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Mit Bleistift und Papier zu gelungenen Porträts

Perleberg Mit Bleistift und Papier zu gelungenen Porträts

Isabell Röhr hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann einfach toll zeichnen, am liebsten Porträts von Menschen. Immer wieder begeistert sie Freunde, Verwandte und Bekannte mit ihrer Gabe und kann sich selbst auch vorstellen, diese künftig auch beruflich zu nutzen. Bis es so weit ist, zeichnet die Perlebergerin, was ihr Spaß macht.

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Die junge Künstlerin Isabell Röhr aus Perleberg zeichnet für ihr Leben gern, am liebsten jedoch Porträts.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Zum Fotografen gehen kann jeder. Sich aber in von Hand gezeichneten Porträts wiederzuerkennen ist schon etwas sehr besonderes. Die Fähigkeit, solche Bilder zu zeichnen, hat die junge Perlebergerin Isabell Röhr. Sie ist gerade einmal 15 Jahre alt und geht mit dem Stift wie eine ganz Große um.

„Ich habe als Kind schon viel gemalt und gezeichnet“, erinnert sich Isabell Röhr. „Leute in der Realität zu malen fand ich schon immer am besten, deshalb habe ich mich vor einigen Jahren an Porträts versucht und diese für mich entdeckt. Doch ich zeichne alles gerne, von Animes bis Mandalas.“ Herausgekommen sind zahlreiche Zeichnungen, vorwiegend Porträts in schwarz-weiß. „Mit Farben ist es immer noch ein bisschen schwieriger. Mit Bleistift oder Kugelschreiber kommen die Schattierungen viel besser zur Geltung“, führt Isabell Röhr fort.

Arbeit nach Augenmaß

Zum größten Teil zeichnet die Künstlerin Bilder vom Handy ab. „Ich bekomme oft Fotos zugeschickt mit der Bitte, diese auf Papier zu bringen“, so Isabell Röhr. „Häufig sind es auch Wünsche nach Zeichentrickfiguren oder sonstigen Abbildungen.“ Natürlich versucht sie alles Mögliche, um die Wünsche in die Realität umsetzen zu können. Nach Augenmaß beginnt die langwierige Arbeit. Für eine Zeichnung benötigt sie oft mehrere Tage. „Zunächst muss die Abbildung maßstabsgerecht angefertigt werden. Oft arbeite ich Freihand, selten mache ich eine Vorzeichnung“, verrät die Schülerin. „Das Abzeichnen von einem Handyfoto ist immer noch etwas einfacher, da man das Bild vergrößern kann.“ Herauskommt eine absolut professionelle Zeichnung. Inzwischen haben sich auf diese Weise schon viele Bilder angesammelt. „Meine Mutter dachte auch schon über eine eigene Ausstellung nach, doch dafür fehlt mir einfach die Zeit. Das kommt vielleicht noch“, sagt Isabell Röhr.

Talent vom Urgroßvater geerbt

Im Kunstunterricht ihrer Schule werden wenige Porträts gezeichnet. „Im Unterricht machen wir leider selten so etwas aufweniges. Wir üben zwar, wie das mit den Schattierungen geht, zeichnen aber keine vollständigen Porträts“, so die Perlebergerin weiter. Vorwiegend hat sie sich das Zeichnen selbst beigebracht. „Vielleicht liegt mir das in den Genen. Mein Urgroßvater war auch künstlerisch tätig“, ergänzt die 15-Jährige. Nach der Schulzeit soll es für sie auch künstlerisch weitergehen. „Ob ich ein Studium machen werde, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Zunächst ist das Abitur mein Ziel“, erzählt Isabell Röhr. Sie könne sich aber gut vorstellen, Tätowiererin zu werden. Auch dabei können eigene Zeichnungen zunächst aufs Papier gebracht werden. Es sei beim Tätowieren vieles möglich und man könne sich selbst einbringen.

Aktuell gibt es für Isabell Röhr neben der Arbeit für die Schule erst einmal viel zu tun. Ihre Fähigkeit hat sich schon richtig gut herumgesprochen. Viele Freunde und Bekannte kommen auf sie zu, die sich Porträts oder sonstige Zeichnungen wünschen. Seit einigen Wochen hat sie auch eine eigene Facebook-Seite, auf der sie über aktuell gemalte Bilder berichtet. Nun wird sich zeigen, wohin sie ihr Weg führt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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