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Prignitz Meyenburger RIG von Pro Bahn ausgezeichnet
Lokales Prignitz Meyenburger RIG von Pro Bahn ausgezeichnet
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00:18 19.03.2016
Tino Hahn und Frank Brechler vor dem Straßen-Schienen-Bagger. Quelle: Bihler
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Meyenburg

„Dass ein Eisenbahninfrastruktur-Unternehmen vom bundesdeutschen Fahrgastverband Pro Bahn eine Auszeichnung bekommt, ist wirklich eine Seltenheit“, sagt Tino Hahn, Geschäftsführer der Regio Infra Nord Ost, die in der Prignitz und im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sowie im benachbarten Mecklenburg Schieneninfrastruktur betreibt: „Insofern sind wir sehr stolz darauf.“ Für den RIG-Eisenbahnbetriebsleiter Frank Brechler ist das Votum der Bahngäste auch nachvollziehbar: „Als Infrastrukturbetreiber sind wir eben auch für den Zustand der Bahnhöfe und übrigen Anlagen zuständig, und da kommen schon auch mal die Prüfer und schauen sich alles genau an.“

Der Verband setzt sich für die Fahrgastrechte ein, nimmt aber auch den Service deutscher Bahnunternehmen unter die Lupe – und zwar im Detail: Sind die Sitze im Zug sauber, ist die Bahn pünktlich? Im Fall der RIG mit Hauptsitz in Meyenburg galt die Aufmerksamkeit allerdings der Tatsache, dass sich das private Unternehmen überhaupt um die Infrastruktur kümmert.

Da allerdings würde die RIG Nordost durchaus lieber in rosigere Zeiten blicken. Vor allem im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern stehen derzeit alle Bahnstrecken auf dem Prüfstand: Im Zuge von Sparmaßnahmen wird darüber nachgedacht, den Fahrgastverkehr auf der Strecke, die bis nach Güstrow reicht, auf 150 Kilometern Länge einzustellen. Die Strecke hat einen ab Güs­trow direkten Anschluss nach Berlin über Neustadt (Dosse), Pritz­walk und Meyenburg und weiter direkt an die Ostsee: „Nachvollziehbar ist das für uns nicht, eine Strecke finanziert sich nun mal in erster Linie aus dem Fahrgastverkehr“, sagt Tino Hahn, der sich mit der RIG nun darum kümmert, dass wenigstens noch eine Lösung für den Güterverkehr gefunden werden kann: „Dabei bilden wir gerade Kooperationen, mit denen wir diese Strecke als Umfahrung der Hauptstrecken nutzen können und haben erhebliche Verkehrsprognosen.“

Ab 2018 laufen wieder Ausschreibungen

Das Thema stand auch für den Brandenburger Abschnitt der Strecke: Land und Landkreise haben dafür gesorgt, dass die Verträge für die beiden Regionalbahnen Pritzwalk/Meyenburg und Pritz­walk/Neustadt (Dosse) bis 2017 fortbestehen können.

Abgesehen von den Fahrgastzügen werden auf den Strecken der Regioinfra pro Jahr rund 700 000 Tonnen Güter bewegt: Aus dem Gewerbegebiet Falkenhagen etwa Biodiesel und Schüttgüter, und seit kurzem fährt zwei mal pro Woche auch ein Ganzzug aus dem Gewerbegebiet Temnitzpark.

Zudem hat die RIG gerade eine Strecke für eine Kiesgrube in Alt­ruppin eröffnet: Alles Gütermengen, die schlussendlich auf der Strecke zwischen Neustadt und Güstrow landen.

Bereits 2018 laufen wieder die Ausschreibungen für den Personen-Nahverkehr auf der Strecke, ein Zeitpunkt, an dem es einmal mehr ums Geld geht – und die Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr werden knapper.

„Irgendwann haben wir einmal der deutschen Bahn geholfen, unwirtschaftliche Strecken weiterzuführen, die sie nicht einfach stilllegen konnte, weil dazu umfassende Verfahren nötig waren“, sagt Tino Hahn mit leichter Verbitterung: „Dass wir die Strecken aber nur halten können, wenn ihr Betrieb auch Sinn macht, muss auch klar sein. Schließlich zahlen wir die Instandhaltung auch nicht aus der Portokasse.“

Von Claudia Bihler

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