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Ministerin besucht Denkmalhof

Unbesandten Ministerin besucht Denkmalhof

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch war am Donnerstag auf ihrer Kreisreise zu Gast in Unbesandten. Sie besuchte dort die mit einem Denkmalpreis prämierte Hofanlage Unbesandten, Am Elbdeich 17 – ein Vorzeigeprojekt.

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Fröhlich ließ sich Ministerin Martina Münch (4. v. l.) trotz des Regens über den neu gepflasterten Hof führen.

Quelle: Kerstin Beck

Unbesandten. Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch war am Donnerstag auf ihrer kreisreise zu Gast in Unbesandten. „Wir haben sie, als wir im vorigen Jahr aus ihren Händen den Denkmalpreis des Landes bekommen haben, zu uns eingeladen“, sagte Janneke Schönenbach vom Verein Kunst, Kultur und Denkmalpflege BBM, dem Pächter der Hofanlage Unbesandten, Am Elbdeich 17. Schönbach ist Eigentümerin der denkmalgeschützten Anlage und Vorstandsmitglied des Vereines, der sich die Erhaltung der bäuerlichen Einrichtung auf seine Fahnen geschrieben hatte.

Vereinschef Olaf Arndt präsentierte den Besuchern, zu denen auch Mitarbeiter des brandenburgischen Denkmalamtes sowie des Landkreises Prignitz gehörten, den Stand der Sanierung des Ensembles und gab vor allem auch Einblicke in die zukünftige Nutzung des „Hofes Heinecke“.

Gerichtsprotokolle, Akten,Testamente

Die Vorbesitzer hatten, bedingt durch die grenznahe Lage, nur eines gekonnt: dort mit den vorhandenen Möglichkeiten zu leben. Dazu gehörte auch, alles was man hatte, aufzuheben, denn man wusste ja nie. Und im Zuge der Sanierungsarbeiten kamen die unwahrscheinlichsten Dinge zutage wie ein Koffer mit alten Gerichtsprotokollen, Akten und Testamenten, zerscherbte Keramik, alte Handwerksutensilien, Dosen, Schächtelchen und sogar ein Segensspruch für das 1829 an Stelle des Vorgängers aus dem Jahre 1726 errichtete Wohnhaus, an dessen Eingang sich sogar als Trittstein ein wertvoller Grabstein fand. Die historischen Kostbarkeiten sind nun in Vitrinen ausgestellt und geben den restaurierten Zimmern eine besondere Atmosphäre.

Zur Erhaltung des Gehöftes wurden 50 etwa 150 Jahre alte Eichen verbaut. Zu dem „neuen Alten“ gehört auch die Pflasterung des Hofes. Besucher können so mit trockenen Füßen über den Hof gelangen, wo nachhaltige Umwelt-, Bildungs- und Kunstprojekte angeboten werden. Die Ministerin, die den „Hof Heinecke“ sogar mit Worpswede verglich, zeigte sich begeistert: „Ich finde es hervorragend, wie hier die Heimatgeschichte erhalten wird, es ist noch großartiger, als ich es mir vorgestellt habe. Hier muss man herkommen und es selbst sehen!“

Von Kerstin Beck

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