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Prignitz Mit Lamas in der Prignitz
Lokales Prignitz Mit Lamas in der Prignitz
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02:15 22.05.2017
Anke Oppermann mit den beiden Lamas, die jetzt auf dem Hof in Tacken leben. Quelle: Privat
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Tacken

Das ganz persönliche Ziel stand lange fest: Mit Mitte 40 wollten Anke und Achim Oppermann aus ihren Jobs als Bankangestellte aussteigen und etwas ganz anderes machen. „Reisen stand zuerst auf dem Plan, mal eine ganze Weile in Indien zu verbringen“, erinnert sich Anke Oppermann. Doch dann kam alles anders. „Schuld daran waren eigentlich die beiden Ziegen, die meine Frau vor dem Schlachten retten wollte“, sagt Achim Oppermann.

Gezielt nach Haus im Grünen gesucht

Um die beiden Ziegen halten zu können, hatten die beiden zuvor ziemliche Klimmzüge unternehmen müssen – etwa traten sie einem Rassegeflügelzuchtverein bei, um Weideflächen zu bekommen. „Dass wir daraufhin Geflügel halten mussten. Achim Oppermann: „Da wurde mir auf einmal klar, dass ich auch gerne mit Tieren arbeite.“

Achim Oppermann hat vorher als Anwalt für eine Bank gearbeitet, bevor er feststellte, dass er gerne mit Tieren arbeitet. Quelle: Claudia Bihler

Die geplanten Reisen wurden zunächst nach hinten verschoben, immerhin war zu diesem Zeitpunkt die Reiseliste der beiden schon lang und hat sie unter anderem nach Asien und nach Peru geführt. „Wir haben dann ganz gezielt nach einem Haus im Grünen gesucht“, sagen die beiden, die ursprünglich aus Erfurt stammen. In Tacken wurden sie fündig: Weit draußen fanden sie ihr grünes Idyll inmitten blühender Rapsfelder und einem riesigen Gartenteich.

Indisches Menü für Gruppen

Das Haus war früher einmal zunächst als Melkstand später als Stall genutzt worden. Die vorherigen Eigentümer hatten bereits mit dem Umbau begonnen, den Oppermanns dann vollenden sollten. Inzwischen haben sie ihr Wohnhaus komplett, im Garten erinnern Buddhas an die früheren Reisepläne, doch in der Einfahrt steht eine Skulptur mit zwei Ziegen – den Auslösern für den Umzug nach Tacken in der Prignitz. Für die Ziegen war plötzlich viel Platz. Einer der Ziegenböcke lebt bis heute, auch, wenn er inzwischen etwas altersschwach ist. Gesellschaft hat er inzwischen nicht nur von mehreren Artgenossen, sondern auch von zwei Lamas, die jetzt bei Tacken grasen.

In diesem Gastraum bewirten die Oppermanns ihre Gäste – aber nur auf Vorbestellung. Quelle: Claudia Bihler

Ein bisschen Indien haben sich die Oppermanns dann auch nach Tacken geholt. Im Haus haben sie einen Gastraum eingerichtet, der für Gruppen von zehn bis zwanzig Personen geeignet ist. Dort servieren sie Gruppen indische Menüs mit fünf Gängen. „Aber nur auf Vorbestellung“, sagen die beiden. „Ohne Anmeldung kann man hier auch keinen Kaffee trinken, denn wir öffnen nur für Gruppen und nur auf Vorbestellung.“ Schließlich stemmen sie den gesamten Betrieb in Eigenregie.

Exotisches und Einheimisches im Hofladen

Das gilt auch für den kleinen Hofladen, den sie führen. Zum einen gibt es dort diverse Schmuckstücke und Textilkunst aus Indien, zum anderen bietet Anke Oppermann Gewürzmischungen an, mit denen ihre Gäste daheim jene Gerichte zubereiten können, die auch bei den indischen Kochevents angeboten werden. Aber auch die Prignitz findet sich in den Regalen: Die Marmeladen aus Rhabarber oder Renecloden führen zu wahren Geschmacksexplosionen im Mund des Genießers. Auch für den Hofladeneinkauf empfiehlt sich ein kurzer Anruf auf dem Hof der Oppermanns.

Auch, wenn die beiden nun in Tacken sesshaft geworden sind: Ihre Reisepläne haben sie nicht vollständig aufgegeben – und sich ein Wohnmobil zugelegt. Achim Oppermann: „Damit fahren wir mal an die Ostsee oder so.“

Von Claudia Bihler

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