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Meyenburger Dreikönigsring wird neu aufgelegt

Perleberg Meyenburger Dreikönigsring wird neu aufgelegt

Die hochwertigen Duplikate des Meyenburger Dreikönigsrings des Goldschmiedemeisters Sebastian Zenner aus Leipzig erwiesen sich im vergangenen Jahr als beliebtes Prignitz-Souvenir. Jetzt werden sie neu aufgelegt. Hatte aber damals der Landkreis die Angelegenheit angestoßen, so wird nun der Vertrieb professionalisiert. Zenner übernimmt diese Aufgabe.

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Das Goldduplikat steht dem Original des Meyenburger Dreikönigsrings kaum nach.

Quelle: Bernd Atzenroth

Perleberg. Von diesem Ring ging ein besonderer Zauber aus: Der Dreikönigsring von Meyenburg entpuppte sich vor einem Jahr als gute Vorlage für ein hochwertiges Prignitz-Souvenir, das sofort die Menschen in seinen Bann zog. Nun wird er neu aufgelegt. Dabei wurde eine professionellere Herstellungs- und Vertriebsstruktur gewählt. Beides übernimmt nun Goldschmiedemeister Sebastian Zenner aus Leipzig. „Der Landkreis ist an mich herangetreten“, erklärte der Mann, der vor einem Jahr auch das erste hochwertige Duplikat des Adligen-Rings produziert hatte.

Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin in der Prignitzer Kreisverwaltung, liegt das Vorhaben spürbar am Herzen. Seine Bedeutung liegt darin, dass hier ein Weg gefunden wurde, eine archäologische Besonderheit der Region in einer aus ihrer Sicht angemessenen Form zu vermarkten. „Touristen möchten nicht nur etwas sehen, sondern möglichst auch etwas mitnehmen“, erklärte sie.

Drei Größen, drei Ausführungen, eine Geschichte

In diesem Fall ging es aber nicht um Massenware, sondern um den Anspruch, eine echte Replik des Rings zu verkaufen, der 2004 im Zuge der archäologischen Begleitung der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Meyenburger Schloss gefunden worden war. Es war nicht leicht, einen Goldschmied zu finden, der dazu in der Lage war, eine solch hochwertige Arbeit zu meistern. Zenner war es. Nun wird er die Duplikate in drei verschiedenen Größen sowie in Silber, Silber hartvergoldet und Gold anfertigt. Museen und Museumsshops werden sie im Angebot haben – dort kann man bereits die richtige Größe probieren.

Professor Franz Schopper, Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Prignitz auf verschiedenen Ebenen, etwa in Sachen Königsgrab von Seddin. Seine Institution erhält zehn Prozent des Gewinns, der beim Ringverkauf entsteht. Den Meyenburger Ring bezeichnete er als „herausragendes Zeugnis früher Adelskultur“. Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz in der Kreisverwaltung, ergänzte, dass nicht nur der Fundort, sondern auch die Geschichte Erinnerungswert habe. Der Ring hatte für seinen Träger auch eine Schutz-Amulett-Funktion. Zenner wird nun Ringe auf Vorrat produzieren. Sind diese vergriffen, sind spätestens 14 Tage später neue da.

Bei Interesse per Email an sebastianzenner@gmx.de wenden.

Von Bernd Atzenroth

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