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Prignitz Mit dem Rasentraktor über die Wippe
Lokales Prignitz Mit dem Rasentraktor über die Wippe
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00:17 17.05.2017
Vincent Knacke manövrierte seinen Traktor souverän durch den Geschicklichkeitsparcours.
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Stepenitz

„Kurios“, stellte Rüdiger Martelock fest: „Im vergangenen Jahr war der Fangkorb deines Mähers noch viel kleiner.“ Das Publikum lacht, der Moderator inspiziert den Mäher: Weiß der Fahrer, wo die Schmiernippel sind und hat er den Mäher gewartet? Und ist das Schneidwerk gereinigt? Nicht immer verlief die Inspektion kritiklos und in manchen Fällen holte sich der Moderator des fünften Rasentraktor-Treffens in Stepenitz Hilfe von einem unparteiischen Beobachter. Nur ein einziger Fahrer konnte ein wirklich sauberes Schneidwerk vorweisen, allerdings: Für die Punktewertung hatte es keinen Einfluss, ob am Mähwerk noch Reste von frischem Rasenschnitt klebten. Schließlich war so mancher Fahrer fast umgehend vom heimischen Rasenmähen zum Festplatz nach Stepenitz gekommen.

Mit acht Jahren war Emil der jüngste Fahrer im Feld. Quelle: Claudia Bihler

Zwölf Rasentraktoren gingen am Samstag an den Start. „In den vergangenen Jahren haben wir immer mehr Traktoren begrüßen können“, sagte Martelock, „in diesem Jahr sind es weniger, denn in der Region finden Jugendweihe-Feiern statt.“ Gelungen sei es diesmal nicht, die Termine zu koordinieren. „Generell wollen wir das Treffen aber gerne ausweiten und auch Eigentümer von Rasentraktoren aus der weiteren Region begrüßen“, sagte der Moderator, denn noch starteten am Samstag nur Fahrer aus den Nachbarortschaften Stepenitz und Krempendorf.

Nach der Inspektion, bei der die Fahrer zum ersten Mal ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten, wenn sie zur Vorstellung auf die Rampe fuhren, ging es auf den Geschicklichkeitsparcours. Neben der Rampe mussten gleich zwei Wippen bewältig werden: Koordinationsvermögen mussten die Fahrer einmal nur auf einer Spur und damit in Schräglage zeigen, einmal mussten sie ihre Traktoren auf gleich zwei schaukelnde Bretter manövrieren. Auf der Slalomstrecke und beim Vorwärts-/Rückwärtseinparken war Geschicklichkeit gefragt. Wer es schaffte, vier Wasserkrüge während der Fahrt von einem Tisch auf der rechten Seite auf einen weiteren rechts von der Strecke hinüber zu heben, konnte ebenfalls punkten.

Auch die Fankurve war in Stepenitz gut besetzt. Quelle: Claudia Bihler

Bei der Formel-Prignitz der Rasentraktoren gab es weder Geräte- noch Alterslimits: Und so standen Mäher mit Mähwerk vorne neben denen mit einem Mähwerk unten, PS-starke Traktoren mit Geräteaufnahme neben älteren Modellen, deren Besitzer selbst zum Schweißgerät gegriffen haben, um etwa einen Korb fürs Haustier auf dem Gepäckträger zu installieren. Vor allem aber ging die ältere Rasenpfleger-Generation einträchtig mit den jüngeren Fahrern an den Start – Emil, der jüngste Fahrer war gerade mal acht Jahre alt. Und gerade Mal sechs Jahre war Niklas, der zwar mit Opas Rasentraktor auf dem Gelände herumfahren, mit dem offiziellen Start aber noch bis 2018 warten muss, wenn er auch zuverlässig auf Steigungen die Pedale seines Fahrzeuges bedienen kann.

Nach dem Geschicklichkeitsparcours trafen sich die Traktoren noch zum Traktor-Ball auf dem Platz, den Abschluss bildete ein kurzes Temporennen.

Für die Sieger hatte der Raiffeisenmarkt Pritzwalk einen Pokal und eine Prämie ausgelobt. Die Frauen aus dem Dorf hatten ein riesiges Kuchenbüfett vorbereitet. Nachdem bereits am Nachmittag „DJ Ortsversteher“ – Ortsvorsteher Martin Kruse – für die Beschallung gesorgt hatte, gab es am Abend dann noch eine echte Fahrerparty mit Tanz in der angrenzenden Scheune.

Von Claudia Bihler

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