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Minister besuchte Vehlower Sporthalle

Jörg Vogelsänger blieb unverbindlich Minister besuchte Vehlower Sporthalle

Bei einem Besuch in der Prignitz legte Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger am Donnerstag einen Stopp in Vehlow ein. Seine Gastgeber warben mit Nachdruck um eine Unterstützung beim weiteren Ausbau der örtlichen Sporthalle zum Gemeindezentrum. Konkrete Zusagen machte Vogelsänger nicht.

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Vehement warben die Vehlower bei Agrarminister Jörg Vogelsänger (r.) um Unterstützung für die örtliche Sporthalle.

Quelle: Alexander Beckmann

Vehlow. Etwas Hoffnung hatten die Vehlower mit dem Besuch schon verbunden. Doch konkrete Zusagen für eine Unterstützung beim weiteren Ausbau der örtlichen Sporthalle zum Sport- und Gemeindezentrum hatte Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger am Donnerstag nicht im Gepäck.

Immerhin erhielten die zahlreich erschienenen Unterstützer des Hallenprojektes Gelegenheit, einmal an prominenter Stelle vorzubringen, worum es ihnen bei all dem bisherigen und noch anstehenden Aufwand rund um die ehemalige Schulturnhalle geht. Vor allem Unternehmer Eckhard Vlach nahm kein Blatt vor den Mund: „Dieses Gebiet hier ist abgehängt im Verhältnis zu vielen anderen Gegenden in der Bundesrepublik.“ Es falle ihm zunehmend schwer, Mitarbeiter für sein Unternehmen zu finden. „Wir brauchen Leute, die gern hier wohnen.“ Das Freizeitangebot sei dabei ein ganz wichtiger Faktor. „Arbeit haben wir, aber das Kulturelle und das Soziale wünschen wir uns von Ihnen“, wandte er sich an Jörg Vogelsänger. Für Vlach steht die Bedeutung des Hauses für Vehlow außer Frage: „Das soll ein Gemeindezentrum werden und ein Highlight. Das soll hier Leute binden. Es ist ein kleines Objekt, aber wir können stolz darauf sein.“ Sowohl Sportvereine als auch Volkssolidarität und Feuerwehr nutzen den halb fertigen Bau.

Seit gut 30 Jahren auf und ab

Die Vehlower Schulsporthalle wurde 1984 gebaut.

Mit dem Ende des Schulunterrichts im Ort 2002 war ihr weiteres Bestehen ungewiss.

Im Ort setzte man sich mit Nachdruck für den Erhalt ein.

Trotzdem verfiel das Gebäude mit den Jahren mehr und mehr.

Schließlich entschloss sich die Gemeinde Gumtow zum Handeln.

Während das Schulhaus 2012 nach langem Leerstand abgerissen wurde, begann die Sanierung der Halle.

Bislang hat die Kommune rund 319 000 Euro in die Sporthalle investiert, davon 140 000 aus der eigenen Kasse. Der weitere Bedarf wird auf 200 000 Euro geschätzt.

Tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit, zehntausende Euro an Spenden und hunderttausende Euro öffentlicher Mittel wurden bereits in die Halle investiert. Doch vor allem innen bleibt noch viel zu tun. Die Gemeinde Gumtow schätzt die Kosten auf rund 200 000 Euro.

Der Agrarminister hielt mit seiner Anerkennung nicht hinterm Berg: „Von außen ist das schon mal ein gelungenes Werk.“ Und: „Mir ist schon klar, dass hier noch einiges zu tun ist.“ Was eine Unterstützung von Seiten seines Ministeriums angeht, blieb Jörg Vogelsänger unverbindlich. Immerhin hatte er aber einige Tipps zu eventuellen Fördermittelquellen parat. Auch die Idee, Lottogeld zu beantragen wurde erwähnt.

Gemeindevertreter Dietmar Pritzschke sprach sich dafür aus, dass zur Not die Gemeinde einspringen soll: „Wir haben über eine Million in der Rücklage. Da müssen wir das einfach auch mal umsetzen.“

Von Alexander Beckmann

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