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Meyenburg Möbelbauer wollen mehr Platz
Lokales Prignitz Meyenburg Möbelbauer wollen mehr Platz
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00:34 20.05.2018
Luftbild der Meyenburger Möbelwerke vom November 2017: Direkt hinter den Hallen soll bald gebaut werden. Quelle: Meyenburger Möbel
Meyenburg

Erste Vorentwürfe und Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises zur geplanten Erweiterung der Firma Meyenburger Möbel stehen: Darüber informierte auf Nachfrage die Bauamtsleiterin Uta Nebert. Der städtische Bau- und Wirtschaftsausschuss hatte sich diese Woche über den aktuellen Planungsstand informieren lassen.

Dietmar Gornig, Geschäftsführer der Meyenburger Möbel, hatte Ende des vergangenen Jahres die Pläne vorgestellt. Der Möbelbauer möchte am Standort in der Freyensteiner Straße 579 000 Quadratmeter Fläche neu gestalten (die MAZ berichtete). Die kompletten Planungskosten trägt das Unternehmen.

Zwei große Hallen sollen entstehen

Das Plangebiet zwischen Kiebitzberg und Kirschweg schließt sich direkt hinter den bestehenden Hallen an. Ein Teil der Fläche ist als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen, ein Teil als Gebäude- und Freifläche. Knapp 1300 Quadratmeter sind Wald.

Allein auf zwei mal 30 000 Quadratmetern Grundfläche sollen direkt neben den Hallen eine weitere Produktionshalle und ein neues Fertigwarenlager entstehen. Meyenburger Möbel reagiert mit der Erweiterung auf die gestiegene Nachfrage nach Fertigteilmöbeln.

Möbel-Riese im Norden

Aktuell produzieren die Firmen Meyenburger Möbel und Märkisch Prignitzer Möbel im Norden Meyenburgs auf 73 000 Quadratmetern Fertigteilmöbel vor allem für den schwedischen Möbelriesen Ikea.

Die rund 440 fest angestellten Beschäftigten und weitere etwa 60 Zeitarbeiter arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb an den hoch technisierten Anlagen. Teile der Produktion laufen voll automatisch, zum Beispiel die Verpackung.

Zudem kann das höhere Transportvolumen mit der zusätzlichen Kapazität „just in time“ abgewickelt werden: Dabei kommen zeitgleich Rohmaterial an und Fertigwaren gehen heraus. Neue Stellflächen für Lkw sind auch geplant. Täglich gehen inzwischen knapp 200 Lkw-Ladungen auf die Straße.

Für die enorme Erweiterung der Betriebsflächen müssen der Teilflächennutzungsplan geändert und ein neuer Bebauungsplan Nr. 6 „Erweiterung des Industriegebietes Möbelwerke an der Freyensteiner Straße“ aufgestellt werden. Laut Nebert gibt es die ersten zwei Karten sowie erste textliche Festsetzungen.

Konstruktive Gespräche geführt

„Zur Vorabstimmung hatten wir einen Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde, weil es ja eine sehr große Fläche ist“, berichtete sie. Dabei sei besprochen worden, was sich die Behörde an ökologischen Maßnahmen vorstellen kann, die als Ausgleich für die Bebauung geleistet werden sollen. „Das Gespräch war sehr konstruktiv.“

Zur nächsten Stadtverordnetenversammlung sollen zwei Beschlussvorlagen vorbereitet werden: Die Abgeordneten sollen dann bereits die Aufstellungsbeschlüsse für die Änderung des Teilflächennutzungsplanes und den neuen Bebauungsplan fassen. „Mit den Vorentwürfen können wir dann in die frühzeitige Beteiligung gehen.“ Sind die Planentwürfe beschlossen, werden auch die Träger öffentlicher Belange sowie die Öffentlichkeit beteiligt.

Von Beate Vogel

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