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Modemuseum hat neue Geschäftsführerin

Meyenburg Modemuseum hat neue Geschäftsführerin

Susan Hoyer aus Leipzig ist die neue Geschäftsführerin im Modemuseum im Meyenburger Schloss. Die 28-jährige aus Leipzig hat sich im Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Nun soll sie unter anderem die Technisierung des Museums in Angriff nehmen, wünscht sich der Vorsitzende des Trägervereins, Jürgen Pilgrim.

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Susan Hoyer ist die neue Geschäftsführerin des Modemuseums: Ein Faible für die schönen Dinge hat sie schon.

Quelle: : Beate Vogel

Meyenburg. Das Modemuseum im Schloss Meyenburg hat eine neue Geschäftsführerin. Die 28-jährige Susan Hoyer aus Leipzig hatte am gestrigen Tag der Deutschen Einheit ihren ersten Arbeitstag in der Ausstellung. Sie war nach einem langwierigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren im Sommer die Favoritin des Vorstandes des Trägervereins Modemuseum Schloss Meyenburg. Damit ist nun die seit April vakante Stelle der Museumsleitung wieder besetzt. Für den Vereinsvorstand seien die vergangenen Monate eine „anstrengende und aufregende Zeit“ gewesen, blickt Jürgen Pilgrim zurück.

Bevor Susan Hoyer sich das Modemuseum das erste Mal ansah, hatte sie den Katalog gelesen. „Ich war gespannt, wie es in echt aussieht“, sagte sie. Beim ersten „richtigen“ Besuch in der vergangenen Woche, als der Vereinsvorsitzende Jürgen Pilgrim sie in Ruhe durch die Räume führte, war Susan Hoyer angenehm überrascht: „Ich fand, dass die Ausstellung sehr gut gemacht war, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein privat geführtes Museum sehr aufs Geld achten muss.“ Das sie Faible für Mode ausbilden wird, daran zweifelt sie nicht: „Ich mag die schönen Dinge.“ An denen mangelt es nicht im Modemuseum: Kleider, Schuhe, Hüte, Taschen, Schmuck und vieles mehr gehören zu den Ausstellungsstücken.

Jürgen Pilgrim ist nun zuversichtlich, dass die junge Verstärkung das Modemuseum wieder voranbringen wird: Immerhin hat die Belegschaft in den vergangenen Monaten wegen der unbesetzten Stelle erhebliche Mehrarbeit geleistet. „Wichtig ist, dass jetzt jemand da ist, der auch die Kontakte zum Museumsverband des Landes Brandenburg halten kann.“ Dazu gebe es in den nächsten Wochen gleich die ersten Veranstaltungen, auf denen Susan Hoyer Kontakte auch zu den Museumsleitern in der Umgebung knüpfen kann. Und im November findet in Leipzig die Mutec, die Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, statt.

„Ich habe mich neu orientiert und eine Stelle als Museumsleiterin gesucht – und sie hier als Geschäftsführerin gefunden“, erzählt Susan Hoyer. Susan Hoyer sei ein Haus wichtig gewesen, „das als Museum ein Haus ist, das an sich schon Geschichten erzählen kann“. Das dürfte ihr mit dem Meyenburger Schloss gelungen sein. Berührungspunkte zum Modebereich hatte sie auch schon: In Weißenfels hat Susan Hoyer im Schuhmuseum gearbeitet. „Das ist das Schuhmuseum der ehemaligen DDR“, erzählt sie. Immerhin ist es in dem prächtigen Schloss Neu Augustusburg angesiedelt – auch da gibt es also Parallelen. Bis zu 30 000 Beschäftigte hatten einst in Weißenfels Schuhe produziert. Gezeigt werden im Schuhmuseum weit über 3000 Modelle aus der ganzen Welt, die teils mehr als 300 Jahre alt sind.

Die groß gewachsene junge Frau bringt einen Master in Museumsmanagement und -kommunikation mit, den sie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin absolviert hat. Außerdem hat Susan Hoyer einen Master Grande École in Kulturmanagement an der Hochschule ESC Dijon Bourgogne abgelegt, der zwischen Bachelor und Master angesiedelt ist, wie sie erklärt. „Im April habe ich meinen Abschuss gemacht.“ Während ihrer Ausbildung und danach arbeitete Susan Hoyer in verschiedenen Museen und Projekten mit: So war sie unter anderem Museologin in den historischen Kuranlagen und dem Goethe-Theater Bad Lauchstädt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

In der ersten Zeit wird der frisch gebackenen Geschäftsführerin die erfahrene Museumsmitarbeiterin Bianca Schmidt zur Seite stehen. „Ich wünsche mir zwischen den beiden eine harmonische Zusammenarbeit“, so Jürgen Pilgrim. Daran hänge sehr viel, sagt der Vereinsvorsitzende nach den Erfahrungen mit dem Vorgänger Susan Hoyers. Auch bei einer zufällige Begegnung zwischen Museumsgründerin Josefine Edle von Krepl und der neuen Geschäftsführerin in der vergangenen Woche im Schloss habe Pilgrim ein gutes Gefühl gehabt.

Nun geht es aber um die Zukunft. „Wir müssen mal schauen, dass wir hier ein bisschen Hightech ins Museum bekommen“, sagte Jürgen Pilgrim. So könnte ein Audioguide den Rundgang der Besucher bereichern. „Und natürlich ist in Zukunft die Digitalisierung der Ausstellung in Angriff zu nehmen“, kündigte der Vereinsvorsitzende an.

Von Beate Vogel

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