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Missmutige Künstlerin kritisiert Kellner

Wittenberge Missmutige Künstlerin kritisiert Kellner

Jazz, klirrende Gläser und eine missmutige Künstlerin – beim ersten „Jazz im Keller“-Konzert des Jahres in Wittenberge (Prignitz) ist keine ausgelassene Stimmung aufgekommen. Die Gäste applaudierten eher pflichtgemäß. Das lag vor allem am Auftritt der Jazzikone Pascal von Wroblewsky, die mit ihren Ansagen irritierte.

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Jazz-Fans trafen sich zum ersten Jazz im Keller 2018 im Foyer des Wittenberger Kulturhauses.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Zu einer Veranstaltung aus der beliebten Reihe Jazz im Keller wurde am Freitag ins Foyer des Kultur- und Festspielhauses Wittenberge eingeladen. Bei dessen erster Ausgabe in diesem Jahr stand die Jazzikone Pascal von Wroblewsky zusammen mit den Musikern Lars Kutschke (Gitarre) und Matthias Eichhorn (Kontrabass) auf der Bühne.

„Das ist eine Premiere heute. In dieser Konstellation spielen wir das erste Mal. Es ist interessant zu sehen, was die Kollegen so machen”, sagte Pascal von Wroblewsky, als sie ans Mikrofon trat. Die kleine Bühne wurde auf ihr Geheiß vorher abgebaut. „Und in dieses große Loch will ich nicht singen”, sagte sie und meinte damit den Durchgang zum Theaterkeller. Also drehte sie sich um und sang ihren Musikerkollegen gegenüber stehend. Links und rechts davon saßen die Gäste.

Mit dem Stück „Come rain or come shine” begann sie den Reigen ruhiger bedächtiger Musik. „Wir haben heute richtigen Baustellen-Jazz. Wir probieren alles aus. Wir haben auch kein Schlagzeug, das uns stört, uns den Rhythmus vorgibt. Wir können frei die Tempi wechseln, wenn uns danach ist”, sagte sie. Gleich am Anfang wünschte sie sich weniger Hall und mehr Lautstärke. Da der Techniker nicht augenblicklich zur Stelle war, stellte der Bassist die Regler.

„Heitere Sachen mag ich lieber als das“

Es folgten Stücke wie „I’m not in love” von 10cc als Bossa Nova interpretiert oder „Mad World” von Tears For Fears aus dem Jahr 1983. Mit den Worten „Wir warten erst, bis alle Gläser abgestellt sind” unterbrach sie ihre musikalische Darbietung gelegentlich, ihren Unmut gegenüber den Servicekräften äußernd. „Wieso denn? Das stört doch nicht”, bemerkte ein Gast. „Mich stört das schon”, antwortete Wroblewsky.

Ausgelassene Stimmung wie in einer Jazzkneipe kam an diesem Abend nicht auf. Die Gäste applaudierten eher pflichtgemäß. Mittelmäßig gut gefiel Angelika Sieling aus Ferbitz diese Musik. „Heitere Sachen mag ich lieber als das”, sagte sie. Die Jazzliebhaberin kommt regelmäßig zu Jazz im Keller, wie sie verriet. Jazz mag sie unter anderem, weil man die einzelnen Instrumente besser raushört als bei anderen Musikrichtungen.

Von Jens Wegner

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