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Prignitz Mit der Prignitzer Zeitreise in die Bronzezeit
Lokales Prignitz Mit der Prignitzer Zeitreise in die Bronzezeit
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00:17 01.06.2016
Unter Anleitung von Norbert Poretta (Hintergrund) und seines Gehilfen, des Künstlers Jost Löber (r.) konnten die Besucher Bronzeschmuck gestalten.
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Groß Woltersdorf

Von der Bronzezeit hat wohl jeder schon einmal etwas gehört. Doch wie die Menschen vor drei-, viertausend Jahren lebten, auch in dieser Gegend, die heute Prignitz heißt, ist nicht gerade jedem geläufig. Beim ersten Prignitzer Zeitreisetag im Waldlehrpark Groß Woltersdorf bestand nun erstmals die Möglichkeit in umfassender Art, etwas von der Bronzezeit zu erfahren und vor allem auch zu erleben. Um auch alle acht Erlebnisstationen auf dem herrlichen Gelände des Waldlehrparks abzuarbeiten, mussten die Besucher schon reichlich Zeit bringen, denn es handelte sich um ein tagesfüllendes Programm.

Abarbeiten konnten sich die Gäste in vielerlei Hinsicht. Da konnte man eine Familie beim Pflügen beobachten. Eine Mutter mit Säugling auf dem Arm und zwei weiteren Kinder hingen in den Seilen, während der Vater versucht, eine möglichst gerade Furche durch den lehmigen Boden zu ziehen. Ja, so dürfte es in der Bronzezeit gewesen sein. Es wurde mit dem Bogen geschossen, mit dem Bronzegießer Norbert Poretta zusammen Schmuck gegossen. Es wurde geangelt und bei Renate Groenewegen im Zelt wurde gewebt auf einfachste bronzezeitliche Weise. In einem großen Topf lagen Brennnesseln, aus den Stengeln entfernte sie eine Faser und erklärte, wie daraus ein sehr widerstandsfähiger Stoff hergestellt wird. Brennnesselstoff wird heute noch in Nepal hergestellt, und in Deutschland nutzte man dieses Verfahren noch im Ersten Weltkrieg, um Leinen und Säcke herzustellen.

In der Garküche von Halldor Lugowski hieß es: Nur mit Geduld kommt man zum Erfolg. Quelle: Michael Beeskow

Wissen über die Bronzezeit vermittelte Günther Seier, Archäologe und langjähriger Leiter des Perleberger Stadt- und Regionalmuseums. Er stellte Fundstätten in der Prigniz vor, wobei das Köngisgrab in Seddin um 800 vor Christus das Ende der mehr als 1000 Jahre Bronzezeit markierte. Die Museen aus Perleberg und Pritzwalk öffneten ihren Fundus und steuerten Ausstellungstafeln und Exponate bei. So konnte in einem echten bronzezeitlichen Mühlstein Hirse gemahlen werden.

Günther Seier vermittele viel Wissenswertes über die Bronzezeit. Quelle: Michael Beeskow

In der Garküche stand Halldor Lugowski, Vorsitzender des Wahrbergevereins. „Hier muss man schon Geduld haben“, mahnte er vor allem die jungen Besucher, die an langen Holzspießen Knüppelteig und Würstchen brieten. Man dürfe den Teig nicht so sehr ins Feuer halten. Dann verbrenne er außen, und innen sei er nicht durchgebacken.

Geduld zeigte der Vereinsvorsitzende mit dem ersten Prignitzer Zeitreisetag. Mit über 100 Gästen war er gut besucht, aber die Organisatoren hofften auf mehr. Halldor Lugowski verwies auf die Märchentage, die vor 16 Jahren mit 50, 60 Besuchern begannen und zu denen inzwischen mehr als 1000 Besucher strömen. Und in diese Richtung geht es wohl auch mit dem Zeitreisetag, der im nächsten Jahr das Mittelalter zum Thema haben könnte.

Von Michael Beeskow

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