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Prignitz Milliardengrenze überschritten
Lokales Prignitz Milliardengrenze überschritten
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00:17 08.02.2016
Martin Brödder (l.) und Ingo Schlender vor den Bildern der Gründerväter ihrer Bank, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Perleberg

Davon waren Martin Brödder und Ingo Schlender selbst überrascht: Die beiden Vorständler der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz konnten gegenüber der MAZ überaus positive Wachstumszahlen für das vergangene Jahr melden. Das Kundenvolumen stieg erstmals auf über eine Milliarde Euro an. Vor einem Jahr hatte es 930 Millionen Euro betragen, jetzt lag es um 72 Millionen Euro darüber. Dieses sind nach den ersten Auswertungen die besten Zahlen von allen Volksbanken und Raiffeisenbanken im Land Brandenburg.

Der Gründe dafür gibt es aus Brödders Sicht viele: Das bodenständige Geschäftsmodell, motivierte und entscheidungskompetente 140 Mitarbeiter in zwölf Geschäftsstellen, aber auch das beste Bankenrating in Deutschland: Die Volks- und Raiffeisenbanken liegen in dieser Hinsicht sage und schreibe vier Stufen besser als die Deutsche Bank.

Jahresüberschuss liegt bei 560 000 Euro

Trotz Minizinsen haben die bestehenden und viele neue Kunden mehr Geld als in den Vorjahren bei der Bank geparkt: Die Kundeneinlagen stiegen um knapp zehn Prozent auf 452 Millionen Euro. Aufgrund der gesunkenen Kreditzinsen nahm auch die Investitionsbereitschaft in Region kräftig zu: Die Kreditbestände bei der Volks- und Raiffeisenbank erhöhten sich um rund neun Prozent auf rund 355 Millionen Euro. Die Konsumentenkredite der Privatpersonen waren dagegen rückläufig. Aber dies sieht der Bankvorstand aufgrund der möglichen Überschuldungsgefahr von Privathaushalten als eher positiv an. Die Bankbilanzsumme liegt nun mit dem Stichtag 31. Dezember 2015 bei knapp 600 Millionen Euro. Allerdings weisen Brödder und Schlender darauf hin, dass die Zahlen zunächst vorläufig sind, denn weder die Generalversammlung der Bank noch eine Prüfung durch die Bankenaufsicht haben bislang stattgefunden.

Dennoch zeigten sich Brödder und Schlender schon jetzt sehr zufrieden mit der Situation ihrer Genossenschaftsbank, trotz einer Staaten- und Großbankenkrise. Der Jahresüberschuss wird bei rund 560 000 Euro liegen. Die Dividende auf das Geschäftsguthaben der 3960 Mitglieder steht noch nicht fest. In den Vorjahren lag diese bei acht Prozent.

Kalkuliert hatten Brödder und Schlender übrigens mit zwei bis drei Prozent Zuwachs, gehofft auf drei bis vier. Nun lag das Ergebnis mehr als doppelt so hoch.

Von Bernd Atzenroth

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