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Prignitz Ministerpräsident im Möbelwerk
Lokales Prignitz Ministerpräsident im Möbelwerk
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06:01 06.06.2014
Dietmar Woidke (M.) beim Rundgang mit Dietmar Gornig (r.) und Gert Holtkamp (l.). Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Wann Dietmar Woidke seinen letzten Ikea-Schrank zusammengebaut hat? "Wieso - trauen Sie mir das etwa nicht zu?" Auch der Ministerpräsident von Brandenburg hat die Möbel des großen schwedischen Herstellers in seiner Potsdamer Wohnung. "Vor drei, vier Jahren habe ich das letzte Mal einen Schrank zusammengesetzt." Zur Grundausstattung gehöre das Billy-Regal, sagte er am Donnerstag beim Rundgang durch das Meyenburger Möbelwerk. Dort habe er auch erst erfahren, dass Billy aus Meyenburg kommt - und nicht direkt aus Schweden.

Möbelwerke-Geschäftsführer Dietmar Gornig zeigte Ministerpräsident Woidke zusammen mit dem Gesellschafter Gert Holtkamp das hochmoderne Unternehmen im Norden der Prignitz. Rund 450 Mitarbeiter sind aktuell dort beschäftigt - inklusive Zeitarbeiter. Meyenburger Möbel produziert seit 1973 insgesamt 165 Artikel für Ikea. Gerade werden die Furniere umgestellt: "Die Kunden wünschen sich mehr naturnahe Oberflächen." So fühlen sich die Oberflächen an, als wären sie aus echtem Holz. Woidke zeigte sich sichtlich beeindruckt von den hochtechnisierten Anlagen: Furnierstraßen und Verpackungsroboter scheinen die Materialien wie von Geisterhand zu bewegen.

Der Möbelriese

Das Meyenburger Möbelwerk wurde als Ein-Mann-Betrieb 1946 gegründet. Seitdem durchlief der Betrieb alle möglichen Organisationsformen. Vor der Wende waren rund 500 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, kurz danach waren es noch 145. Aktuell arbeitet ein fester Stamm von 430 Kollegen im Werk, hinzu kommen bis zu 70 Zeitarbeiter.
Pro Woche verarbeiten die Meyenburger auf 57.500 Quadratmetern Produktionsfläche unter anderem 85 Lasterladungen Spanplatten, zwölf Lkw Pappe und zehn Lkw voller Rückwände. Täglich werden bis zu 55.000 Quadratmeter Furnier verarbeitet. Beliefert wird nicht nur Europa, sondern auch die USA, Japan, China und Australien.

Das Möbelwerk war nur einer der modernen Brandenburger Betriebe, die Woidke in der jüngsten Zeit besuchte. In erster Linie dienten diese Stippvisiten dazu, die Firmen im Land kennen zu lernen, erklärte Möbelwerke-Geschäftsführer Gornig: "Wir sind zufrieden, dass der Ministerpräsident auch in die Peripherie gekommen ist." Ein spezielles Anliegen habe er aber nicht. Am späten Nachmittag fuhr Woidke außerdem zur Eröffnung der Wittenberger Firma Austrotherm.

Eingeladen hatte den Ministerpräsidenten der Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock. Dessen Mitglieder trafen sich in der Ausstellung des Möbelwerks anschließend zur Beratung.

Von Beate Vogel

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