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Prignitz Emotionaler Neujahrsempfang im Schloss
Lokales Prignitz Emotionaler Neujahrsempfang im Schloss
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00:17 16.01.2018
Gänsehaut- und Heimatgefühl: Bei seinem Neujahrsempfang stieß Bürgermeister Falko Krassowski (Bild unten links) mit seinen Gästen auf Meyenburg und das Jahr 2018 an, Reinhard Hinze (Bild oben links) lieferte den Soundtrack dazu und das Publikum das anheimelnde Licht. Quelle: Bernd Atzenroth
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Meyenburg

17 bleiverglaste Stadtwappen sind in Meyenburg seinerzeit für besondere Gelegenheiten angefertigt worden. Und für besondere Menschen. Ein solcher ist sicher Fredi Rosenthal. Der engagierte Taubenzüchter hat Meyenburg zu einem Anziehungspunkt für alle gemacht, die sein Hobby teilen, was jüngst auf der Rassetaubenschau wieder zu sehen war. Und die Meyenburger Züchter sind mittlerweile Titelsammler auf allen Ebenen. „Fredi Rosenthal ist ein Aushängeschild für Meyenburg“, sagte Bürgermeister Falko Krassowski am Freitag auf seinem Neujahrsempfang, zu dem etwa 120 geladene Gäste gekommen waren, und lobte gleich noch Rosenthals Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit. Für seine Verdienste um seine Heimatstadt erhielt er nun von Krassowski ein solches bleiverglastes Stadtwappen, um dies selbst in der ihm eigenen Bescheidenheit so zu kommentieren: „Deswegen bin ich nicht hierher gekommen.“ Es ist übrigens das 14. Stadtwappen, das vergeben wurde.

Es war ein emotionaler Abend im Meyenburger Schloss. Bürgermeister Falko Krassowski hatte zum Neujahrsempfang 2018 eingeladen, und alles, was Rang und Namen hat und Stadt und Amt ließ sich diesen Abend nicht entgehen, der sehr im Zeichen der Heimatverbundenheit stammt. Hier ein paar Eindrücke.

Heimatverbundenheit war ein wichtiger Aspekt im offiziellen Teil des Empfangs im Schloss, sowohl in der Ansprache von Krassowski als auch im musikalischen Beitrag des Abends, den Reinhard Hinze mit Gitarrenspiel und Gesang beisteuerte. Mit Hannes Waders altem Klassiker „Heute hier, morgen dort“ begann der Empfang. Dem ließ Hinze noch „Bin nur ein Tramp“ und „5000 Meilen von zu Hause“ folgen, bevor Krassowski ans Rednerpult ging. Er wünschte allen Anwesenden „Gesundheit, Erfolg und das Gefühl, in Meyenburg ein Zuhause zu haben“. Krassowski sparte in seiner Jahresbilanz für 2017 auch die negativen Aspekte keineswegs aus, stellte ihnen aber auch die positiven Errungenschaften gegenüber.

Meyenburg sei heute geprägt von sehr schönen Plätzen und Gebäuden, aber auch vom Leerstand. Die Stadtentwicklung wird auch 2018 ein Schwerpunkt des Wirkens in der Stadt sein. Scharfe Kritik übte er insbesondere am Land, das in Sachen Quartierskonzept und Clubhaus von einmal gemachten Zusagen abgerückt sei. Auch den Radweg entlang der B 103 gebe es immer noch nicht. Positiv vermerkte er das weitere Engagement der Meyenburger Möbelwerke und der regionalen DRK-Vertreter.

Die größten Kostenfaktoren sind mit über einer Million Euro die Kreisumlage und mit über 600 000 Euro die Amtsumlage. Aufgewogen wird das zum Glück von Steuereinnahmen in Höhe von mehr zwei Millionen Euro.

Stand jetzt hat die Stadt Meyenburg nach Krassowskis 2124 Einwohner. 90 Menschen sind 2017 aus der Stadt weggezogen, dafür 79 hierhin gekommen. Es gab 17 Geburten und 16 Sterbefälle. Im Saldo ist die Bewohnerzahl damit leicht gesunken. Der Bürgermeister vermeldete für 2017 sechs Eheschließungen und 17 eingeschulte Kinder.

Einer Reihe von Menschen dankte Krassowski ausdrücklich für ihr Engagement für die Stadt, ob es nun die Aktiven in den 24 örtlichen Vereinen, die Familie Schnell als Betreiber des Pflegedienstes „Pusteblume“ oder aber Petra Hahn war, die das Netzwerk Kindeswohl vorantreibt und im vergangenen Jahr das Lichter- und Familienfest organisiert hat, nicht zu vergessen die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker, hier herausgehoben der Ortsbeirat von Schmolde, die Brandschützer sowie die Mitarbeiter im Amt. Beim Ausblick auf das neue Jahr kündigte er auch das große Festwochenende im Frühsommer an, das am 1. Juni mit dem Kindertagsfest beginnt, dann am 2. Juni mit dem Stadtfest weitergeht und am 3. Juni mit dem großen Abschlussfest der diesjährigen Tour de Prignitz endet. „Wir freuen uns auf die Unterstützung der Meyenburger bei der Gestaltung des Festes“, sagte Krassowski.

Schon bei der Ankunft waren alle Gäste von Krassowski und seiner Familie begrüßt worden und hatten als Präsent kleine Meyenburg-Taschenlampen bekommen. Die sollten am Schluss noch eine Rolle spielen, als Reinhard Hinze das Meyenburg-Lied sang und das ganze Publikum in den Refrain (Melodie von „Sometimes when we touch“ oder deutsch „Nur manchmal in der Nacht“) einstimmte, der da lautete: „Mein Meyenburg lieb ich sehr, sind die Zeiten auch schwer, weiß ich doch, ich gehör hierher, wo ich geboren bin und spielte schon als Kind in den Straßen, die mein Zuhause sind.“ Dabei erleuchteten die Gäste mit den Taschenlampen die Decke des Saals – nicht nur für Krassowski war das ein wahrer Moment für eine Gänsehaut.

Von Bernd Atzenroth

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