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Prignitz Meyenburger sehen Laster als Gefahr
Lokales Prignitz Meyenburger sehen Laster als Gefahr
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18:45 08.07.2015
Quelle: dpa
Meyenburg

Der Lkw-Verkehr in der Meyenburger Marktstraße beschäftigte einmal mehr die Mitglieder des städtischen Ordnungs- und Sozialausschusses. Dietmar Gornig hatte dazu eine Anfrage eingereicht, in der er darum bat, das Tempo vor allem im Bereich der Kreuzung Pritzwalker Straße/ Freyensteiner Straße zu reduzieren: „50 Stundenkilometer sind an der Stelle einfach zu schnell.“

In diesem Bereich sind die meisten Fußgänger unterwegs. Die Hauptstraße – die B 103 – macht aus Richtung Pritzwalk an der Stelle einen scharfen Linksknick, den die Lasterfahrer gern mit Schwung nehmen, wenn die Ampel Grün zeigt. Das sei oft gefährlich, zumal die Brummis in der Kurve immer wieder über die Mittellinie geraten. Amtsdirektor Matthias Habermann schlug vor, ein Gerät zur Datenerfassung aus dem Amtsbereich Putlitz-Berge auszuleihen. „Es hat keine Anzeigetafel, aber es sammelt Daten, und wir wüssten dann, wie viele Lkw und Pkw hier mit welchem Tempo entlangkommen.“

Wolle die Stadt Meyenburg einen Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung stellen, könne man mit diesen gesammelten Daten sicher punkten. Nach längerer Diskussion wurde Habermann zunächst damit beauftragt, bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde einen Antrag zu stellen: Auf der B 103 soll das Tempo für alle Fahrzeuge von 50 auf 30 km/h reduziert werden, und zwar im Abschnitt von der Einmündung Gartenstraße bis zum Plauer Ring. Für Lkw soll die Geschwindigkeit zusätzlich in der Putlitzer Straße (L 13) bis zum Ortseingang auf 30 heruntergesetzt werden.

Ein Antrag eines Bürgers, die Verkehrssituation auf dem Hagenplatz zu ändern, lehnte der Ausschuss ab. Auch die Anfrage eines Anwohners aus Penzlin Süd wurde abgewiesen: Dieser fordert, dass die dort geltenden 70 km/h auf 50 reduziert werden. Der Bürger hatte sich zwei Messgeräte ausgeliehen, die vom 5. bis 11. Juni auf dem Abschnitt der B 103 insgesamt 22 000 Fahrzeuge registrierten, von denen 3700 Laster waren. Das schnellste Fahrzeug raste mit 149 Sachen durch den bewohnten Abschnitt der Bundesstraße. Nach kurzer Abstimmung sprachen sich die Ausschussmitglieder aber gegen einen Antrag bei der Unteren Verkehrsbehörde aus.

Von Beate Vogel

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