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Missbrauch an Schule: 34-Jähriger angeklagt

Perleberg (Prignitz) Missbrauch an Schule: 34-Jähriger angeklagt

Gegen einen 34-Jährigen, der in Perleberg als Schulgesundheitsfachkraft tätig war, hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin Anklage wegen sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen erhoben. Die Mutter eines achtjährigen Mädchens hatte den Stein mit ihrer Anzeige ins Rollen gebracht. Sämtliche Taten seien in der Schule begangen worden.

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Quelle: dpa

Perleberg. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat Anklage wegen sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen gegen einen 34-Jährigen erhoben, der in Perleberg als Schulgesundheitsfachkraft tätig war.

Das bestätigte Oberstaatsanwältin Marianne Böhm, die bei der Neuruppiner Behörde die Abteilung für Sexualstrafsachen leitet. „Wir haben weitere vier Fälle sexuellen Missbrauchs ermittelt, nachdem Mitte Mai die ersten Anzeige erstattet wurde“, sagte Marianne Böhm.

Die Mutter eines achtjährigen Mädchens hatte den Stein mit ihrer Anzeige ins Rollen gebracht. Die Mutter eines weiteren Kindes weilte zur Zeit des Beginns der Ermittlungen außerhalb zu einer Kur.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft in sechs Fällen, wobei es in keinem Fall zur Penetration gekommen sei, wie Marianne Böhm betont. Die Kinder seien zur Tatzeit zwischen acht und zwölf Jahren alt gewesen. Sämtliche Taten seien in der Schule begangen worden.

Einen Haftbefehl habe die Staatsanwaltschaft nicht erlassen, „da keine Fluchtgefahr besteht“, wie Marianne Böhm erklärte. Der Angeschuldigte sei bisher allem nachgekommen, wozu ihn die Ermittlungsbehörden aufgefordert hätten.

„Selbstverständlich wurde eine Gefährderansprache vorgenommen“, sagte Marianne Böhm. Darunter versteht man eine nachdrückliche, individuelle Ansprache des Tatverdächtigen, in der ihm ein „erhöhtes Tatentdeckungsrisiko deutlich gemacht wird“, wie es in den Richtlinien der Polizei heißt. Zudem habe der Angeschuldigte, nachdem sich die Schule von ihm getrennt hat, keine Möglichkeit mehr, Taten in einem ähnlichen Umfeld zu begehen. Zu weiteren Einzelheiten die Taten betreffend wollte sich die Oberstaatsanwältin nicht äußern.

Vor allem aber handele es sich bei dem Mann um einen Ersttäter. Das erkläre auch, dass sein einstiger Arbeitgeber, der Awo-Bezirksverband Potsdam, trotz Überprüfung keine Bedenken gegen die Einstellung des Mannes hegen konnte. Die Taten seien innerhalb eines knappen halben Jahres seit Beginn des Projekts Schulgesundheitsfachkraft an der Perleberger Rolandschule begangen worden.

Die Verhandlung wird am Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Perleberg stattfinden. Dem Angeklagten droht bei Verurteilung eine Strafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft.

Von Andreas König

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