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Mit Kunst und Fotografie zur Integration

Perleberg Mit Kunst und Fotografie zur Integration

Zum zweiten Mal trafen sich Schüler des Integrationskurses der Akademie Seehof mit Gymnasiasten des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums zum Kunsttandem-Projekt. Ziel dabei ist es sich auszutauschen, mit Bildern zu Kommunizieren, die Integration zu fördern und die Fassade der alten Fabrikruine im Perleberger Judenhof zu verschönern.

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Das Hobby wird zum Ausflugsziel

Es wird hart gearbeitet beim zweiten Treffen, um gute Ergebnisse erzielen zu können.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Neben der Ausstellung der Ergebnisse im Perleberger Judenhof soll das Kunsttandem kunstinteressierte Schüler und Flüchtlinge zusammenbringen und die Möglichkeit bieten, über Bilder zu kommunizieren, Tandems zu bilden und das Projekt gemeinsam zu gestalten: jeder aus seinem individuellen Blickwinkel. Es werden Bilder und Fotos gesammelt, ganz unter dem Gesichtspunkt „Unser Perleberg“. Die Projektteilnehmer sollen sich selbst, aber auch ihre Sichtweise über die Stadt darstellen, wobei ein reger Austausch stattfindet. Letztendlich werden die gesammelten Collagen zusammengefügt und an Stelen angebracht, die im Bereich des Judenhofes aufgestellt werden. An dem Projekt gearbeitet wird zusammen mit dem Integrationskurs der Akademie Seehof und Schülern des Kunstkurses aus der neunten Klasse vom Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium.

Unterschiedliche Sichtweisen mit gelungenem Ergebnis

„Zunächst haben wir viel über unsere unterschiedlichen Heimatländer erzählt und uns ausgetauscht. Wir sind durch Perleberg gegangen, haben uns verschiedene Orte im Stadtkern angeschaut und die Bilder zur Kommunikation genutzt, so dass wir stellenweise eine ganz andere Sicht auf die Stadt bekamen“, erzählt der Künstler Jost Löber, der das Projekt zusammen mit Katja Martin leitet. „Zum Teil war das sehr überraschend und spannend, die verschiedenen Sichtweisen der jungen Leute zu erleben.“ Und neben dem künstlerischen Effekt bietet das Projekt zudem für die Neu-Perleberger die Möglichkeit, zusammen mit den Schülern des Gymnasiums die deutsche Sprache anzuwenden und somit zu verbessern. Die Idee zum Kunsttandemprojekt stammt ursprünglich von der Stadt Perleberg.

Projekt als Anziehungspunkt von interessierten Bürgern und Touristen

„Das alte Fabrikgebäude, vor dem die Stelen aufgebaut werden sollen, befindet sich im Privatbesitz. Eine Restaurierung seitens der Stadt ist demnach nicht möglich. Es wurde eine Idee gesucht, um eine angenehmen Atmosphäre zu schaffen und vielleicht ein paar Interessierte anzulocken. Eventuell ist das auch ein Beispiel für weitere Projekte“, sagte Jost Löber. So wurden in letzter Zeit zahlreiche Lieblingsstraßen und Lieblingsplätze der Teilnehmer fotografisch festgehalten, die zum Teil sehr bedeutend für die Stadt sind. „Nun werden wir besondere Fotos herausfiltern und genau schauen, wie viele wir davon verwenden werden. Das machen wir als Künstler innerhalb der Sommerferien“, so Löber weiter. „Gemischt wird die Ausstellung aus Fotos und Skizzen. So werden auch Zeichnungen aus dem Stadtarchiv herangezogen.“

Der Judenhof als passender Ort für Ausstellung

Im September sollen die Stelen „Mit Blick auf die Stadt“ in den Scheiben und Fensterhöhlen der alten Fassade im Judenhof ausgestellt werden. Der Judenhof gilt als Ort der Begegnung und ist gekennzeichnet durch seinen historisch gewachsenen Hofkern. Die kleine, architektonisch reizvolle Industrieruine ist Teil des Hofes. Aus dem offenen Inneren wachsen teilweise Bäume heraus – zudem weist sie auf Technik der früheren Nutzung. Dieses poetisch-philosophische Bild soll in dem Konzept des Kunsttandems bewahrt werden. Das Thema „Fenster in oder aus der Welt“ ist das verbindende Element des Projektes „Kunsttandem – Kunstkommunikation im Bilderraum“.

An dieser alten Fassade im Judenhof sollen die Stelen mit den Bildern des Kunsttandems ausgestellt werden

An dieser alten Fassade im Judenhof sollen die Stelen mit den Bildern des Kunsttandems ausgestellt werden.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Von Marcus J. Pfeiffer

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