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Meyenburger Verein feiert 110-jähriges Bestehen

Imker wieder auf dem Vormarsch Meyenburger Verein feiert 110-jähriges Bestehen

Die Geschichte des Imkervereins Meyenburg 1905 ist eine Erfolgsgeschichte: Er hat es geschafft, innerhalb weniger Jahre die Zahl der Mitglieder zu verdoppeln und das Durchschnittsalter um gut zehn Jahre zu senken. Die Nachfrage nach Anfängerkursen für Jungimker ist enorm. Jetzt begeht der Verein sein 110-jähriges Bestehen.

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Bienen sind als Bestäuber wichtig für die Landwirtschaft.

Quelle: Foto: dpa

Meyenburg. Die Entwicklung, die der Imkerverein Meyenburg 1905 vollzogen hat, ist eine echte Erfolgsgeschichte. Er wandelte sich von einem völlig überalterten Verein mit schwindenden Mitgliederzahlen zu einem Verein mit Zukunft. Die Zahl der Imker hat sich verdoppelt. Denn dass die Imkerei nicht nur ein Hobby und die Biene keine reine Honigproduzentin ist, weiß inzwischen fast jedes Kind. „Mit unseren Bienen trägt die Prignitz Früchte“, heißt es auf der Homepage des Vereins. Jetzt feiern die Meyenburger das 110-jährige Bestehen ihres Vereins.

Termine und Neuigkeiten auch im Internet

Der Imkerverein Meyenburg arbeitet eng mit dem Landesverband Brandenburgischer Imker zusammen. Die Meyenburger finden sich mit vielen Informationen rund um die Imkerei unter www. imkerverein-meyenburg.de, der Landesverband auf www.imker-brandenburgs.de.

Für die Dampferfahrt zur Jubiläumsfeier am 22. August auf dem Plauer See sollten sich interessierte Vereinsmitglieder – mit ihren Partnern – bis zum 7. August beim Vereinsvorsitzenden Jürgen Walther,  033968/8 02 00 oder über JW-Meyenburg@t-online.de anmelden.

Der zweite Prignitzer Honigmarkt ist für den 10. Oktober geplant, diesmal im Pritzwalker Hainholz und zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Der Imkerverein hat eigens die Stadtlinie organisiert, die stündlich Besucher aus der Stadt bringt.

Major von Rohr, einer der Herren des Meyenburger Schlosses, hatte mit einer Reihe von Meyenburgern, Schmoldern, Krempendorfern, Stepenitzern und anderen am 19. August 1905 den „Obstbau- und Imkerverein zu Meyenburg“ gegründet. Ziel war die Förderung des Obstbaues und der Bienenzucht, die als wichtiger Faktor für das Bestäuben der Bäume angesehen wurde. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dabei wäre der Imkerverein schon 1910 beinahe wieder aufgelöst worden, um ihn an den landwirtschaftlichen Verein Meyenburg anzugliedern. Das wurde aber abgelehnt. Während des Zweiten Weltkrieges konnte die Zahl der Bienenvölker stabil gehalten werden. Nach dem Einmarsch der Roten Armee ging der Bestand um 70 Prozent zurück – teils wurden den Imkern die Völker weggenommen, teils verkrafteten sie die Missernten im Sommer 1946 nicht. Zu DDR-Zeiten erlebten die Imker, von denen viele die Bienenzucht neben der Kleingärtnerei betrieben, wieder einen Aufschwung. In der Blütezeit hatte der Verein über 80 Mitglieder. Der Meyenburger Wilhelm Wolter trat 1969 dem Verein bei und führte ihn ab 1984. Er ist heute noch dabei.

Nach der Wende folgte ein großer Einbruch: Allein in Brandenburg reduzierte sich die Zahl der Völker von 140 000 im Jahre 1989 auf unter 20 000 um 2004. Als sich Jürgen Walther 2001 den Meyenburger Imkern anschloss, hatte der Verein gerade mal 16 Mitglieder: Viele waren weit über 70 Jahre alt. „Es stand schlecht um den Verein“, erinnert er sich. Mit der Vorstandswahl 2003 wurde er zum Vorsitzenden gewählt.

In den Folgejahren kümmerten sich die Vereinsmitglieder intensiv um die Nachwuchsgewinnung. „Auch die Aktivitäten haben zugenommen: jährliche Imkerfahrten, Skat- und Rommeeabende, der Prignitzer Honigmarkt, der monatliche Imkerstammtisch“, erzählt die 3. Vorsitzende Kerstin Wernicke. Aktuell hat der Meyenburger Imkerverein 36 Mitglieder, die sich über den gesamten Kreis verteilen – Tendenz steigend. Inzwischen gehören ihm auch neun Frauen an, nachdem Marion Noack 2006 den Anfang gemacht hat. Sie ist heute beim Landesimkerverband Jugendobfrau. Etwa 250 Völker werden von den Meyenburger Imkern bewirtschaftet, weiß Vereinsvorsitzender Jürgen Walther. Beide sind Imker aus Überzeugung, auch wenn die Arbeit in der Saison permanenten Einsatz erfordert. Mit ein Grund für die positive Entwicklung waren die Anfängerkurse, die, vom Land gefördert, seit 2012 einmal jährlich veranstaltet werden. Der erste Kurs war gleich mit 40 Teilnehmern ausgebucht. „Die Idee hatte der Landesverband“, so der Vereinsvorsitzende. Es habe auch eine Ausbildung für Ausbilder gegeben, sodass nun Vereinsmitglied Marion Noack die Kurse leitet.

Von Beate Vogel

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