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Prignitz Ministerin sagt Geld für Flüchtlingswohnungen zu
Lokales Prignitz Ministerin sagt Geld für Flüchtlingswohnungen zu
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02:16 18.07.2015
Sozialministerin Diana Golze im Gespräch mit dem Prignitzer Landrat Torsten Uhe. Quelle: Andreas König
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„Ein perfekter Tag“ sei ihr Prignitzbesuch gewesen. Die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze (Die Linke) war am Mittwoch voll des Lobes über den Umgang des Landkreises Prignitz mit Flüchtlingen und Asylbewerbern. „Die Prignitz ist der einzige Landkreis in Brandenburg, der Flüchtlinge und Asylbewerber dezentral in Wohnungen unterbringt“, sagte die Linken-Politikerin. Das sei vorbildlich und entspreche dem Willen der Landesregierung. Allerdings wurde der Landkreis trotz dieser Feststellung bisher eher benachteiligt, was die finanzielle Ausstattung angeht. So gebe es bisher keine Städtebaufördermittel für die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. „Das werden wir ändern“, sagte die Ministerin zu. Zudem fordern wir eine Änderung beim Betreuungsschlüssel“, ergänzte Landrat Torsten Uhe. Der sei vom Land derzeit auf eine Betreuungsperson für 120 Flüchtlinge festgelegt. „Bei dezentraler Unterbringung dauert es aber erheblich länger, bis der Betreuer 120 Asylbewerber oder Flüchtlinge erreicht“, gab der Landrat zu bedenken. „Wir werden dieses berechtigte Anliegen in der Neufassung des Landesaufnahmegesetzes berücksichtigen“, kündigte die Ministerin an.

Beeindruckt zeigte sich Diana Golze vom ehrenamtlichen Engagement, mit dem in der Prignitz den von Krieg und Krisen traumatisierten Menschen geholfen werde. „Eines der größten Probleme ist nach wie vor die Sprache“, sagte die Ministerin. Daher sei es umso lobenswerter, wenn sich ehemalige Lehrer bereit erklären, die Neuankömmlinge in Deutsch zu unterrichten. „Interessant ist die Tatsache, dass eine ehemalige Klassenlehrerin des Landrates heute Flüchtlinge ehrenamtlich unterrichtet“, sagte Diana Golze. „Ja, das ist Frau Renate Brandt aus Wittenberge“, sagte Torsten Uhe.

Doch auch an anderer Stelle werde viel ehrenamtlicher Einsatz gezeigt, sei es bei Kleingärtnern, in Sportvereinen oder bei behördlichen Anliegen.

Mit den Betroffenen kam die Landespolitikerin ebenfalls ins Gespräch. In Karstädt unterhielt sich Diana Golze mit einer Familie aus Syrien und einer aus dem Libanon. „Der Mann aus Syrien ist Zahnarzt und würde liebend gern arbeiten und Steuern zahlen“, berichtete die Ministerin.

Allein die Mühlen der Bürokratie mahlen selbst bei Kriegsflüchtlingen langsam. Zwar dürfen diese Menschen im Gegensatz zu Asylbewerbern auch ohne Aufenthaltstitel einer Beschäftigung nachgehen, doch seien zahlreiche Beglaubigungen, Anerkennungen und andere Dokumente nötig. Darauf warte der Mann seit mittlerweile sieben Monaten, erfuhr die Politikerin.

Dennoch klappe das Zusammenleben in Karstädt gut. „Die Hausordnung gibt es jetzt auf Arabisch“, sagte die Ministerin sichtlich beeindruckt.

Derzeit leben 274 Flüchtlinge und Asylbewerber in der Prignitz. Bis Jahresende soll sich diese Zahl nach dem jetzigen Stand der Dinge auf 528 erhöhen. Die Prignitz werde auch diese Menschen aufnehmen, versicherte Torsten Uhe.

Von Andreas König

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