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Mit Punkrock und Metal im Tonstudio

Perleberg Mit Punkrock und Metal im Tonstudio

Stimme, Gitarre, Schlagzeug: In dieser Woche begannen die Aufnahmen des ersten kleinen Albums der regionalen Band „Halsschlagader“. In langwieriger Kleinstarbeit wurden professionell erste Aufnahmen der selbst geschriebenen Songs im Tonstudio von Bin Audio angefertigt. Eine Veröffentlichung ist im kommenden Jahr geplant.

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Als Kulisse für die Aufnahmen des Schlagzeuges wurde das Freizeitzentrum „Würfel“ in Wittenberge ausgesucht.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Sie sind laut, immer gut drauf und spielen handfeste Musik. Seit vier Jahren stehen die fünf jungen Musiker der Band „Halsschlagader“ auf den Bühnen der Region. In dieser Woche ging es für sie ins Tonstudio von Bin Audio. „Wir wollen unsere Songs nicht nur mit dem Handy aufnehmen, sondern einen professionellen Einblick in unsere Arbeit geben“, so Frontsänger Lukas Arnoldt. Fünf Songs soll es auf einer EP geben, einer Mischung aus einem einzelnen Lied und einem ganzen Album. „Während unserem Auftritt bei ’Rock im Stall’ in Klein Leppin hatte Frank Bindig Live-Aufnahmen von uns gemacht. Das fanden wir so gut, dass wir noch einmal an ihn herangetreten sind“, berichtet Lukas Arnoldt weiter. „Angefangen hat alles als Schülerprojekt innerhalb des Musikunterrichts am Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium“, sagt Andreas Bauer, ein langjähriges Mitglied der Band.

Proberaum ohne Mikrofon gab der Band den Namen

Von Anfang an mit dabei war Frontmann, Initiator und Sänger Lukas Arnoldt. „Damals hatten wir noch einen Proberaum ohne Mikrofon. Da sah man beim lauten Singen durch die Anstrengung oft die Halsschlagader, so kamen wir zu unserem Bandnamen“, verrät Andreas Bauer weiter. Mit melodischem Punkrock und Metal-Einflüssen wird seither Musik gemacht. Zunächst mit Coversongs und seit einiger Zeit mit eigens geschriebenen Lieder. Mittlerweile zählen mehr als zehn eigene Songs zum Repertoire der Formation. „In unseren Songs sprechen wir uns klar gegen den Nationalsozialismus aus, es soll so auch ein politisches Statement sein“, informiert Lukas Arnoldt. „Die Themen sind teils aus dem Leben gegriffen und teils Einblicke in Gedanken und Probleme“, ergänzt Bandmitglied Lars Müller. Mit einem ganz eigenen Stil standen sie schon auf unzähligen Bühnen vor großem Publikum. Nun stand eine ganz andere Herausforderung im Tonstudio an.

Aufnahmen im Tonstudio

In dieser Woche kamen die jungen Musiker mit ihrem ersten kleinen Album richtig voran. „Die Jungs waren sehr gut vorbereitet. Man merkte, dass sie vorher geprobt hatten, wir brauchten nur wenige Durchläufe“, sagt Produzent Frank Bindig. Gesang, Schlagzeug, Gitarre: Jedes einzelne Instrument und jede einzelne Stimme wurden getrennt voneinander aufgenommen. Das habe schon ganz schön geschlaucht. „Mit der körperlichen Anstrengung habe ich gerechnet, doch auch von der Konzentration her ist das eine Herausforderung“, meint Tobias Jerye, der zuerst mit den Aufnahmen am Schlagzeug an der Reihe war. Dafür ging es nach Wittenberge, in das Freizeitzentrum „Würfel“. Dort war die Akustik am besten. Weitere Aufnahmen fanden im Tonstudio von Bin Audio in Perleberg statt. Die Bandmitglieder sind guter Dinge, dass ihr erstes kleines Album im kommenden Jahr veröffentlicht werden kann.

Teilnahme am SPH Bandcontest in Hamburg

Den ersten größeren Erfolg hatten „Halsschlagader“ beim Rock im Moor Contest „Preview Party“ im Jahr 2015. Dort belegten sie – wider den eigenen Erwartungen – den ersten Platz und gewannen so einen Auftritt beim legendären „Rock im Moor“-Festival an der Moorscheune in Boberow. „Viel Unterstützung bekamen wir von Familie und Freunde, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre“, ist sich Andreas Bauer sicher. Es folgte die Teilnahme am SPH-Bandcontest Anfang Mai dieses Jahres in Hamburg. Der im Jahr 2008 gegründete Bandwettbewerb findet in ganz Deutschland, Österreich und in der Schweiz statt. Mit etwa 2000 Bandbewerbungen, 1000 auftretenden Bands und 350 Konzerten pro Saison gilt er als der größte Bandwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Von den dort angetretenen fünf Bands belegten „Halsschlagader“ den zweiten Platz, schieden allerdings eine Runde darauf im Stadtfinale aus. „Der Auftritt ist für uns eine ganz neue Erfahrung gewesen. Das Gewinnen war für uns eher nebensächlich. Wir haben ein anderes Publikum erreichen können, Eindrücke gewonnen, Kriterien erhalten und Kontakte geknüpft, was uns sehr wichtig war“, sagt Andreas Bauer abschließend, und weitere Auftritte in der Region wird es sicherlich auch demnächst wieder geben.

Liveauftritte gibt „Halsschlagader“ seit nunmehr vier Jahren

Liveauftritte gibt „Halsschlagader“ seit nunmehr vier Jahren.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Von Marcus J. Pfeiffer

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