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Mit Infozetteln gegen Windkraftausbau

Krempendorf Mit Infozetteln gegen Windkraftausbau

Marita Sauer aus Krempendorf (Amt Meyenburg) und andere Gegner des künftigen Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ wollen mit Infoblättern Stellungnahmen sammeln. Die Zettel erklären noch einmal Wissenswertes rund um den aktuellen Regionalplanentwurf und bieten die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen.

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Mit diesen Infoblättern will Marita Sauer aus Krempendorf weitere Windkraftgegner mobilisieren.

Quelle: Beate Vogel

Krempendorf. Mit einem Infoblatt will die Krempendorferin Marita Sauer jetzt im Norden der Prignitz möglichst viele Einwendungen gegen den zweiten Entwurf des Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ sammeln. Bis 31. Juli liegen bekanntlich die Planungsunterlagen in den Kreisverwaltungen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel in Neuruppin aus. Bis dahin können nicht nur Kommunen, sondern auch Bürger ihre Stellungnahmen zu dem Entwurf abgeben.

Dazu muss man aber wissen, worum es geht. „Ich fand schade, dass wir in der jüngsten Gemeindevertretersitzung Marienfließ keine Unterlagen für die Bürger bekommen haben“, ärgert sich Marita Sauer, die bereits bei der ersten Auslage des Planentwurfes vehement gegen den weiteren Ausbau der Region mit Windenergieanlagen vorging. „Das ist für mich kein Service der Gemeindevertretung und des Amtes Meyenburg.“

Eines fällt weg, ein anderes kommt hinzu

Dabei sei es aus ihrer Sicht wichtig, dass die Bürger informiert sind: Im Gebiet der Gemeinde Marienfließ soll zwar das ursprünglich geplante Eignungsgebiet 2 ganz im Norden wegfallen, dafür könnten aber nach Abschluss des Planverfahrens das Gebiet 1 „Jännersdorf-Porep“ auf 273 Hektar vergrößert werden und das Gebiet 43 „Bergsoll-Frehne“ mit 280 Hektar ganz neu hinzukommen.

Zudem findet Marita Sauer den zweiten Entwurf nicht eben glaubwürdig. Ihr ist ihr aufgefallen, dass Passagen aus dem ersten Umweltbericht „einfach in den zweiten übernommen wurden“. „Voraussichtlich keine erhebliche Umweltbelastung“ liest sie in jedem zweiten Steckbrief zu den Eignungsgebieten. Weitere Ausführungen gleichen sich wie bei einem Muster. „Alles hat den gleichen Wortlaut.“ Das wundert sie, zumal manche Eignungsflächen bis direkt an die Stepenitz heranreichen, deren Niederung ein Naturschutzgebiet ist. Aber auch hier steht: „Voraussichtlich keine erhebliche Umweltauswirkung.“ Gleiches gilt für Jännersdorf, wo Seeadler, Graureiher, Weiß- und Schwarzstorch siedeln, oder Frehne, wo ein Rotmilan sein Revier hat.

Ungenau gearbeitet

„Mein Eindruck ist, wo durch vorhandene Windparks bereits eine Belastung vorliegt, ist es kein Problem, diese noch zu vergrößern, nach dem Motto: Die können auch noch ein bisschen mehr vertragen.“ Aus ihrer Sicht wurde sehr ungenau gearbeitet: So findet sich in der Karte zum Steckbrief für das EG 43 nicht die Bezeichnung Bergsoll-Frehne, sondern Sükow-Quitzow. „Mit solch groben Fehlern werden sie die Bevölkerung nicht mitnehmen“, sagt die Krempendorferin. „Der Widerstand wird wachsen.“

Die Infoblätter, die das Aktionsbündnis Gegenwind Prignitz/Ostprignitz-Ruppin/Oberhaven hat anfertigen lassen, will Marita Sauer jetzt in Geschäften und Betrieben auslegen. Sie hofft, dass möglichst viele Bürger sich informieren und bis spätestens 31. Juli eine Stellungnahme abgeben. „Ich hole diese dann wieder ab und reiche sie sein.“

Der zweite Entwurf mit allen Unterlagen ist auch im Netz unter www.prignitz-oberhavel.de, Stichwort Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ (2. Entwurf), einsehbar.

Von Beate Vogel

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