden.

Stadtverordnete votierten einstimmig dafür

Bis dahin wollen die Planerinnen – Landschaftsplanerin Gotje Skujin bearbeitet mit Bettina Krause zusammen das Projekt – die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und Bürgerbeteiligung abgeschlossen haben. Dann soll der Entwurf für beide Pläne vorliegen. Den dafür nötigen Aufstellungsbeschluss fassten die Meyenburger Stadtverordneten gestern einstimmig.

Bekanntlich will der Geschäftsführer der Firma Meyenburger Möbel, Dietmar Gornig, Platz für nötige Erweiterungen am Produktionsstandort schaffen. 579 000 Quadratmeter Fläche sollen neu gestaltet werden. Das Gebiet erstreckt sich vom Kiebitzberg zum Kirschweg und schließt direkt an die bereits vorhandenen Hallen an.

Alternativen in Sachen Naturschutz diskutiert

„Das Industriegebiet in Teil-FNP wird damit um einiges größer“, erklärte Bettina Krause anhand der Karte. Um die dann versiegelten Flächen auszugleichen, haben die Planerinnen mit der Unteren Naturschutzbehörde einige Alternativen diskutiert. „Pro Quadratmeter versiegelter Fläche müssen zwei Quadratmeter für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorhanden sein“, so die Planerin.

Die nun im Vorentwurf vorgelegte Variante sei ein Kompromiss: 80 Prozent der Fläche innerhalb des Plangebietes sollen Industriefläche sein. Das ist laut Planerin Krause die Obergrenze gemäß der Baunutzungsverordnung. Die Obergrenze für Bauten im Plangebiet soll bei 15 Metern liegen, der Abstand zu Grünflächen bei acht Metern.

Ein breiter Grünstreifen als Ausgleich

Ein Teil der Versiegelung kann innerhalb des Plangebietes ausgeglichen werden: Bis auf die Seite, die an die Freyensteiner Straße angrenzt, umschließt das Industriegebiet ein 25 bis 75 Meter breiter Grünstreifen.

„In Richtung Schmolde sollen eher Wiesen bleiben, damit wir dort Solle anlegen können“, erklärt Landschaftsplanerin Gotje Skujin. Ein solches Soll – ein kleines Gewässer mit Biotop-Charakter – liegt auch mitten in der Industriefläche. Es muss verlegt werden. „Dafür gibt es eine Ausnahmegenehmigung“, sagt die Planerin.

Gotje Skujin arbeitet an der Artenkartierung für das Plangebiet. Dazu soll es ein Gutachten geben. Es soll versucht werden, die Ausgleichsmaßnahmen vor Ort vorzunehmen. „Das wird nicht allein auf den Grünstreifen gelingen.“

Private Flächen stehen zur Verfügung

Ein Vorteil: Möbelwerke-Chef Gornig hat teilweise angrenzend private Flächen angeboten, die für diese Vorhaben zur Verfügung stehen sollen. „Eine Fläche zum Beispiel liegt am jetzigen Lkw-Parkplatz in Richtung Nordwesten zwischen dem Kiebitzberger Weg und den Bahnschienen“, sagte der Geschäftsführer.

Meyenburger Möbel will den Standort aufstocken, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Allein zwei 30 000 Quadratmeter große Hallen sind zunächst geplant, außerdem moderne Logistikabläufe. Mittlerweile verlassen täglich fast 200 Laster mit Fertigteilmöbeln den Betrieb.

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