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Meyenburg Neuer Glanz in der Persiuskirche
Lokales Prignitz Meyenburg Neuer Glanz in der Persiuskirche
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00:36 01.06.2018
Kaum wiederzuerkennen ist die Persiuskirche in Brügge kurz vor Ende der Sanierungsarbeiten. Die Empore ist komplett überarbeitet. Quelle: Beate Vogel
Brügge

Wer die Brügger Kirche vor zehn Jahren besucht hat, kann es kaum glauben: Aus einer zugewachsenen Fast-Ruine ist ein Schmuckstück geworden. Im Juni sollen nun die Sanierungsarbeiten an dem Gotteshaus abgeschlossen werden. An vielen Stellen wurde vieles so originalgetreu wie möglich wieder hergestellt, erzählt Georg Zander, der Vorsitzende des Fördervereins Persiuskirche Brügge.

Schon am kommenden Sonntag ist die nächste Kulturveranstaltung in der Persiuskirche angesetzt: Das Saxofonquartett der Kreismusikschule Prignitz will für sommerliche Klänge sorgen. Das Konzert der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ beginnt um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bis dahin muss die Kirche noch ein wenig herausgeputzt werden. „Am Samstag ist Großreinemachen“, sagt Zander. Die Brügger wollen sich um 9 Uhr treffen. Dazu gibt es laut Zander Informationen, wie der Altarraum künftig gestaltet werden soll.

Bemerkenswerte Verwandlung

Während dessen Erneuerung noch offen ist, wurde woanders schon enorm viel geschafft. Besonders bemerkenswert ist die Verwandlung der Kanzel. Einst schuf sie zusammen mit dem Taufstein der Bildhauer Friedrich Wilhelm Koch aus Potsdam aus dem damals noch recht neuen Portlandzement.

Noch vor zehn Jahren waren die Ornamente des steinernen Predigtstuhles abgestoßen, die figürlichen Darstellungen der Apostel in den Nischen teils nur noch in Resten vorhanden. Zwei fehlten ganz.

Die Figuren an der Kanzel zeigen die Apostel. Sie wurden inzwischen restauriert. Quelle: Beate Vogel

„Alle Figuren bis auf zwei stehen jetzt wieder an ihrem Platz“, sagt Zander. Jesus ist gut zu erkennen, auch Petrus mit dem Schlüssel. Nur der Farbanstrich fehlt noch. Die beiden letzten Figuren waren nicht mehr im Budget. „Der Förderverein will aber auch das Geld für die beiden noch aufbringen.“

Generalsuperintendentin will helfen

Unterstützung könnte von einer prominenten Kirchenvertreterin kommen. Generalsuperintendentin Heilgard Asmus hat laut Zander für den Gottesdienst am 2. September in Brügge zugesagt. „Dann ist der Tag des offenen Denkmals und wir wollen offiziell die Fertigstellung der Kirche feiern.“ Asmus habe vor einigen Jahren versprochen, wenn der Förderverein es schaffe, die Kirche zu sanieren, wolle sie etwas für die Figuren beisteuern. Das sei nun gelungen.

Ziel des jüngsten und letzten Bauabschnittes war auch, dass unter der Empore ein barrierefreies WC und eine kleine Teeküche eingerichtet werden. Der Farbanstrich in den gegenüberliegenden Kabinen ist auf die Farbgebung im Kirchenraum abgestimmt. „Wir haben nun fließend Wasser in der Kirche“, so Zander. So kann das Haus für kulturelle Veranstaltungen oder Hochzeiten besser genutzt werden.

Über die Gestaltung des Altarraumes soll noch diskutiert werden. Am Samstag wird geputzt. Quelle: Beate Vogel

Der Wasseranschluss sei für den Installateur gar kein so großes Problem gewesen. „Eher die Abwasserleitung“, so der Vereinsvorsitzende. Immerhin waren 1,50 Meter dicke Wände zu überwinden. Nur die Türen und die Kücheneinrichtung fehlen noch. Die komplette Holzverkleidung der Empore wurde aufgearbeitet, die Planken auf der Balustrade erneuert.

Besonders freut sich Zander über die neue Glockenanlage. Nicht nur die Aufhängung und der Glocke und die Holzkonstruktion ist erneuert worden. „Ich kann die Glocke jetzt per Knopfdruck läuten lassen“, erklärt er und zeigt das neue Steuerungselement für die Läutanlage unter der Empore.

Die Beleuchtung fehlt noch

Teil des abschließenden Projektes waren auch die Rekonstruktion von Filialendächern am Turm mit Schiefereindeckung und Bekrönung, Bleiverglasungen der Apsisfenster und die Restaurierung der Taufschale. Im Kirchenraum sollen in den nächsten Wochen die letzten Anstriche erfolgen, die Deckenbeleuchtung und die in der Apsis werden noch angebracht. „Wir wollen den originalen Kronleuchter auch noch anhängen“, sagt Zander. Der sei dann aber zur Zierde.

In nur zehn Jahren wurde die komplette Kirche saniert und repariert. Finanziert werden kann auch der letzte Bauabschnitt nur dank einer Förderung aus den ILE-Fond und dem Leader-Programm: Von den geplanten 160 000 Euro Gesamtkosten werden 75 Prozent übernommen. Der Rest kommt aus dem Kirchenkreis und vom Förderverein.

Von Beate Vogel

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