Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Meyenburger Dreikönigsring wird neu aufgelegt
Lokales Prignitz Meyenburger Dreikönigsring wird neu aufgelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 09.11.2017
Das Goldduplikat steht dem Original des Meyenburger Dreikönigsrings kaum nach. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Von diesem Ring ging ein besonderer Zauber aus: Der Dreikönigsring von Meyenburg entpuppte sich vor einem Jahr als gute Vorlage für ein hochwertiges Prignitz-Souvenir, das sofort die Menschen in seinen Bann zog. Nun wird er neu aufgelegt. Dabei wurde eine professionellere Herstellungs- und Vertriebsstruktur gewählt. Beides übernimmt nun Goldschmiedemeister Sebastian Zenner aus Leipzig. „Der Landkreis ist an mich herangetreten“, erklärte der Mann, der vor einem Jahr auch das erste hochwertige Duplikat des Adligen-Rings produziert hatte.

Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin in der Prignitzer Kreisverwaltung, liegt das Vorhaben spürbar am Herzen. Seine Bedeutung liegt darin, dass hier ein Weg gefunden wurde, eine archäologische Besonderheit der Region in einer aus ihrer Sicht angemessenen Form zu vermarkten. „Touristen möchten nicht nur etwas sehen, sondern möglichst auch etwas mitnehmen“, erklärte sie.

Drei Größen, drei Ausführungen, eine Geschichte

In diesem Fall ging es aber nicht um Massenware, sondern um den Anspruch, eine echte Replik des Rings zu verkaufen, der 2004 im Zuge der archäologischen Begleitung der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Meyenburger Schloss gefunden worden war. Es war nicht leicht, einen Goldschmied zu finden, der dazu in der Lage war, eine solch hochwertige Arbeit zu meistern. Zenner war es. Nun wird er die Duplikate in drei verschiedenen Größen sowie in Silber, Silber hartvergoldet und Gold anfertigt. Museen und Museumsshops werden sie im Angebot haben – dort kann man bereits die richtige Größe probieren.

Professor Franz Schopper, Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Prignitz auf verschiedenen Ebenen, etwa in Sachen Königsgrab von Seddin. Seine Institution erhält zehn Prozent des Gewinns, der beim Ringverkauf entsteht. Den Meyenburger Ring bezeichnete er als „herausragendes Zeugnis früher Adelskultur“. Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz in der Kreisverwaltung, ergänzte, dass nicht nur der Fundort, sondern auch die Geschichte Erinnerungswert habe. Der Ring hatte für seinen Träger auch eine Schutz-Amulett-Funktion. Zenner wird nun Ringe auf Vorrat produzieren. Sind diese vergriffen, sind spätestens 14 Tage später neue da.

Bei Interesse per Email an sebastianzenner@gmx.de wenden.

Von Bernd Atzenroth

Auf 25 erfolgreiche Jahre blickt das Amt Bad Wilsnack/ Weisen zurück. In einer Feierstunde in Quitzöbel wurde an die Aufbruchstimmung Anfang der 1990er Jahre und die vielen prägenden Entscheidungen erinnert. Das Amt steht wirtschaftlich gut da. Bei 6100 Einwohner gibt es 1500 Arbeitsplätze und 580 Gewerbeanmeldungen.

09.11.2017

Die Meyenburger wollen im historischen Stadtkern bei Modernisierungen oder Neubauten auch weiter Einfluss auf die Fassadengestaltung haben. Die alte Gestaltungssatzung aus dem Jahr 1997 soll aber gelockert werden. Der Bauausschuss will später die Details diskutieren.

09.11.2017

Wartenzeiten in der Notaufnahme sind normal – aber dieser Fall aus Perleberg in der Prignitz ist sehr erschreckend. Patienten berichten, dass sie bis zu acht Stunden warten mussten. Die Klinik hat dafür eine Erklärung, die Aufschlüsse darüber gibt, wie die Ärzte in der Notaufnahme arbeiten und Patienten einschätzen.

12.11.2017