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Millionen für das größte Gründerzeithaus

Wittenberge Millionen für das größte Gründerzeithaus

Mit einem symbolischen Scheck in Höhe von 3,2 Millionen Euro sind am Donnerstag Ines Jesse und Heidrun Möller von der Landesinvestitionsbank nach Wittenberge gekommen. Mit dem Geld soll das Eckhaus in der Goethestraße 7 saniert werden. Dier Mieter sollen Mitte 2018 einziehen können.

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Ines Jesse (2. v. l.). übergab Oliver Hermann (l.) und Torsten Diehn in Wittenberge den Förderscheck. Mit dabei Heidrun Möller (ILB).

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Es ist eines dieser Wittenberger Bürgerhäuser, die gleichzeitig von der einstigen Größe und der seit langem anhaltenden Schrumpfung erzählen. Doch das Eckhaus Goethestraße 7, mitten im gründerzeitlichen Jahnschul-Viertel gelegen, soll wieder in neuer Schönheit erstrahlen. Staatssekretärin Ines Jesse aus dem brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung übergab am Donnerstag Bürgermeister Oliver Hermann und dem Geschäftsführer der stadteigenen Wittenberger Wohnungsbaugenossenschaft, Torsten Diehn den Fördermittelbescheid.

Insgesamt 3,2 Millionen Euro stellt das Land bereit, wobei 1,5 Millionen Euro als Darlehen gewährt werden, 1,7 Millionen Euro aus der Städtebauförderung stammen und ein Eigenanteil von 300 000 Euro von der Wohnungsbaugesellschaft aufgebracht wird.

17 Wohnungen sollen entstehen

„Das Vorhaben ist Bestandteil der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Bradenburg und der Stadt Wittenberge“, erläuterte Ines Jesse. Die Sanierung und Modernisierung des aus dem Jahr 1909 stammenden Wohnhauses ist bereits das dritte Projekt, das dank dieser 2015 geschlossenen Vereinbarung in Angriff genommen wird.

„Bei diesem Haus handelt es sich um ein städtebaulich bedeutendes Haus, das den Charakter des Jahnschul-Viertels prägt“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann. Daher sei er sehr froh, dass das Land die Sanierung unterstützt.

Entstehen sollen 17 Wohnungen, von denen die Hälfte belegungsgebunden sein wird, also dem zuzuordnen wäre, was früher sozialer Wohnungsbau genannt wurde.

Größtes Altbau-Wohnhaus in Wittenberge

Die Besonderheit des Hauses sei die relativ offene Innenarchitektur, die auch nach der Sanierung erhalten bleiben soll. „Das Haus verfügt jetzt noch über zwei Treppenhäuser, von denen wir eines für den Einbau eines Aufzugs nutzen werden“, sagte Torsten Diehn. Die Wohnungsgröße reicht von der 40-Quadtratmeter-Ein-Zimmer-Wohnung bis hin zur Vier-Raum-Wohnungen mit 107 Quadratmetern Fläche. Die Wohnungsbaugesellschaft nutzt die Gelegenheit, um das Haus auch energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. So soll eine neue Gasheizungsanlage für wohnliche Temperaturen im Haus sorgen. Auf experimentelle Energiegewinnungsformen wie Erdwärme, die bei anderen Häusern im Jahnschul-Viertel zum Einsatz kamen, verzichtet die Wohnungsbaugesellschaft. Mit einer Wohnfläche von 1250 Qua­dratmetern ist die Goethestraße 7 das größte Altbau-Wohnhaus der Stadt. „Die Wohnfläche entspricht der eines kleinen Plattenbaus“, sagt Torsten Diehn.

Begonnen werden soll der Umbau im zweiten Quartal kommenden Jahres. Bezogen werden können die Wohnungen dann, wenn alles nach Plan läuft, Mitte 2018. Gegenwärtig bereitet die Wohnungsbaugesellschaft die Ausschreibung für die Arbeiten vor.

Ähnliche Kooperationsvereinbarungen hat das Land Brandenburg neben Wittenberge auch mit Wittstock, Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt getroffen. Ziel ist es, die Bausubstanz an den demografischen Wandel anzupassen.

Von Andreas König

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