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Prignitz Mit den Koffern zur Musik
Lokales Prignitz Mit den Koffern zur Musik
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00:33 31.05.2018
Die drei Italienerinnen von „Le Scat Noire“ begeisterten das Publikum im Kunower Atelier von Giampaolo di Cocco. Quelle: Sandra Bels
Kunow

Sie waren die Stars im Atelier von Giampaolo di Cocco in Kunow. Die drei Damen von „Le Scat Noire“ begeisterten am Samstag das Publikum mit ihrer Musik. Die obere Ebene der Scheune gehörte ganz allein ihnen. Die drei Italienerinnen füllte den Raum mit ihren Stimmen, einem Piano und einer Violine. Die jungen Künstlerinnen sangen aber auch a-cappella. Zu hören waren selbst geschriebene Lieder und Werke von anderen Komponisten.

Achte Ausstelkung im Atelier „Abaco Space“

Der Florentiner Giampaolo di Cocco hatte das Trio zu seiner achten Ausstellung in sein Atelier „Abaco Space“ eingeladen und damit beim Publikum einen Volltreffer gelandet. Der Applaus ließ daran keinen Zweifel. Di Cocco hatte sich für dieses Jahr extra Musik ausgesucht, die nicht so experimentell ist, wie sie es in der Vergangenheit war. Er freute sich auch darüber, dass sich das Publikum verändert hat. „Es waren viele interessante Leute hier“, sagt er und meint damit Künstler und Kunstkritiker.

Charles Mason Brown und seine Frau Katrin, Künstlerin und Grafikerin, aus Ganzer waren das erste Mal auf di Coccos Hof und fanden es erstaunlich, was man aus einer alten Scheune machen kann. Sie wollen wieder kommen, haben sie di Cocco versprochen. Zu Gast waren auch ein Künstler aus dem benachbarten Schrepkow, der sich mit dem Gastgeber für ein weiteres Treffen verabredet hat, und ein Architekt.

Kofferinstallation im Eingangsbereich

Als Künstler hatte er für die achte Ausstellung in seinen Räumen den Italiener Ignazio Fresu und Ulrika Segerberg eingeladen. Fresus Kofferinstallation im Eingangsbereich der Scheune sorgte für Erstaunen und Verwunderung. Getreu seiner Devise Räume mit seinen Installationen zu füllen, boten die alten Koffer dem Publikum viel Raum zum Nachdenken und auch zum Spekulieren. Sie führten aus der Scheune heraus in den Garten. Die Szene im Eingangsbereich hatte etwas von Aufbruch aber auch vom Ankommen.

Die Schwedin Ulrika Segerberg zeigte ein paar ihrer Werke. Sie ließ sich dafür unter anderem von Schweineschnauzen inspirieren. Ein alter Bürostuhl mit Ketten war auch zu sehen. Ihre Skulpturen zeigte die Künstlerin, die in Berlin lebt, schon in Amerika und England. Di Cocco hat schon in Italien mit ihr zusammen gearbeitet und findet ihre Kunst „sehr erfinderisch“.

Gastgeber zeigte Marmorstücke

Der Gastgeber selbst zeigte mit Säure behandelte Marmorstücke, deren Bilder Altes und Modernes miteinander verbinden. Er hatte sie für eine Ausstellung in seiner Heimatstadt Florenz entworfen.

Bis Juli will der Künstler noch in Kunow bleiben und arbeiten. Danach geht es für ihn erst einmal nach Italien. Ein Buch möchte er schreiben. „Und ich habe noch so viele Ideen für neue Kunstobjekte, die ich in Kunow bauen möchte“, sagt er.

Ganz frisch war hingegen der Auftrag für ein Kunstwerk, das Giampaolo di Cocco für den Neusser Platz in Köln bauen soll. Ein Freund rief ihn in der vergangenen Woche deswegen an. Es soll eine Plastik werden. Wohin die Reise geht, ist laut di Cocco schon klar. „Ich soll jetzt ganz schnell Skizzen dafür anfertigen und nach Köln schicken“, sagt er. Das Kunstwerk soll bereits Mitte Juli fertig sein und aufgestellt werden.

Für das nächste Jahr plant Giampaolo di Cocco wieder eine Ausstellung in seinem Kunower Atelier. Welche Künstler er dann zu sich einlädt, das weiß er jetzt aber noch nicht. „Bis dahin vergeht ja noch so viel Zeit“, sagt er.

Die Koffer von Ignazio Fresu sorgten für Erstaunen beim Publikum. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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