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Meyenburger „Netzwerk Kind“ startet

Auftaktkonferenz war ein Erfolg Meyenburger „Netzwerk Kind“ startet

Mit dem „Netzwerk“ Kind sollen Eltern und Familien die Möglichkeit haben, auf unkompliziertem Wege Hilfe zu suchen. Im Mittelpunkt steht das Wohl des Kindes. Über die Inhalte tauschten sich in einer Auftaktkonferenz am Mittwoch in Meyenburg rund 40 Pädagogen, Therapeuten, Behördenmitarbeiter und Verwaltungsmitarbeiter aus.

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Reger Austausch: Therapeutinnen, Erzieherinnen, Eltern und Pädagogen kamen am Mittwochabend in Meyenburg miteinander in Kontakt.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Das Wohl des Kindes bestimmt das Handeln der Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung „Netzwerk Kind – für unsere Kinder in Familie, Kita und Schule im Amt Meyenburg“. Dieser Ansatz zog sich am Mittwoch wie ein roter Faden durch die mehrstündige Konferenz, zu der sich Verwaltungen, Pädagogen, Geldgeber, Fachberater, Eltern, Physiotherapeuten und andere trafen. Rund 40 Gäste waren gekommen, die gemeinsam ein gut organisiertes Netz aufbauen wollen, das den Kindern über die Eltern helfen kann, sich besser zu fühlen. Moderiert haben das Treffen Claudia Buschner und Michael Frey vom Projektverbund Kobranet, der eben solche Projekte anstößt.

Mehr als eineinhalb Jahre lang bereiteten federführend die Meyenburger Schulleiterin Margit Strüfing und Sybille Gerike, Leiterin der Integrationskita „Eichhörnchen“ das Treffen vor. Der Grundansatz: Das Netzwerk Kind soll Eltern eine Anlaufstelle sein, die es ihnen leichter macht, Hilfe zu finden. „In Meyenburg benötigen wir mehr, als wir allein als Lehrer und Erzieher schaffen können, wir brauchen weiteren Input“, erklärte Margit Strüfing. Nach dem Motto Hand in Hand sollten sich die Beteiligten bei der Förderung der Kinder zusammentun, betonte Kitaleiterin Gerike: „Wenn es uns gelingt, das besser miteinander zu vernetzen, dann ist das ein Geschenk für die Kinder.“

Wie gut das funktionieren kann, zeigte das Beispiel des dreijährigen Malte, der seit November 2014 die Kita „Eichhörnchen“ besucht. Malte hat auf verschiedenen Ebenen Handicaps, die seine Eltern und die Einrichtung vor große Herausforderungen stellen. Claudia Werth und Olaf Zechlin, die Eltern des kleinen Jungen, haben aber schon früh Hilfe gesucht – und gefunden. Das schilderten die beiden in einem sehr mutigen und ergreifenden Vortrag. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, der Krankenkasse, Ärzten, dem Amt, dem Jugendamt des Kreises und vielen mehr ist es gelungen, dem Dreijährigen die bestmögliche Hilfe angedeihen zu lassen. Dank der guten Verzahnung bekommt Malte heute physiotherapeutische Behandlungen direkt in der Kita, wird dort von einer Heilpädagogin betreut, hat Heil- und Hilfsmittel für Zuhause und die Kita. Die Helfer tauschen sich auch untereinander aus und beraten darüber, welche Fortschritte das Kind macht und wie man diese gemeinsam fördern kann. „Man merkt, dass es ihm gut geht“, sagte Mutter Claudia Werth. Wie es weiter geht, werde sich zeigen.

Nach den Vorträgen hatten die Konferenzteilnehmer Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, bevor sie sich über die Zukunft des Projektes Netzwerk Kind austauschten. Schulleiterin Margit Strüfing zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Konferenz. „Es war ja ein Test, und er hat gezeigt, dass Interesse da ist.“ Sie und Kitaleiterin Gerike sähen das nun als Ansporn.

Im Ergebnis wollen nun Petra Hahn, Erzieherin der Kita, und Anja Koppermann als Elternvertreterin ihre Arbeit als ehrenamtliche Netzwerkkoordinatoren aufnehmen. Für beide soll nun je ein Briefkasten eingerichtet werden – einer in der Schule, einer in der Kita. Wenn Eltern nun Hilfe suchen, können sie über eine kleine Nachricht Kontakt aufnehmen. „Vielleicht ist es ja von Vorteil, dass ich nicht aus Meyenburg bin“, meinte Anja Koppermann. Über diesen Weg falle es Familien mitunter leichter, Hilfe zu suchen, als wenn sie sich an eine Behörde oder ein Amt wenden müssten.

Von Beate Vogel

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