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Millionen für den Städtebau in der Prignitz

Kommunen profitieren vom Stadtumbauprogramm Millionen für den Städtebau in der Prignitz

Mehr als fünf Millionen Euro sind im Jahr 2015 über die Städtebauförderung von Bund und Land in die Prignitz geflossen. Wittenberge und Perleberg haben davon am meisten profitiert. In den Städten konnten viele Haussanierungen realisiert werden. Das Land reicht auch für die nächsten Jahre wieder Fördermittel aus.

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Die Stadt Pritzwalk zeichnete engagierte Hausbesitzer für die erfolgreiche Teilnahme am Stadtumbauprogramm aus.

Quelle: Andreas König

Perleberg. 83 Millionen Euro reichte das brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung im Vorjahr für die Städtebauförderung aus. 67 Städte konnten davon profitieren. Immerhin 5,7 Millionen Euro gingen in die Prignitz. Mit 3,2 Millionen Euro erhielt Wittenberge in der Prignitz das meiste Geld. Verwendet werden soll es laut der stellvertretenden Bauamtsleiterin Petra Lüdtke vor allem für die Sanierung von Häusern im Jahnschulviertel. Ein Teil des Geldes solle in die Bahnstraße und das Umfeld der Elbuferpromenade fließen.

Perleberg erhielt mit 1,445 Millionen Euro ebenfalls einen ordentlichen Batzen aus dem Förderprogramm. „Der Stadtumbau Ost ist mit das wichtigste Programm für Perleberg“, betonte der städtische Bauamtsleiter Hagen Bodin. Mehrere Teilprogramme werden bedient. Entscheidend ist der Rückbau alter Plattensub­stanz. Dieser stagnierte jedoch in Perleberg. Aufgrund des „positiven Bevölkerungsszenarios“ habe es nicht ganz so viel Leerstand gegeben. So ist in diesem Bereich vorwiegend in Karstädt Geld verwendet worden, denn Perleberg und Karstädt verwalten ihre kommunalen Wohnungen gemeinsam in der GWG Perleberg-Karstädt. In der Aufwertung sei als wichtige Maßnahme 2015 der Straßenbau Marienplatz/Wittenberger Straße zu nennen, und aus dem Unterprogramm „Sicherung, Sanierung, Erwerb“ floss Geld zur Sanierung von „Hoffmann’s Hotel“, das sich in Privatbesitz befindet. Der besondere Charme liege darin, dass Bund und Land den Topf je zur Hälfte speisen – die Stadt muss keine Eigenmittel aufbringen.

34 Wohnungen in Pritzwalk konnten saniert werden

Pritzwalk erhielt 600 000 Euro für die Städtebauförderung. Ein Teil davon ging in die Umgestaltung der ehemaligen Tuchfabrik, ein anderer kam – erst zum Jahresende – der evangelischen Kirchengemeinde zugute, die den Glockenstuhl in der Sankt-Nikolai-Kirche saniert. Erst Anfang Dezember haben die Pritzwalker Stadtoberen vier Hausbesitzer ausgezeichnet, die auch mithilfe der Städtebauförderung insgesamt 34 Wohnungen sanieren konnten, allerdings nicht alle allein im vergangenen Jahr. Zu den Objekten gehören zum Beispiel die Doerfelstraße 6 und 13, die Jahnstraße 6 oder der Magazinplatz 6. Die Stadt Pritzwalk ist seit 2011 im Stadtumbauprogramm, die Förderung läuft also noch bis 2018.

Lenzen konnte sich über einen Zuschuss in Höhe von 480 000 Euro freuen, und zwar aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz, wie die stellvertretende Amtsdirektorin Sieglinde Seidel erläuterte. „Wir stellen dafür jedes Jahr einen Förderantrag“, sagte sie. 2015 wurde das Geld vor allem für die Sanierung des großen Objekts Hamburger Straße 49 und der Gestaltung der danebenliegenden Baulücke Hamburger Straße 48 eingesetzt.

Bauministerin Kathrin Schneider ist zufrieden mit dem Förderprogramm: „Unsere Innenstädte haben sich dank des zielgenauen Einsatzes und des großen Engagements der Menschen in den Kommunen wieder zu attraktiven Orten entwickelt. Diese Erfolge sind überall sichtbar. In den Zentren der Städte steigen die Einwohnerzahlen, inzwischen werden auch im berlinfernen Raum wieder Geschosswohnungsbauten errichtet. Unsere Stadtentwicklungspolitik werden wir fortsetzen und bis 2017 gemeinsam mit den Kommunen die Strategie für die Städte fortschreiben“, sagte sie.

Von Beate Vogel, Bernd Atzenroth und Andreas König

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