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Möbelwerk will massiv erweitern

Meyenburg Möbelwerk will massiv erweitern

Einer der größten Arbeitgeber in der Prignitz, Meyenburger Möbel, will zusammen mit dem Betriebsteil Märkisch Prignitzer Möbel weiter expandieren. Dafür braucht das Unternehmen Planungssicherheit. Die Firma beantragte bei der Stadt Meyenburg deshalb, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan zu verabschieden.

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Von der Straße aus gesehen hinter den Produktions- und Lagerhallen wollen die Meyenburger Möbelbauer in den kommenden Jahren weiter anbauen.

Quelle: Meyenburger Möbel

Meyenburg. Die Meyenburger Möbelbauer wollen in den kommenden Jahren massiv aufstocken. Für die Betriebsteile Meyenburger Möbel und Märkisch Prignitzer Möbel hat Geschäftsführer Dietmar Gornig bei der Stadt Meyenburg einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes eingereicht. Außerdem soll für das neu entstehende Industriegebiet ein Bebauungsplan (B-Plan) aufgestellt werden. Es ist beabsichtigt, eine Fläche von 579 000 Quadratmetern planerisch zu gestalten. Im Bauausschuss am Mittwochabend stimmten die Abgeordneten dem Antrag zu.

Bauamtsleiterin Uta Nebert hatte zuvor in der Beratung das Schreiben der Firma verlesen. Demnach habe sich das Unternehmen in den vergangenen 25 Jahren sehr positiv entwickelt, wovon auch die Stadt profitiere. „Für eine zukunftssichere Planung ist es unabdingbar“, dass die Firma die Möglichkeit zur Expansion habe. Das potenzielle Planungsgebiet schließt sich direkt hinter den bestehenden Hallen an, es liegt zwischen Kiebitzberg und Kirschweg. „Sämtliche Planungskosten will Meyenburger Möbel übernehmen“, betonte Nebert.

Bau einer neuen Produktionshalle und eines Fertigwarenlagers geplant

Erste Erweiterungen stehen bereits auf dem Papier: Zunächst soll auf die gestiegenen Anforderungen in der Produktion mit dem Bau einer 30 000 Quadratmeter großen Halle reagiert werden. Außerdem sei der Neubau eines Fertigwarenlagers geplant, ebenfalls mit 30 000 Quadratmetern Fläche. Damit das Möbelwerk dem stetig steigenden Transportvolumen gerecht werden kann, sollen zusätzlich neue Stellflächen für Lkw angelegt werden. Für eine optimale Verzahnung ist vorgesehen, mit einer Containerwechselbrücke zu arbeiten.

Zwischen den Hallen liegt die Bodenplatte für einen neuen Verwaltungstrakt

Zwischen den Hallen liegt die Bodenplatte für einen neuen Verwaltungstrakt. Der alte befindet sich an der Freyensteiner Straße.

Quelle: Beate Vogel

Leerfahrten will die Firma möglichst vermeiden, indem die Fahrzeuge, die das Material gebracht haben, die fertige Ware auch wieder abtransportieren. „Wir wollen die Verkehrsbelastung für die Meyenburger so gering wie möglich halten“, heißt es in dem Schreiben. Aktuell werden aus Meyenburg wöchentlich 175 Lkw-Ladungen mit Wohnraummöbeln versandt. Im B-Plangebiet will das Möbelwerk regenerative Energien für den Eigenverbrauch installieren, damit die hohen Energiekosten gesenkt werden können. „Außerdem sind Flächen für die Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen“, erklärte Bauamtsleiterin Nebert. Auf die Stadt hätten die Planverfahren keinerlei finanzielle Auswirkungen. „Wenn die Verfahren gestartet sind, wäre auch ein städtebaulicher Vertrag aufzusetzen“, ergänzte sie.

430 Festangestellte und 50 Zeitarbeiter

„Das Möbelwerk ist unser größter Arbeitgeber“, so der Stadtverordnete Chris Krassowski. Auch der sachkundige Einwohner Eckhard Britt sieht in einem „Ja“ die „weitere Sicherung der Arbeitsplätze“: „Für den Standort Meyenburg ist das wichtig.“ Nach der Abstimmung, die auch Geschäftsführer Dietmar Gornig verfolgte, wird Nebert nun einen Grundsatzbeschluss für die Stadtverordnetenversammlung aufsetzen, damit die Planverfahren eingeleitet werden können.

Aktuell sind in den Betriebsteilen des Möbelwerkes 430 Festangestellte und 50 Zeitarbeiter beschäftigt. Auf knapp 70 000 Quadratmetern Produktionsfläche werden im Drei-Schicht-System Möbel zum Selberbauen hergestellt. Hauptkunde ist das schwedische Möbelhaus Ikea. Die Produktion zeichnet sich durch eine hohe Automatisierung aus. Meyenburger Möbel hat in den vergangenen Jahren enorm in die Technisierung investiert und zählt zu den modernsten Möbelproduzenten in Europa.

Von Beate Vogel

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