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Prignitz Müllgebühr bleibt konstant
Lokales Prignitz Müllgebühr bleibt konstant
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09:59 22.10.2013
Quelle: dpa
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Perleberg

Die Müllgebühr im Landkreis wird nicht verändert, auch in den nächsten beiden Jahren wird sie abgesehen von marginalen Änderungen auf dem heutigen Stand bleiben. Bis zum Ende seines Vortrags zur Gebührenkalkulation im Müllausschuss ließ Andreas Much die Frage offen, ob den Prignitzern für 2014 und 2015 eine Änderung bei der Müllgebühr ins Haus steht. Der Sachbereichsleiter Abfallwirtschaft in der Kreisverwaltung zeigte die Einflussfaktoren auf, die letztlich in der Summe über die Gebühr entscheiden und die sich sehr unterschiedlich entwickeln.

Zu den Neuigkeiten, die er verkündete, gehört, dass sich beim Müllaufkommen im Landkreis ein eklatanter Rückgang abzeichnet. 2012 kamen 12,2 Tonnen Müll in der Prignitz zusammen, in diesem Jahr wird die 12-Tonnen-Marke unterschritten. Damit fällt der Mengenrückgang stärker aus als angenommen. Der Rückgang der Bevölkerung schlägt sich hier nieder. Die Bürger trennen aber auch stärker organische Abfälle und Wertstoffe für den Gelben Sack vom Restmüll. Pro Prignitzer fallen jährlich 184 Kilogramm Rest- und Sperrmüll an, der Bundesdurchschnitt liegt bei 197 Kilogramm. "Die Prignitzer sind sehr sparsam", kommentierte Andreas Much den Zahlenvergleich.

Bis 2010 wurden die Tonnen 13-mal im Jahr geleert; seit der Systemumstellung sind nur noch acht Pflichtleerungen nötig. Manche Bürger kommen allerdings mit noch weniger Leerungen ihrer 120-Liter-Haushaltstonne aus.

Als ein Negativfaktor erweist sich inzwischen auch die Altpapierentsorgung. Nach der Umstellung vom Sammelcontainer auf die haushaltsnahe Blaue Tonne war ein Anstieg des Papieraufkommens prognostiziert worden. Erwartet wurden 5500 Tonnen bis 6200 Tonnen im Jahr. Tatsächlich kamen 2012 jedoch nur 4800 Tonnen zusammen. Zudem fielen die Preise für Altpapier von 90 Euro je Tonne auf unter 60 Euro je Tonne.

"Wir haben immer mit einem Erlös gerechnet", erklärte Andreas Much. Nun müsse jedoch ein Minus ausgeglichen werden: 2012 belief es sich auf 73000 Euro und 2013 sei bis zum Juli schon ein Verlust von 19600 Euro aufgelaufen.

Für die Gesamtkalkulation ergibt sich daher eine Kostensteigerung um sieben Prozent. Die Negativtrends können für die nun anstehende Kostenkalkulation für 2014 und 2015 jedoch ausgeglichen werden. Wie Andreas Much ausführte, werden Müllgebühren zunächst nur vorausschauend berechnet. Nach dem Ende einer Abrechnungsperiode werden Einnahmen und Ausgaben miteinander verrechnet. Für die Gebührenkalkulation 2014 und 2015 wird die Schlussrechnung der Jahre 2010 und 2011 herangezogen. Weil aus diesen beiden Jahren ein Plus von 807000 Euro besteht, kann die Gebühr nun konstant gehalten werden. Bei der Abrechnung der Müllgebühr darf am Ende weder ein Plus noch ein Minus stehen, Verluste und Gewinne werden in der übernächsten Kalkulationsperiode gegengerechnet.

In die Müllgebühr gehen auch die Kosten für Sanierung der Mülldeponien ein, vor allem der in Wittenberge. 8,10 Euro hat derzeit jeder Bürger im Jahr zu tragen. Das ist weniger als noch vor einigen Jahren, aber nur weil für die Wittenberger Deponie zum Beispiel in diesem Jahr eine Förderung über 2,7Millionen Euro floss.

Von Michael Beeskow

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